Aktivismus zwischen Burnout und Selbstzerfleischung

Florenz_2013Kurz und knapp: ich habe vor über einer Woche den Vortrag von Teresa Bücker auf der re:publica 2014 auf youtube geschaut und finde, das solltet ihr auch tun. Sie erklärt einige wichtige Dinge in Zusammenhang mit Aktivismus im Netz und welche Schwierigkeiten und Probleme er mit sich bringt.

Der Text von Susanne, den sie als Reaktion darauf schrieb, bringt sehr vieles zum Ausdruck, was auch in Bezug auf die Thematik empfinde. 

Man kann die Sache auch noch weiterspinnen, weitere Fragen aufwerfen: Das ist etwa die Frage nach der Macht, die durch Ausschlüsse erzeugt wird; das ist die Frage nach der Wirkung von Aktionen; und die Frage nach der Debattenkultur: Darf man gar nicht mehr kritisieren? Oder ist es vielleicht okay, die Mittel zu kritisieren, wenngleich man das gleiche Ziel verfolgt? Welche Kritik ist überhaupt legitim, wenn man doch vermeintlich auf der „gleichen Seite“ steht? Was bedeutet es, wenn Leute vor allem ad hominem kritisieren?

Fragen über Fragen und deswegen empfehle ich ergänzend zu Tessas sehr gutem Vortrag außerdem den Podcast Alternativlos 31  in dem Linus, Frank und Fefe wie ich finde treffend diese und andere verschiedene Aspekte beleuchten – gerade die zweite Hälfte, die ich nun heute auch endlich mal fertig gehört habe, ist sehr wohltuend. Weil die nötigen Unterscheidungen getroffen werden (auch großes Thema im aktuellen Erscheinungsraum, dass Unterscheiden sehr wichtig und hilfreich sein kann) und die aktuellen Entwicklungen gerade im Netz systematisch untersucht werden.

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„Sisterhood is Powerful. It kills. Mostly sisters.“

Dieser Satz ist der feministischen Aktivistin Ti-Grace Atkinson zuzuschreiben. Er betrifft die Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre. Heute allerdings könnte sich die Geschichte wiederholen.

Das Thema ist in diesem Blog hier schon öfters angesprochen worden: Feministinnen gegen Feministinnen. Ausschlüsse. Das Versagen von Respekt. Das Austragen von Konflikten auf einer persönlichen Ebene – statt auf einer politischen.

Jill Filipovic hat im Guardian letzten Mai eine Auseinandersetzung mit dem Thema verfasst:

„Trashing each other and exclusion have been hallmarks since the movement began, and each generation of feminist activists seems to suffer the same in-fighting.“

und die aktuelle Ausgabe des Magazins „The Nation“ hat den internen Kampf im Feminismus als Titelthema. In einem fünf Seiten langem Text analysiert die Autorin, wie derzeit eine Gruppe von Menschen und dem Argument der Intersektionalität versucht, andere zum Schweigen zu bringen und/oder in eine Ecke zu stellen: weiß, rassistisch, privilegiert, cis-hetero oder sonst etwas. Jedenfalls: Schlechte Menschen. Diese Aktionen nennen sich „Trashing“.

„Though Mukhopadhyay continues to believe in the empowering potential of online feminism, she sees that much of it is becoming dysfunctional, even unhealthy. “Everyone is so scared to speak right now,” she says.“

Im aktuellen Lila Podcast haben Susanne und ich versucht, das schwierige Thema aufzugreifen. Unser Eindruck: Wir müssen darüber reden, wir müssen Wege suchen, die da raus führen. Denn sonst „überleben“ im Feminismus immer nur die ganz hartgesottenen Haudegen. Alle anderen werden im feminist burnout demoralisiert.

Darüber hinaus sprechen wir über sexistische Werbung, über den Steuerfall Alice Schwarzer, über Chick Lit, die feministischer werden sollte, über Vorbilder wie die Philosophin Agnes Heller und vieles mehr. Also hört doch mal rein. Und gerne: Diskutiert mit. Aber bitte dort.

