„How to build a girl“


Niemand hat Johanna Morrigan je gesagt, wie man sich in besseren Kreisen benimmt. Sie ist wie Pippi Langstrumpf, die man zum Kaffeekränzchen von Annikas Mutter und Tante Prusselliese eingeladen hat.
Caitlin Moran hat ein Buch über die Jugend im Arbeitermilljöh der Neunziger geschrieben. „How to build a girl“ heißt es. Ein Herzensbrecher ist es. Einer, über den ich auf Faz.net bloggte.

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Aktivismus zwischen Burnout und Selbstzerfleischung

Florenz_2013Kurz und knapp: ich habe vor über einer Woche den Vortrag von Teresa Bücker auf der re:publica 2014 auf youtube geschaut und finde, das solltet ihr auch tun. Sie erklärt einige wichtige Dinge in Zusammenhang mit Aktivismus im Netz und welche Schwierigkeiten und Probleme er mit sich bringt.

Der Text von Susanne, den sie als Reaktion darauf schrieb, bringt sehr vieles zum Ausdruck, was auch in Bezug auf die Thematik empfinde. 

Man kann die Sache auch noch weiterspinnen, weitere Fragen aufwerfen: Das ist etwa die Frage nach der Macht, die durch Ausschlüsse erzeugt wird; das ist die Frage nach der Wirkung von Aktionen; und die Frage nach der Debattenkultur: Darf man gar nicht mehr kritisieren? Oder ist es vielleicht okay, die Mittel zu kritisieren, wenngleich man das gleiche Ziel verfolgt? Welche Kritik ist überhaupt legitim, wenn man doch vermeintlich auf der „gleichen Seite“ steht? Was bedeutet es, wenn Leute vor allem ad hominem kritisieren?

Fragen über Fragen und deswegen empfehle ich ergänzend zu Tessas sehr gutem Vortrag außerdem den Podcast Alternativlos 31  in dem Linus, Frank und Fefe wie ich finde treffend diese und andere verschiedene Aspekte beleuchten – gerade die zweite Hälfte, die ich nun heute auch endlich mal fertig gehört habe, ist sehr wohltuend. Weil die nötigen Unterscheidungen getroffen werden (auch großes Thema im aktuellen Erscheinungsraum, dass Unterscheiden sehr wichtig und hilfreich sein kann) und die aktuellen Entwicklungen gerade im Netz systematisch untersucht werden.

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Gelesen: „Tussikratie“ von Friederike Knüpling und Theresa Bäuerlein

Tussikratie? Was soll das denn sein? Auf dem Einband des Buches steht es hinten drauf, was das sein soll. Verkürzt und etwas provokativ:

Foto 1

1. pseudofeministische, eigentlich aber sexistische Diskursherrschaft
2. Weltbild, in dem Männer a) das traurige Beiwerk oder b) übermächtige Gegner sind
3. Verschleierung von Klassendifferenzen als Frauenproblem

Was dem Buch wahrscheinlich am allermeisten schadet, ist das Feindbild, das die Autorinnen konstruiert haben. Es prangt vom Titel, der Teaser, vermutlich nicht von ihnen, lässt schlimmstes vermuten. Frau Dingens mutmaßte in ihrem Stern-Blog, die „Tussi“, das sei eben die Feministin. Das ist aber falsch, was sie hätte wissen können, hätte sie das Buch auch gelesen, über das sie schrieb.

Am Anfang tat ich mich selbst schwer mit dem Feindbild. Das Vorwort war für mich nicht leicht zu lesen, denn dort definieren sie dieses Feindbild genauer aus und ich bin eigentlich immer eher geneigt, in der Sache zu debattieren und nicht entlang eines Feindes – der in diesem Fall ja auch noch konstruiert ist.

Aber im Laufe des Lesens merkte ich, was damit bezweckt wird: Die „Tussi“ ist nur das Konstrastmittel, mit dem die Geschwüre in den Gedärmen der Gesellschaft sichtbar gemacht werden. Das wird deutlich, wenn sie im Laufe des Buches immer seltener auftaucht, weil die Autorinnen an der Sache diskutieren und die gesellschaftliche Lage beleuchten – aber eben doch immer wieder nötig um darauf hinzuweisen, dass die „Tussi“-Argumente, die ja real existieren, in der Debatte nicht zu der Lösung des Problems führen, sondern schlimmstenfalls nur neue Probleme eröffnen. Die „Tussi“ ist für mich daher eher so ein Weberscher Idealtypus, den es so natürlich in Reinform gar nicht gibt, der aber dazu führt, dass Verschwommenes differenziert werden, diskutierbar gemacht werden kann. „Gelesen: „Tussikratie“ von Friederike Knüpling und Theresa Bäuerlein“ weiterlesen

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Speakerinnen for the Win!

