Aktivismus zwischen Burnout und Selbstzerfleischung

Florenz_2013Kurz und knapp: ich habe vor über einer Woche den Vortrag von Teresa Bücker auf der re:publica 2014 auf youtube geschaut und finde, das solltet ihr auch tun. Sie erklärt einige wichtige Dinge in Zusammenhang mit Aktivismus im Netz und welche Schwierigkeiten und Probleme er mit sich bringt.

Der Text von Susanne, den sie als Reaktion darauf schrieb, bringt sehr vieles zum Ausdruck, was auch in Bezug auf die Thematik empfinde. 

Man kann die Sache auch noch weiterspinnen, weitere Fragen aufwerfen: Das ist etwa die Frage nach der Macht, die durch Ausschlüsse erzeugt wird; das ist die Frage nach der Wirkung von Aktionen; und die Frage nach der Debattenkultur: Darf man gar nicht mehr kritisieren? Oder ist es vielleicht okay, die Mittel zu kritisieren, wenngleich man das gleiche Ziel verfolgt? Welche Kritik ist überhaupt legitim, wenn man doch vermeintlich auf der „gleichen Seite“ steht? Was bedeutet es, wenn Leute vor allem ad hominem kritisieren?

Fragen über Fragen und deswegen empfehle ich ergänzend zu Tessas sehr gutem Vortrag außerdem den Podcast Alternativlos 31  in dem Linus, Frank und Fefe wie ich finde treffend diese und andere verschiedene Aspekte beleuchten – gerade die zweite Hälfte, die ich nun heute auch endlich mal fertig gehört habe, ist sehr wohltuend. Weil die nötigen Unterscheidungen getroffen werden (auch großes Thema im aktuellen Erscheinungsraum, dass Unterscheiden sehr wichtig und hilfreich sein kann) und die aktuellen Entwicklungen gerade im Netz systematisch untersucht werden.

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#rp14: Heute Abend, 20:15 Uhr: #ADNLesung

Smiling_Dog_Face

Liebe Bloggesellschaft,

ich möchte in aller Kürze darauf hinweisen, dass heute Abend, 20:15 Uhr, auf der re:publica unsere nette kleine Session „Geschichten aus dem Country Club – die weltweit erste App.net-Lesung“ auf Stage 4 stattfinden wird. Die Aufregung steigt und Nervosität macht sich breit, deswegen wäre es sehr schön, ein paar nette und wohlwollende Gesichter im Publikum erblicken zu dürfen. Bringt euch ein Bierchen mit, denn es wird sicher entspannt und auch ein bisschen lustig. Wer in der ersten Reihe sitzt, darf an unserem Champus-Ersatz teilhaben ;)

Man muss App.net auch nicht kennen, um dabei zu sein – es ist ein Vortrag in der Reihe „Beginner“.

 

 

Bild: by Free Stock Pictures (Photos8.com) licensed under the terms of the cc-by-2.0.

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Treffen und hören: die Kadda auf der re:publica 12

Auch dieses Jahr werde ich mich wieder aktiv auf der re:publica einmischen. Und es ist mir eine besondere Freude, denn dieses Jahr darf ich das tolle Projekt Featurette von Frau Lila vorstellen. Vielleicht erinnern sich einige von euch noch an meinen letzten Vortrag auf der re:publica: Ich sprach über Stereotype, über Sichtbarkeit und Wettkampf – und wie das alles sich auf ein unausgeglichenes Macht- und Einflussverhältnis zwischen den Geschlechtern in der digitalen Gesellschaft auswirkt. Bei Blogger_innen im Gespräch (Link führt zum Video) mit Philipp Banse erklärte ich das alles auch noch einmal in Kurzform.

Das wirklich tolle ist, dass aus all den dort angestoßenen Ideen und Diskussionen wirklich weiterführende Projekte und Lösungsansätze erwachsen sind. So kann ich euch dieses Jahr das von Susanne Klingner, Barbara Streidl und mir (AKA Frau Lila) entworfene Webmagazin Featurette vorstellen, das genau am Problem der mangelnden Sichtbarkeit ansetzt und eine Lösung versucht. Die Featurette wird ein Portal, das gute Webinhalte stärker herausstreicht, indem es sie in einem Webmagazin präsentiert. Im Falle der Featurette sind das Inhalte von Bloggerinnen zu einer großen Themenbreite.

nullEin zweiter wichtiger Schritt ist unser Kontakt und Austausch mit Wikimedia e.V. zur Frage der Gender Gap in der Wikipedia. Auch hierzu wird es auf der re:publica eine Diskussionsrunde geben. Denn Wikimedia e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in der Wikipedia zu verdoppeln (er liegt jetzt bei ca. 9 Prozent). International gibt es viele tolle Ansätze und die Vernetzung nimmt richtig Fahrt an. Diesen Vibe wollen wir auch für Deutschland nutzen und gemeinsam diskutieren, wo genau die Probleme liegen, welche Ideen innerhalb der Community existieren und welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen die Gender Gap hat. Es diskutieren:
Susanne Patzelt (Journalistin)
Andreas Kemper (Autor)
Anja Ebersbach (Präsidium Wikimedia Deutschland)
Dirk Franke (Präsidium Wikimedia Deutschland, Wikipedianer)
Stefanie Senger (Wikipedianerin)

ich habe die Ehre der Moderation.