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Das Internet vergisst nichts

Richtig – umso wichtiger ist es, dass wir lernen zu verzeihen.

Ich gelte als „manchmal nicht so diplomatisch“(und schlimmeres), weil ich (obgleich in der Regel recht respektvoll und fair agierend) wenn ich wirklich wütend bin, manchmal harte Worte finde. Das ist nicht häufig, aber vielleicht gerade deswegen erschreckend. Denn von mir erwartet man das scheinbar nicht. Und außerdem bin ich eine Frau. Frauen erledigen sowas hintenrum. Fand ich immer schon scheiße.

Andere Menschen sind sehr viel unverholener nicht diplomatisch. Die harten Worte sind ihr Handwerk. Täglich.

Wieder andere Menschen sind in der Regel wie ich, aber manchmal geht es mit ihnen durch und anstatt die Sache zu reflektieren und von mehreren Seiten zu beläuchten, platzt es aus ihnen raus. Undifferenziert wird in alle Richtungen geschlagen, alles kurz und klein – was gerade da ist.

Das Netz ist in solchen Situationen nicht unser Freund. Es vergisst niemals und wenn wir in drei Jahren zu einem Thema etwas zu sagen haben, kann es gut sein, dass jemand unsere Sünden von heute heraussucht. All das kennen wir schon aus dem analogen Leben, den Grünen fliegen gerade Fehler von vor dreißig Jahren um die Ohren. Während man bei der CDU/CSU sehr schnell verzeihen kann. Und das ist vielleicht ihre Stärke. „Das Internet vergisst nichts“ weiterlesen

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Öffentliche Empörung bringt Klicks – geil!

Hi,

es sollte einmal ein kleines (offenes) Geheimnis ausgesprochen werden: Wenn ich mich über bestimmte Personen in diesem Blog empörte, brachte es mir meistens gute Klickzahlen. Kritik wird gern gelesen. Vor allem dann, wenn es in den anderen vielleicht auch schon brodelt, es sich aber noch niemand „getraut“ hat, es auszusprechen. Das Brodeln der Anderen ist dabei ein sehr problematisches Phänomen. Letztendlich ist es genau der Punkt, der die vielen Klicks generiert. Es zu nutzen (also aktiv) stellt daher immer ein zu hinterfragendes Problem dar. Es sollte nicht der Hauptgrund sein, eine Kritik aufzuschreiben.

Warum ich das schreibe? Nun: Ich schreibe es, weil ich im Internet durch diese selbst gemachte Erfahrung und Beobachtung immer sehr gut nachvollziehen kann, wenn mit dem Brodeln der anderen sozusagen „gespielt“ wird. Das ist in politischen Fragen auch völlig legitim. Wenn aber nicht eine Sache oder ein Inhalt, sondern eine Person zum Zielpunkt wird, dann geht es los mit dem Bereich, den ich schwierig finde. Wir alle kennen doch diese Texte (oder Podcasts, oder Youtube-Videos): Person X wird anvisiert, man hackt einfach ein bisschen auf sie ein, stellt sie als lächerlich dar und lasst kein gutes Haar an ihr – Klicks – Klicks – Klicks! Ne ziemlich „sichere Sache“. Es gibt Menschen, die haben sich darauf spezialisiert, sich an Leuten abzuarbeiten und damit Aufmerksamkeit zu generieren.

Meine These: Wenn es bestimmten Personen nicht gut geht, dann ist es eben ein sehr günstiges Mittel, andere auszuwählen, über die man sich qua
– politischer
– historischer
– intelligenzquotientaler
– moralischer
– [setzt doch ein, was ihr wollt]
Überlegenheit dann wieder groß, besser, stärker fühlen kann.

