Intersektionalität im Erscheinungsraum

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Stefan Thesing ist Behindertenpädagoge und er hat sich mit dem ziemlich akademisch daherkommenden, etwas sperrigen Begriff „Intersektionalität“ beschäftigt. In der aktuellen Folge „Erscheinungsraum“ habe ich mit ihm darüber gesprochen. Herausgekommen sind zwei Stunden intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen Diskriminierungsformen und all das in einem, wie ich finde, gut verständlichen Modus. Vielleicht nicht immer in leichter Sprache – diese ist aber auf jeden Fall auch ein Thema. Darüber hinaus geht es um Gehirnforschung, Können und Nichtkönnen und normativ aufgeladene Differenzen.

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Lest was ich las

Vergangene Woche liefen mir folgende Texte über den Weg:

Zwischen Hoffnung und Lächeln
>> Alice Schwarzer schrieb in der FAZ einen Essay über ihre Burma-Reise. Sie fasste ihre persönliche Sicht auf die scheinbar recht komplexe und undurchschaubare Lage dort zusammen. Beim Lesen habe ich viel Neues gelernt, und viele Fragen wurden in meinem Kopf aufgeworfen.

Der „böse Gauck“ und das Netz
>> Ich mag Anatol Stefanowitsch. Er hat einen undogmatischen und dennoch kritischen Blick auf die Dinge. Er bleibt in alle Richtungen skeptisch – und nimmt hier eine erfreulich distanzierte Position in der Debatte um Gauck und diese ketzerische Netzcommunity ein.

Diebstahlsanzeige: männliches Gender gestohlen!
>> eine sehr interessante und kluge Parabel um die Frage: Was machen wir eigentlich, wenn wir unsere Gender-Stereotype losgeworden sind?

Bild von Clodagh McKenna; Photograph: Alberto Peroli - http://www.albertoperoli.it

Clodagh McKenna – Irische Köchin mit nomnom-Rezepten
>> ich mag ja sehr und koche sehr oft nach Jamie Olivers Rezepten. Jetzt habe ich eine neue tolle Ideengeberin entdeckt – und oben ist der Link zu ihrem Food-Diary. Außerdem ist sie Irin – allein damit hat’se mich

Über Begriffe und Begriffsbildung
>> Josef Honerkamp und die Frage: Ab wann muss ein Begriff eigentlich quasi-mathematisch determiniert und festgelegt sein? Wann gibt es umgekehrt die Freiheit zur Interpretation und Auslegung?

Generationengerechtigkeits-Preis 2011/2012
>> „Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) vergibt, angeregt und finanziert durch die Stiftung Apfelbaum, den Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 €. […] Die Ausschreibung richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen. Die Wettbewerbsbeiträge sollen 20 bis 40 Seiten umfassen.“ – Das Thema: „Die Schuldenbremse in Deutschland – Evaluation im nationalen und internationalen Kontext“ Euer Ding? Dann habt ihr Zeit bis 01.06.2012, etwas einzureichen. Viel Erfolg!

Ich hab ne Tante in Marokko…
>> Irgendwo in diesem Netz beschwerte sich jemand, die Kinderliedersammlung einer größeren Deutschen Zeitung (online, Name der Zeitung ist mir entfallen) enthielte das schöne Lied „Tante aus Marokko“. Jedoch seien dort bedenkliche Inhalte (ich hab den genauen Zusammenhang wirklich nicht mehr im Kopf … Ist das schon beginnende Demenz?) – na jedenfalls: Hier eine Version, die gut klingt und absolut PC ist ;)

[youtube=http://youtube.com/watch?v=ch5wicp_K0M&w=550&h=360]]

Die Kinderlieder von TamTam sind sowieso alle sehr schön und man kann in diesem Internet eine CD davon kaufen – aber genug der Werbung. Wer suchet, der findet.

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Lesens- und Bedenkenswertes – 5./6. KW

Eine neue Rubrik? – Eine neue Rubrik!

Im Grunde nur eine kleine Linkschleuder. Leute, die wie ich kein twitter nutzen (oder Facebook), denen bleibt ja nur ihr Blog, um anderen mitzuteilen, was sie lesen. Dank Instapaper keine schwierige Aufgabe. Los geht’s:

The Female Orgasm Explained
>> Dieser Link wird euch zu einem Film führen, dessen Inhalt ihr sicher erraten könnt.

Kleben Sie sich diese Kolumne auf den Arsch!
>> Endlich ein Mittel gegen Cellulite! Wirklich!

Was heißt es überhaupt, Akteure ernst zu nehmen?
>> Ein Artikel in der FR beschäftigt sich mit Luc Boltanski. Ich mich auch. Boltanski ist ziemlich mein Ding :)

1,3 Milliarden können nicht irren – Zeitungen in China
>> Philipp Mattheis, ein alter Bekannter von mir, hat ein Blog. Und wohnt jetzt in China. Wie ich las. Wirklich interessant – vor allem dieser Text über die Chinesische (Selbst-)Zensur.

Streetart Utopia
Street Art Utopia
>> Wirklich: Das ist Utopia. Wunderschöne Bilder. Hach.

Kobold und Elfe – Wie der kleine Unterschied groß geredet wird
>> so lautet der Titel eines Artikels über Gender-Stereotype von Luzieh.Fair – eine Zeitgenossin in der Freitags-Community, die ich sehr schätze.

Liebe FDP und andere Kirchengründer!
>> Hach – Mely Kiyak, eine Anhängerin des FSM, sucht nach den Unterschieden zwischen Parteien und Religionen. Köstlich.

Ist Chinas Aufstieg zur global dominanten Macht unaufhaltsam?
>> Der Chef (Herfried Münkler) hat ein Buch gelesen und bespricht es in der FAZ. Klingt nicht unspannend.

My Ex went to prison for sex crimes
>> Harter Tobak: Bericht einer Frau, deren Ex-Mann pädophil ist und wegen Sex mit einem Teenager ins Gefängnis ging.

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Das Y-Chromosomen hat nicht die Hosen an

(Dieser Text erschien zuerst als Kolumne auf Freitag.de)

Der Sohn unser Kolumnistin hat sich einen Rock ausgesucht. Als Feministin sollte sie das freuen. Aber so einfach ist das nicht mit der geschlechtersensiblen Erziehung

Tatsächlich wächst Leo seit eh und je zumindest von unserer Seite ohne geschlechtsspezifische soziale Vorgaben auf. Ich kenne viele Menschen, die fest glauben, dass Jungen von Natur aus am liebsten mit Autos spielen, aggressiver sind und nicht so gerne malen, wohingegen Mädchen sich gerne kümmern, sozialer sind und rosa brauchen. „Alles in den Genen.“ Für mich sind das Märchen.

Deswegen lasse ich beiden Kindern ihre Freiräume, in denen sie sich einfach entwickeln können, wie es ihnen passt. Das Gute ist, dass ich mit einem Jungen und einem Mädchen gesegnet bin. „Du und dein kleines Gender-Experiment“, sagt mein Mann immer schmunzelnd, wenn ich mich darüber freue, weil ich so an den beiden ausprobieren kann, ob und wie geschlechtersensible oder „-neutrale“ Erziehung funktioniert. Weiterlesen

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