Beide Veranstaltungen finden am Mittwoch, 02. Mai, statt.

Ich freue mich!

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Netz-Machos, Action-Heldin, Osama und Obama

Eine Kommentarsammlung der vergangenen Woche kann nicht ohne einen Kommentar zu Obama/Osama auskommen. Ich muss sagen: Dazu einen klugen zu finden, war unglaublich schwer! Die meisten verhedderten sich einfach unsäglich in hoch-emotionalisiertem Bashing und moralischer Entwertung. Ich aber suchte einen politischen und differenzierten – weil nicht so einfachen – Kommentar. Und fand ihn bei Ingo Neumayers klasse Vreitagsvers auf Spreeblick (lesen!) von Netzartiger:

Verschwörungstheorien hin und her. Der Mann war sicher gefährlich und das die Amis Blutrache nehmen ist nach amerikanischen Gesichtspunkten in Ordnung. Befragt die Amis sind mehr dafür als dagegen und so muss sich Obama auch in erster Linie verhalten – wie SEIN Volk das erwartet.

Dessen ungeachtet, wenn ich teil der Spezialeinheit gewesen wäre, und gewusst hätte, hinter der nächsten Tür ist Osama… hätte ich vielleicht auch einen unruhigen Zeigefinger gehabt.

Über Obama herzufallen ist genauso falsch wie ihm dafür einen Orden zu geben.

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Externe Zuschreibung an Feminismen – ein Twitter-Beispiel

Auf der re:publica sprach ich im Rahmen des sehr spannenden Blogger_innen-Gesprächs mit Philipp Banse über die Wege zur Eroberung des Netzes durch Frauen. Den wenigsten Tweets, die dabei sonstwie unsachlich, undifferenziert und unterstellend kommentierten, habe ich Beachtung geschenkt. Feedback zum Thema „Auftreten“ allgemein – zum Beispiel von der Dolmetcherin von Julia Probst – habe ich dankend angenommen, denn ich bin kein Profi auf so einer großen Bühne.

Fragen zum konkreten Thema, die inhaltlich und sachlich sind – aber wo ich vielleicht eine andere Meinung habe – sind auch immer gerne gesehen. Alle anderen könnten mir am Arsch vorbei gehen, aber einer tut es doch nicht:

HappySchnitzel tweetete:

Solange Frauen sich in feministischen Diskussionen als Opfer definieren, wird sich an ihrer Rolle genau nichts ändern. #rp11
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re:publica – das gibt’s von mir

So liebe Leute,

eigentlich wollte ich einfach nur meinen kleinen Vortrag zum Thema Stereotype, Wettkampf und Sichtbarkeit im Netz halten.

Nun kam es anders. Was mich natürlich freut, und ich danke den lieben Einladungen zum Talken sehr. Eine kleine Zusammenfassung, der Panels, auf denen ich gehört, gesehen und gerne auch ausgefragt werden kann:

14. April 2011, 16 Uhr, Berlin
Blogger_innen im Gespräch

Re:publica-Gespräch von Philip Banse mit Richard Gutjahr, René Walter, Julia Probst und Katrin Rönicke.
Im FriedrichstadtPalast

 

15. April 2011, 15 Uhr, Berlin
Cyberfeministinnen und Girls on Web

Workshop mit Katrin Rönicke, Anne Roth, Valie Djordjevic, Diana McCarty und Teresa Bücker im Rahmen der Re:publica
Kalkscheune, Kalkscheunenstraße Berlin, blauer Saal.

 
15. April 2011, 16 Uhr, Berlin
Stereotype, Sichtbarkeit und Wettkampf
Vortrag von Katrin Rönicke im Rahmen der Re:publica
Kalkscheune, Kalkscheunenstraße Berlin, Workshop 3


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Stereotype, Sichtbarkeit und Wettkampf. Diversity in der digitalen Gesellschaft

Das wird der Titel meines Vortrags, den ich auf der kommenden re:publica halten werde.
Ich freue mich sehr, dass mein Angebot vom Orgateam der re:publica angenommen wurde – so wie auch alle anderen Angebote, die von der Mädchenmannschaft kamen.

Yay! It’s SHE:publica, Baby.


(Bild von Jason Bran-Cinaed via Flickr)

Auch die ersten vorsichtigen Schätzungen belegen einen deutlich höheren Frauenanteil, als noch vor zwei Jahren. Vermutlich wird der Frauenanteil größer, als beim großen Medien-Kongress von taz und der Freitag.

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Stereotype, Sichtbarkeit und Wettkampf. Diversity in der digitalen Gesellschaft

Das wird der Titel meines Vortrags, den ich auf der kommenden re:publica halten werde.
Ich freue mich sehr, dass mein Angebot vom Orgateam der re:publica angenommen wurde – so wie auch alle anderen Angebote, die von der Mädchenmannschaft kamen.

Yay! It’s SHE:publica, Baby.


(Bild von Jason Bran-Cinaed via Flickr)

Auch die ersten vorsichtigen Schätzungen belegen einen deutlich höheren Frauenanteil, als noch vor zwei Jahren. Vermutlich wird der Frauenanteil größer, als beim großen Medien-Kongress von taz und der Freitag.

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