Menschlich, dieses Bedürfnis. Kenn ich ausm Kindergarten, aus der Grundschule und aus meiner Pubertät – hab ich oft genug hingehalten für. Im Kindergarten und in der Schule spricht man von Mobbing oder Bullying. Wenn Erwachsene das im Netz tun, dann schaffen sie es aber meistens ganz gut, es so zu verschleiern, dass sie scheinbare Legitimität generieren: Argumentiert wird meistens mit der öffentlichkeit der Person, die zur Zielscheibe gemacht wird. Diese habe doch eine sehr weite Reichweite. Wenn die Person etwas öffentlich sage, müsse sie doch damit rechnen, dass es Kritik gäbe. Wenn die Person sich eventuell auch noch in einer politischen Partei auf was für einem Posten auch immer engagiere, sei man quasi in der Pflicht, sie „auseinanderzunehmen“. Das mache man doch in dieser Demokratie mit allen parteipolitischen Personen.

Ja. Mancherorts ist das üblich. Kampagnen gegen Personen gibt es meistens in der BILD und ihren niveaugleichen Regionaläquivalenten. Es ist eine Methode, die sich neben dieser besonderen Ecke der Journaille im Internet vor allem sogenannte Maskulisten in ihren Foren angeeignet haben. Sie arbeiten sich mit Vorliebe an Texten von Feministinnen ab. Sinnentstellung, Verkürzung von Aussagen und andere Arten des unfairen Diskutierens können hier in meisterhafter Perfektion nachvollzogen werden. Maskulisten führen eine personenzentrierte Auseinandersetzung mit dem Feminismus. Sie ergötzen sich dann an Textteilen und heizen sich gegenseitig auf, bestätigen sich dadurch letztendlich in einem Fort, um sich dann groß und stark – und männlich zu fühlen.

Wie macht man es besser?

Ein Versuch, ein paar „Anstandsregeln“ zu entwerfen: Wenn ich einmal wirklich wütend war, während ich Kritik formulierte, schickte ich Relaitivierungen und Rechtfertigungen voraus. Den eigenen Standpunkt relativieren kann ein Mittels sein – andererseits sehe ich darin zwei Probleme: Eigentlich sollte man keine Kritik formulieren und Personen damit adressieren, wenn man wirklich wütend ist. Außerdem sollte man den eigenen Standpunkt nicht relativieren – er ist doch wichtig. Andererseits muss die Aktualität und der Bezug zur *inhaltlichen* Debatte noch gegeben sein. Denn klar: Manchmal geht es nicht, dass man das, was öffentliche Personen so schreiben, sagen, tun – und dafür noch Applaus ernten – so stehen lässt. Der eigene inhaltliche und politische Standpunkt ist wichtig. Der eigene Standpunkt sollte das zentrale Anliegen sein – nicht das Niedermachen des anderen Standpunkts. Hier sollte man abwägen. Muss der Text wirklich jetzt sofort sein, oder lasse ich ihn noch eine Nach „liegen“ und arbeite dann noch einmal entschärfend daran? Wenn es wirklich sofort sein muss, dann sollte man darauf achten, dass die Inhalte zentral sind – nicht das bashing der Person. Natürlich sind die Grenzen verschwimmend, man kann nie ganz genau sagen, was jetzt genau der Sinn ist. Was die Intention. Außerdem sind manchmal die emotionalen Texte die besten – keine Frage. Aber:

1. Dosiert eure personenzentrierten Rants bitte wohl.

2. Nehmt es euch nicht zu sehr zu Herzen, wenn ihr gerantet werden. Schaut euch die Ranter-Seite an: Vermutlich seid ihr nicht die einzigen, die es dort trifft. Und wenn ja: Okay – vielleicht mal über die Inhalte nachdenken. Und dann auch wieder loslassen.

3. Offline mehr nutzen! – wenn ihr negative Gefühle habt, die allzumenschlich sind, dann schreibt sie doch in euer Tagebuch. Und wenn euch digital jemand anpupst, geht offline und knuddelt reale Menschen.

Und für twitter: Vergesst Twitter-Rants. Das Gemotze, das Gemecker, jeder kleinste Frustpups – alles landet dort. Immer wieder mal ausschalten und Pause machen und eine „Timeline-Psychohygiene“-Strategie entwickeln.

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Nicht lesen!