Screenshot 2014-03-06 12.12.35Die Rails Girls Berlin haben eine Datenbank angelegt, in der sich kompetente Frauen vorstellen, die auf Konferenzen als Speakerinnen eingeladen werden können: Speakerinnen.org. Damit wird die Idee, aktiv dazu beizutragen, ein ausgeglicheneres Geschlechterverhältnis auf Panels und bei Diskussionen zu haben, auf eine neue Stufe gehoben.

Seit 2011 gibt es auf Netzfeminismus.org eine Liste mit heute über 100 Speakerinnen. Die Idee kam ursprünglich von Julia Schramm, die ein Piratenpad anlegte, in dem ganz viele tolle kompetente Frauen gesammelt wurden. Der Gedanke: Wer für seine Konferenzen wieder mal nur Männer auf die Bühne setzt, soll dafür keine Ausrede mehr haben! Gerade im Bereich Netzpolitik sah man seinerzeit immer die gleichen Nasen sitzen – männlich natürlich. Und das Blog „50 Prozent“ von Anne Roth dokumentiert, dass die Veränderungen sehr lange brauchen.

Die Liste wurde von mir auf netzfeminismus.org eingepflegt und es meldeten sich schnell und seitdem nun über zwei Jahre hinweg, stets Frauen und Organisator_innen von Konferenzen, die sich vorstellten und suchten. Es wuchs auf über 100 Frauen an. Das Ding war ein Erfolg, das Interesse von Anfang an groß, nur eines war es nicht so ganz: Praktisch und Nutzer_innen-freundlich.

Vor über einem Jahr trommelte daraufhin Anne Roth eine Schar von Frauen zusammen, um die Idee auf eine neue Ebene zu heben. Es fanden sich viele Interessierte – aber irgendwie wurde aus der Schar kein richtiges Projekt. Oder doch?

Ja – doch! denn die Rails Girls, die das Projekt von Anfang an interessant fanden, haben weitergemacht! Und herausgekommen ist die schöne neue tolle Seite, in der man suchen und finden kann. Sie ist schick, sie ist funktional – wobei an manchen Ecken und Enden noch geschleift wird – und sie ist eure Adresse als kompetente Frau, als Organisator_in, als Multiplikator_in!

Die Rails Girls Berlin machen damit den Frauentag zum Tag, an dem Frauen ab jetzt bitte noch mehr Gehör bekommen! Danke ihr Tollen!

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„Sisterhood is Powerful. It kills. Mostly sisters.“

Dieser Satz ist der feministischen Aktivistin Ti-Grace Atkinson zuzuschreiben. Er betrifft die Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre. Heute allerdings könnte sich die Geschichte wiederholen.

Das Thema ist in diesem Blog hier schon öfters angesprochen worden: Feministinnen gegen Feministinnen. Ausschlüsse. Das Versagen von Respekt. Das Austragen von Konflikten auf einer persönlichen Ebene – statt auf einer politischen.

Jill Filipovic hat im Guardian letzten Mai eine Auseinandersetzung mit dem Thema verfasst:

„Trashing each other and exclusion have been hallmarks since the movement began, and each generation of feminist activists seems to suffer the same in-fighting.“

und die aktuelle Ausgabe des Magazins „The Nation“ hat den internen Kampf im Feminismus als Titelthema. In einem fünf Seiten langem Text analysiert die Autorin, wie derzeit eine Gruppe von Menschen und dem Argument der Intersektionalität versucht, andere zum Schweigen zu bringen und/oder in eine Ecke zu stellen: weiß, rassistisch, privilegiert, cis-hetero oder sonst etwas. Jedenfalls: Schlechte Menschen. Diese Aktionen nennen sich „Trashing“.

„Though Mukhopadhyay continues to believe in the empowering potential of online feminism, she sees that much of it is becoming dysfunctional, even unhealthy. “Everyone is so scared to speak right now,” she says.“

Im aktuellen Lila Podcast haben Susanne und ich versucht, das schwierige Thema aufzugreifen. Unser Eindruck: Wir müssen darüber reden, wir müssen Wege suchen, die da raus führen. Denn sonst „überleben“ im Feminismus immer nur die ganz hartgesottenen Haudegen. Alle anderen werden im feminist burnout demoralisiert.

