Sich zeigen, posieren, inszenieren

Ein sehr netter Kurzfilm lief mir da über den Weg, der überspitzt zeigt, wie Narzissmus im Netz blüht

ASPIRATIONAL from Matthew Frost on Vimeo.

Und dann ein schöner Text mit Gedanken zu Brüsten und Montagslächeln. Nein: Es geht nicht darum, dass man seinen Ausschnitt nicht zeigen sollte. Manchmal ist der vielleicht einfach drauf und niemand soll sich verstecken. Es geht vielmehr um die Häufung der Zufälligkeit und die Frage, ob ein Lächeln ohne Brüste eigentlich auch noch was Wert ist. Lieblingszitat:

Die Leute interessieren sich vielleicht einfach nicht dafür, auf eine Krankheit aufmerksam zu machen, wenn sie nichts dafür bekommen. Wenn sie aber eine Möglichkeit darin sehen, sich in Szene zu setzen, damit 800 Follower ihnen unter ihr Selfie schreiben, wie phantastisch sie aussehen – dann denken sie vielleicht darüber nach.

Das Blog der Dame heißt übrigens Brücken_Schlag_Worte und sei hiermit empfohlen.

Sehr schön auch der Text von Melanie Mühl:

Jede Zeit sucht sich die Krankheit, die zu ihr passt: Nach dem Ausgebrannten betritt nun der Narzisst die Bühne. Seine Hemmungslosigkeit ist nicht sein einziges Problem.

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Freundschaft und Internet

Heute morgen schrieb ich an dieser Stelle einen Text, der drei verschiedene Menschen, die mir in diesem Netz begegneten, kurz beschrieb. Dabei habe ich meine eigene Regel gebrochen: Ich habe vor der Veröffentlichung nicht noch einmal eine Nacht geschlafen. Eine Regel, die ich aus guten Gründen befolge. Mit dem Text habe ich einer der Personen vor den Kopf gestoßen. Deswegen habe ich den Text wieder offline genommen. Es war dumm von mir und falsch.

Worüber ich eigentlich schreiben wollte, als ich das „Phämomen Gertrud“ beschrieb, war die Schwierigkeit von Freundschaften in und neben dem Netz. Ich wollte einfach ein bisschen erzählen und nachgrübeln.

Von Freundschaften, die durch bestimmte Verhaltensweisen im Netz korrumpiert werden… Oder die deswegen enden. Weil mich das beschäftigt und mir auch ein bisschen Angst macht.

Aber im Moment bin ich vermutlich die Falsche, über dieses Thema zu schreiben. Ich hoffe einfach mal auf euch! und ich empfehle den Text von Kübra: EIN PLÄDOYER FÜR UNWISSENHEIT

 

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