Dieser Text erschien zuerst als Kolumne auf freitag.de

Eine kleine Geschichte der Triggerwarnung

Triggerwarnungen sind momentan recht häufig zu beobachten, vor allem in diesen sozialen digitalen Medien. Menschen äußern sie und immer häufiger fordern Menschen sie von anderen ein. Thematisch ist die Bandbreite groß. Ursprünglich stammen sie aber aus Selbsthilfeforen für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Menschen, die zum Beispiel eine traumatische Erfahrung in ihrem Leben gemacht haben sollen durch Triggerwarnungen davor geschützt werden, Dinge zu lesen, die in ihnen Gefühle auslösen die sie wieder diese Erfahrung durchleben lassen. Denn in Selbsthilfeforen ist es einerseits nötig, dass die dort miteinander kommunizierenden Menschen offen über zum Beispiel Traumata reden können, andererseits ist es wichtig, die Menschen dort davor zu schützen mit den Geschichten anderer derart konfrontiert zu werden, dass es eine neuerliche Krise auslöst.

Foto: CC BY-NC-SA 2.0, http://www.flickr.com/photos/mysteryship/2656817729/sizes/m/in/photostream/ von mysteriship

Von solchen Triggerwarnungen soll im Weiteren nicht die Rede sein. Sie sind so nachvollziehbar und sinnvoll, wie die „Triggerwarnungen neuer Art“ in anderen Kontexten in meinen Augen problematisch sind (diese Differenzierung führte schon zu der Triggerwarnung über eine Triggerwarnung über eine Triggerwarnung). Als ich im April 2008 anfing in der Mädchenmannschaft zu bloggen, war die Triggerwarnung ein auf Selbsthilfeforen beschränktes Phänomen. Seit März 2011 bin ich nicht mehr Autorin in der Mädchenmannschaft und zufällig tauchte um diese Zeit herum zum ersten Mal das Wort „Triggerwarnung“ dort auf. Das Phänomen ist also in den neuen Kontexten gerade einmal ein gutes Jahr alt (anderswo mag es früher los gegangen sein. Das ändert aber nichts daran, dass es einmal nicht so selbstverständlich war, wie heute getan wird. Und damit bleibt die Aufgabe, es kritisch zu reflektieren).

Das Ziel einer Triggerwarnung ist es, Schmerz bei den Betroffenen zu vermeiden und alte Wunden nicht aufreißen zu lassen. Es geht also um die Schaffung eines Safe Spaces. Es sollte eigentlich keine Frage sein, dass es solche Räume geben sollte. Aber es sollte einmal darüber gesprochen werden, wie weit dieser Schutz zu gehen hat, wie weit er in die Öffentlichkeit reichen sollte, oder umgekehrt, wie subjektiv oder privat er bleiben soll. Denn mit Hannah Arendt gedacht ist Öffentlichkeit immer auch ein Ort, der politische Diskurse in Freiheit ermöglicht. Bei ihr geht damit immer auch die Möglichkeit des Scheiterns einher. Es wäre anmaßend, die in Vita Activa dargestellte Vision einer politischen Öffentlichkeit, wie Hannah Arendt sie dachte, hier in wenigen Sätzen zu verkürzen, aber was Kurt Sontheimer über das Werk schreibt könnte genügen, um den Punkt zu verdeutlichen, um den es mir geht: „Dem Menschen den notwendigen Raum für die Politik, das heißt für das freie Handeln offenzuhalten, dies war das wesentliche Ziel von Hannah Arendts politischer Theorie.“ Triggerwarnungen sind damit im Kern unpolitisch. Denn sie sollen Risiken jeder Art abschaffen und schränken damit freies Handeln ein.

Ein selbstversicherndes Ritual

Hinzu kommt, dass in Öffentlichen Räumen und in Diskussionen von moralischen und von politischen Anliegen unterschieden werden sollten. Triggerwarnungen wie sie jüngst in Erscheinung treten beinhalten eine stark moralische Komponente, in der Form, dass sie das, was als „triggernd“ bezeichnet wird, moralisch abwerten. Sie stellen eine vorweggenommene (heftige) Wertung dar, die hinter einer BeschützerInnen-Intention versteckt wird. Abgesehen davon, dass sie wohl kaum wirklich dazu dienen können, dass der Inhalt, über den die Warnung verhängt wird nicht gelesen wird (im Gegenteil: der Effekt ist wohl eher der gleiche wie bei der Aufforderung „denken Sie jetzt nicht an einen rosa Elefanten!“), kommen sie mit der Intention der Undiskutierbarkeit daher. Oder wie Tim Weber (@Scytale) auf twitter kommentierte:

Triggerwarnungen sind Glaubenssache.