Darüber hinaus sprechen wir über sexistische Werbung, über den Steuerfall Alice Schwarzer, über Chick Lit, die feministischer werden sollte, über Vorbilder wie die Philosophin Agnes Heller und vieles mehr. Also hört doch mal rein. Und gerne: Diskutiert mit. Aber bitte dort.

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Stereotype und Stigmata – die Deutschen und Osteuropa

800px-William_Holman_Hunt_-_The_ScapegoatFür die Wostkinder frage ich „Ist der Bayer reif für die Einheit“ – im Blick habe ich die CSU, allen voran Horst Seehofer und natürlich meine ich die europäische Einheit. Wenngleich ich finde, dass die Westdeutschen und ihr Umgang mit der Deutschen Einheit einen kleinen Vorgeschmack auf das bieten, was der Deutsche von den Leuten hält, die noch weiter im Osten, noch weiter bei Russland wohnen und dann nichtmal seine Sprache sprechen.

Der Begriff „Armutseinwanderung“ macht derzeit die Runde. Was für ein „praktischer“ Begriff – er transportiert so viel mit, alles in einem Wort: Da wäre die Unterstellung, dass alle in Osteuropa arm sind – ärmer als wir – und vor allem die armen Leute hier herkommen. Was auch die Frage nach dem „Warum?“ beantwortet – die wollen halt Geld – UNSER Geld!!1!!

Und das muss man denen natürlich verweigern. EU? – Freizügigkeit? Naja, wer Geld hat, der darf freizügig sein. Oder so. DAS ist mal echter Klassismus – aber davon liest man in den üblichen Blogs jetzt grade nichts. Was etwas über Horizonte aussagt. Aber das wiederum ist (dieses Mal) nicht Thema.

Da man mein Blog dieses Mal bislang nicht so recht beachtet und es unterzugehen droht, bin ich sehr froh, dass im Feuilleton der FAZ heute ein sehr deutlicher Artikel sehr sichtbar prangt, von Dirk Schümer, der alles noch einmal zuspitzt: Faul seien nicht etwa die Einwanderer

Faul und indolent sind hingegen deutsche Behörden, die ihre Arbeit nicht oder schlecht erledigen und damit die Bevölkerung auch noch pauschal gegen die übergroße Mehrheit der Zuwanderer aufbringen, die dem deutschen und dem europäischen Sozialetat durch ihre Arbeit Profite einbringen.

und – was auch mein Punkt immer wieder ist und ich finde, der Kern der Debatte, den sich viele nicht anschauen wollen:

Die saturierten Alteuropäer, die eine Öffnung für ihre Produkte und Ferienziele nach Osteuropa selbstverständlich finden und deren Konzerne oft genug mit den Billiglöhnen im Osten gutes Geld verdienen, sollten den Menschen vom Balkan nicht noch die verbliebene Würde und den Stolz auf ihre großen Leistungen seit 1989 nehmen. Es ist wenig genug übriggeblieben.

Für so einen differenzierten und deutlichen Artikel lasse ich mein Wostkinderblögchen gern zur Seite treten. Aber vielleicht mag die/der eine oder andere von euch ja doch noch lesen…

Bild: The Scapegoat – der Sündenbock. Von William Holman Hunt. Via Wikimedia Commons. Unter Public Domain.

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Solidarität und Entpolitisierung: Amina und die Empörten

Bei den Ausrufern schreibt der Ed2Murrow einen sehr lesenswerten Beitrag über die Debatte des Falls Amina Sboui, die im Netz Bilder ihres nackten Oberkörpers gepostet hatte und nun in Tunesien im Gefängnis sitzt. Ein Urteil von vier Monaten Haft für drei Femen-Frauen hängt derzeit wie ein schlechtes Omen über Aminas Schicksal.

