Die Wochendämmerung

13094417_1545183812454625_7469677018147025017_nJetzt isses offiziell: Der Holgi und ich podcasten schon eine Weile für Audible. Am Ende jeder Woche besenfen wir die Ereignisse der letzten sieben Tage auf unsere Art und das in jeweils einer guten halben Stunde.

Die Wochendämmerung ist ein Audio-Magazin von Audible, das man auch nur dort hören kann. Dazu genügt ein einfacher Amazon-Account, mit dem man sich bei Audible anmeldet. Dann geht man auf unsere Show und „kauft“ sie (für 0,00 €) und wenn man dann noch die Audible-App auf seinem Smartphone hat, sollte ab jetzt alles automatisch gehen, die jeweils neueste Folge wird in die Bibliothek gespeist und sollte man das mal vergessen, erinnert bei Bedarf eine freundliche Mail.

Unsere Themen sind bunt und breit, von Obama, über den Papst bis hin zu „diese Woche gestorben“ – Holgi nervt mich mit seinem Wirtschaftskram, ich ihn mit meinem Flüchtlingskram, und irgendwie ist die halbe Stunde dann eh immer viel zu schnell rum!

Wir freuen uns über alle, die zusammen mit uns die Woche ausklingen lassen wollen! Und wenn ihr mit uns über unsere kruden Ansichten diskutieren wollt, könnt ihr das auf unserer frisch eingerichteten Facebook-Seite tuen.

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Aktivismus zwischen Burnout und Selbstzerfleischung

Florenz_2013Kurz und knapp: ich habe vor über einer Woche den Vortrag von Teresa Bücker auf der re:publica 2014 auf youtube geschaut und finde, das solltet ihr auch tun. Sie erklärt einige wichtige Dinge in Zusammenhang mit Aktivismus im Netz und welche Schwierigkeiten und Probleme er mit sich bringt.

Der Text von Susanne, den sie als Reaktion darauf schrieb, bringt sehr vieles zum Ausdruck, was auch in Bezug auf die Thematik empfinde. 

Man kann die Sache auch noch weiterspinnen, weitere Fragen aufwerfen: Das ist etwa die Frage nach der Macht, die durch Ausschlüsse erzeugt wird; das ist die Frage nach der Wirkung von Aktionen; und die Frage nach der Debattenkultur: Darf man gar nicht mehr kritisieren? Oder ist es vielleicht okay, die Mittel zu kritisieren, wenngleich man das gleiche Ziel verfolgt? Welche Kritik ist überhaupt legitim, wenn man doch vermeintlich auf der „gleichen Seite“ steht? Was bedeutet es, wenn Leute vor allem ad hominem kritisieren?

Fragen über Fragen und deswegen empfehle ich ergänzend zu Tessas sehr gutem Vortrag außerdem den Podcast Alternativlos 31  in dem Linus, Frank und Fefe wie ich finde treffend diese und andere verschiedene Aspekte beleuchten – gerade die zweite Hälfte, die ich nun heute auch endlich mal fertig gehört habe, ist sehr wohltuend. Weil die nötigen Unterscheidungen getroffen werden (auch großes Thema im aktuellen Erscheinungsraum, dass Unterscheiden sehr wichtig und hilfreich sein kann) und die aktuellen Entwicklungen gerade im Netz systematisch untersucht werden.

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Wostkinder meets Eisenkinder

In der vergangenen Woche war es zwar hier still – dafür aber andernorts nicht.

Wostkinder-Podcast mit Sabine Rennefanz
Bei der FAZ haben wir, Marco und ich, den ersten richtigen, auch in iTunes und Podcatchern abonnierbaren (mp3 oder mp4), Podcast gestartet. Dieser läuft im Rahmen unseres Projektes „Wostkinder“ und wird etwa einmal im Monat erscheinen.

Unser erstes Gespräch ist am Mittwoch veröffentlicht worden. Wir sprachen mit Sabine Rennefanz, Autorin des Buches „Eisenkinder“ über ihre Kindheit und Jugend in der DDR, ihre Erfahrungen auf einer DDR-Elite-Schule in Eisenhüttenstadt, wie es dort war und sich anfühlte, als die Wende kam. Sabine Rennefanz hat ein sehr bewegtes Leben, hat viele verschiedene Stationen gemacht und beschäftigt sich in ihrem Buch – ähnlich wie wir in unserem Blog – mit der Frage: Was hat all das mit uns gemacht? Und was können wir daraus lernen?

Ihr Buch kann vielleicht als eine Vertiefung der Gedanken angesehen werden, die sie in ihrem Essay „Uwe Mundlos und ich“ (erschienen in der Berliner Zeitung) anriss: „wir hatten die Sehnsucht nach Radikalität gemeinsam, nach einem klaren Weltbild. Wer sich als Jugendlicher in der Nachwendezeit abgrenzen wollte, hatte es nicht so leicht, eine Protestkultur zu finden.“

Es war ein sehr intensives und – finde ich – gutes Gespräch!

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Erscheinungsraum – mein eigener Podcast


Nachdem ich im letzten Sommer Blut geleckt hatte und in Sachen Podcasting ein paar Gast-Auftritte hinter mir, die allesamt toll waren, fand ich es an der Zeit, einen eigenen Podcast zu machen. Und so soll es auch sein.

Der Titel lautet Erscheinungsraum. Und wer ein bisschen mit Hannah Arendt vertraut ist, erkennt vielleicht: Der Begriff stammt von ihr.

Die Idee dahinter ist, Menschen und Geschichten, Perspektiven und Unsichtbares hörbar zu machen. Im Gespräch. Die ersten beiden Folgen sind aufgenommen und weitere werden folgen. In Folge eins sprach ich mit Marco Herack über die Wahrnehmung von Menschen im Netz und die Schwierigkeit von Freundschaften in diesem Raum. In Folge zwei lassen Maike Weißpflug und ich Hannah Arendt erscheinen – die auch nicht immer nur beliebt war, eigensinnig und nach Freunden verlangte, mit denen man streiten kann.

Die Seite zum Podcast ist hier: Erscheinungsraum.de.

Den Podcast kann man  als mp4 abbonnieren oder als mp3 abonnieren. (Oder als Ogg Vorbis). Den Podcast gibt es außerdem bei iTunes.

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Staatsbürgerkunde #SBK016 über Geschlechterrollen


Martin Fischer vom Podcast Staatsbürgerkunde hat mich eingeladen, mit ihm über Geschlechterrollen und Kindheiten in DDR und BRD zu sprechen. Es sind fast zwei Stunden daraus geworden. Auf geht’s zum anhören.

Bitte gerne in Martins Podcast-Blog mitdiskutieren und Erfahrungen teilen, das geht auch per Audio-Kommentar.

Der Staatsbürgerkunde Podcast ist auch jenseits dieser Folge mehr als empfehlenswert und ich höre ihn schon eine ganze Weile. Martin ist ebenfalls ein Wostkind und spricht (in der Regel mit seinen Eltern) über viele kleine und große Phänomene aus DDR-Alltag, DDR-Kultur und wie damals die Gesellschaft aufgebaut und strukturiert war. Im Sendungsarchiv könnt ihr alle bisherigen Themen auf einen Blick sehen und anhören.

Vielen Dank noch einmal an Martin für die Einladung und das offene und angenehme Gespräch. Wieder einmal hat das Podcasten sehr viel Spaß gemacht! <3

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