Nacktheit ist interessanter Weise etwas, das derzeit die Gesellschaft spaltet – und zwar auch und gerade hier in Europa, wenn über die Ereignisse in Tunesien oder die Haltung von Femen debattiert wird. Der Umgang mit Femen ist erstaunlich. Das findet auch Ed2Murrow. In Deutschland sei eine Meinung zu all dem sehr häufig und in verschiedenen Zeitungen zu lesen gewesen: „Die radikalen und einseitigen Ansichten von Femen unterscheiden sich nicht besonders von der Einstellung jener, die Aminas Bestrafung forderten.“ Es ist so einfach, sich zu empören und Femen als rassistische Krawalltruppe darzustellen. Das ist eine Einstellung die auch und gerade in feministischen Kreisen sehr populär geworden ist. Hinterfragt man diese Einstellung gilt man schnell selbst als rassistisch oder sonstwie „istisch“

Ed2Murrow machte sich hingegen die Mühe, einen Aufsatz ins Deutsche zu übersetzen, der in der französischen Le Monde abgedruckt war, geschrieben von Hélé Béji. Als eine der wenigen schreibt sie mit großer Sorge über die Allianzen, die sich über die Lager hinweg durch „die stille Macht der Wohlanständigkeit“ bildeten.

Die Mehrheit verurteilt ihre Taten, um die eigene instinktive Grenze von Normalität zu schützen, die die alten Bräuche gezogen haben; andere erleben sie als Gewissenskonflikt einer Philosophie, die zwar die Pflicht zum Gehorsam eingerissen hat, nicht aber die traditionellen Tabus, die zu überschreiten nun eine unerschrockene junge Frau die Kühnheit besitzt, indem sie alleine den schrecklichen Weg geht, all die Folgen auf sich zu nehmen, die sich aus dem Verstoß gegen gute Sitten und moralische Ordnung ergeben.

Béji ist in Frankreich schon durch eine sehr eigenwillige Einmischung in die Burka-Debatte aufgefallen. Sie vertrat hier eine Position, die ich nur unterstützen kann, die sich aber zwischen alle Stühle setzt:

„Gesetze gegen die Burka? Sie und sie alleine zu verbieten in einer umfänglich gewährenden Gesellschaft, die mit Blasiertheit jede Ausuferung beäugt? Mit welcher Berechtigung will man da die eine Übertretung ahnden und nicht auch die andere?“

Bitte lest selbst drüben bei den Ausrufern: Ed2Murrow sei überschwänglich gedankt, sich die Mühe gemacht zu haben, einen Text zu übersetzen, den man sonst so in der deutschen Debatte sicherlich nicht zu lesen bekommen würde. Denn „die auch in Deutschland um sich greifende Bigotterie“ (Ed2Murrow) in Zusammenhang mit dem Nacktprotest scheint eine Debatte derzeit erfolgreich zu blockieren, die über den Horizont einer knienden Ameise hinaus nach den Interessen und Konsequenzen fragt, die hinter all diesen Debatten stecken.

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Freiheit in 60 Minuten und ein Gespräch über #OccupyGezi

Der aktuelle Erscheinungsraum, mein kleiner emanzipatorischer Podcast, beschäftigt sich mit den Protesten in und um den Gezi-Park in Istanbul. Zu Gast hatte ich Neşe Altıparmak, die derzeit in Berlin Europäische Literatur an der Humboldt-Universität studiert, davor in Istanbul gelebt und studiert hat. Sie hat von Anfang an über twitter und Facebook mitbekommen, welche Gewalt die Istanbuler Polizei anwedet; wie die türkischen Medien versuchten, den Protest unter den Teppich zu kehren und sie reflektiert über daraus resultierende politische Forderungen und Visionen über die Zukunft.

Viel Spaß beim Hören: ER004 Gezi-Park und die Proteste in der Türkei

Ein weiterer Hinweis gilt dem morgigen Fernsehabend: „60 Minuten Freiheit“ ist der Titel eines Dokumentarfilms, der morgen Abend im Bayerischen Fernsehen laufen wird (22:00 Uhr bis 23:00 Uhr; Wiederholung ist 01:05 Uhr bis 02:05 Uhr in der Nacht zum Sonntag). Ich weiß noch nicht, ob und wie genau, aber das Fernsehteam traf sich letzten Sommer mit Julia Schramm und mir und hat ein paar Sachen mit uns aufgenommen – also vielleicht gibt es uns da zu sehen. Worum es geht:

„60 Minuten Freiheit“, von den Machern des preisgekrönten Films „Der Taktstock“, ist ein unvergleichlicher Film über ein eigentlich unverfilmbares Thema. Es geht darum, was Freiheit ist, und was sie für jeden von uns bedeutet. Mithilfe eines kleinen animierten Mannes, der von Herbert Feuerstein synchronisiert wurde, nähert sich der Film diesem schwierigem Thema auf anschauliche Weise. In rund einer Stunde sucht die Animationsfigur nach Antworten und findet sie draußen in der Welt und in uns selbst.

Ich bin jedenfalls überaus gespannt darauf.

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Learning from Podcast-Mistakes Part 2

Gestern schrieb ich auf, wie ich versucht hatte, meinen Podcast Erscheinungsraum zu retten. Daraufhin bekam ich auf App.net ne Menge Feedback, aber auch hier im Blog. Vielen Dank schon einmal dafür!

Georg von Auphonic hatte sich hier im Blog gemeldet und ich habe ihm die unbearbeitete Audio-Datei daraufhin auch verlinkt. Großartiger Weise hat er sich tatsächlich die Mühe gemacht, dieses Katastrophe zu bearbeiten und sie klingt nun schon tausend Mal besser!

Das Intro dazu gepackt und heraus gekommen ist eine sehr viel hörbare und angenehmere Version des Podcasts.

Georgs Punkt war, dass er meinte bei der Noise Reduction in Audacity seien Artefakte in den Stimmen entstanden. Deswegen hätte er nicht so viel Rausch entfernt, denn der Rausch – äh, das Rauschen ;) – das sei zum Hören wesentlich angenehmer, als die Artefakte in den Stimmen. Und ja, er hat Recht (klar, er ist ja auch der Profi!). Deswegen ist auch vieles aus meinem gestrigen Post Quatsch gewesen – denn in der Tat hat Georg das Audio nur durch Auphonic laufen lassen und mehr nicht!

Ich nehme also alles zurück und behaupte das Gegenteil: Auphonic rules!

Leider ist mir so nun entgangen, was der Ralf Stockmann von den Wikigeeks mit der Datei gemacht hätte. Er sagt, es hätte eine sehr viel schnellere Möglichkeit gegeben, sie zu retten, und zwar mit einem Programm namens Levelator. Wie Levelator arbeitet, wird in diesem Youtube-Video erklärt:

 

Außerdem hat Ralf einen eigenen Screencast namens Ultraschall angefangen, den ihr unbedingt verfolgen solltet, er war schon super fleißig, es finden sich schon ganze vier Folgen und ich habe bereits sehr viel neues dabei gelernt:

Ihr seht, dass hier gerade eine sehr tolle gegenseitige Hilfe am Start ist – ich selbst bin immer noch ein kleines bisschen überwältigt und mich macht das glücklich!

Ach ja – kommt alle auf App.net, dort sind sie nämlich alle, diese hilfsbereiten Menschen und wenn ihr noch nicht wisst, warum ihr da hinwollt: Das habe ich letzte Woche für die FAZ aufgeschrieben. Und dort findet ihr auch einen Invite-Link, App.net ist nämlich Bezahlinternet und der Invite-Link führt zu einem kostenlosen Account (der auch ein paar Einschränkungen hat, aber die tun erst einmal so wenig weh, dass es sich lohnt, vorbeizuschauen).

 

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Wostkinder meets Eisenkinder

In der vergangenen Woche war es zwar hier still – dafür aber andernorts nicht.

Wostkinder-Podcast mit Sabine Rennefanz
Bei der FAZ haben wir, Marco und ich, den ersten richtigen, auch in iTunes und Podcatchern abonnierbaren (mp3 oder mp4), Podcast gestartet. Dieser läuft im Rahmen unseres Projektes „Wostkinder“ und wird etwa einmal im Monat erscheinen.

Unser erstes Gespräch ist am Mittwoch veröffentlicht worden. Wir sprachen mit Sabine Rennefanz, Autorin des Buches „Eisenkinder“ über ihre Kindheit und Jugend in der DDR, ihre Erfahrungen auf einer DDR-Elite-Schule in Eisenhüttenstadt, wie es dort war und sich anfühlte, als die Wende kam. Sabine Rennefanz hat ein sehr bewegtes Leben, hat viele verschiedene Stationen gemacht und beschäftigt sich in ihrem Buch – ähnlich wie wir in unserem Blog – mit der Frage: Was hat all das mit uns gemacht? Und was können wir daraus lernen?

Ihr Buch kann vielleicht als eine Vertiefung der Gedanken angesehen werden, die sie in ihrem Essay „Uwe Mundlos und ich“ (erschienen in der Berliner Zeitung) anriss: „wir hatten die Sehnsucht nach Radikalität gemeinsam, nach einem klaren Weltbild. Wer sich als Jugendlicher in der Nachwendezeit abgrenzen wollte, hatte es nicht so leicht, eine Protestkultur zu finden.“

Es war ein sehr intensives und – finde ich – gutes Gespräch!

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