@Scytale

Tim Weber

Ähnlich wie andere Glaubenssachen sind sie damit zu einem Ritual geworden. Rituale folgen immer nach bestimmten Regeln, sie sollen Struktur, Orientierung und auch Zusammenhalt einer Gruppe stiften. Es gibt die unterschiedlichsten Rituale. Angefangen beim hysterischen Kreischen von Teenagern in der Gegenwart von Stars, über die Taufe oder Hochzeit, bis hin zu solch profanen Alltagsriten wie einem gemeinsamen Frühstück in einer Familie. Rituale dienen immer auch der Selbstversicherung: Wir sind wir. Damit erzeugt ein Ritual auch immer Rahmen: Symbolisches Wissen, kulturelle Identifikation, räumliche Zugehörigkeit oder auch Normen und Werte werden definiert – es bilden sich Gruppen, die diese Teilen. Und damit entstehen auch Intergruppenbeziehungen (hinter diesem Link versteckt sich ein DOC). Denn mit Triggerwarnungen bildet sich ein WIR. Ein wir, das gekennzeichnet ist durch die Übereinkunft, jene, die sich nicht selbst schützen können, zu schützen; besonders aufmerksam zu sein und besonders befähigt, das potentielle Leid anderer zu partizipieren. Damit entsteht auch ein „die anderen“, alle jene, die keine Triggerwarnungen aussprechen. Warum die einen es tun, die anderen nicht wird dabei nicht thematisiert. Es nicht zu tun wird aber abgewertet. Eine weitere interessante Theorie gesellt sich zu den Erklärungsansätzen über dieses Phänomen: Die „Bedrohungtheorie“, wie sie in „The role of threat in intergroup relations“ beschrieben wird. Bedrohungen werden hiernach von Gruppen definiert und zwar entlang subjektiver Wahrnehmungslinien was diese Bedrohungen angeht. Daniel Geschke sagt dazu: „Weil es dem eigenen Selbstwert dienlich ist, wird versucht, positive Distinktheit der eigenen Gruppe herzustellen.“ (Daniel Geschke: Vorurteile, Differenzierung und Diskriminierung – sozialpsychologische Erklärungsansätze; In: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte, 16. April 2012). Es ist der gleiche Mechanismus, der in unserer Gesellschaft zu Sexismus, Rassismus, Klassismus und vielen anderen Diskriminierungen und Vorurteilen führt.

Einen Schritt zurück

Wir sind alle Menschen und wir neigen alle dazu, uns in Gruppen zu begeben, die uns unser Selbst versichern und die uns gegen potentielle Bedrohungen absichern. Es ist, wie neue Forschungen zeigen, ein Mechanismus, der vermutlich sogar in unsere Gene eingeschrieben ist (nach innen „flauschen“, nach außen beißen – ForscherInnen aus Amsterdam weisen nach, dass Oxytocin dabei eine sehr ambivalente Rolle spielt). Umso wichtiger aber scheint es mir, dass gerade die, die sich gegen die genannten Diskriminierungsformen nach eigener Selbstbeschreibung einsetzen wollen, bewusst die Konstruktion neuer Sozialer Identitäten umgehen (einen kleinen Abriss über die Theorie der Sozialen Identität findet sich bei wiseGEEK und in der Wikipedia – entschuldigung, dass ich noch ein Fass aufmache, aber ich möchte das Thema gerne von verschiedenen Perspektiven ausleuchten. Die Links in diesem Text sind dazu ein Angebot des Weiterlesens – keinesfalls ein Muss). Denn ja: Es gibt viele Reale Probleme, die im öffentlichen Raum verhandelt werden sollten. Es gibt auch reale Traumata und psychische Erkrankungen. Menschen erleiden viel Schmerz. Menschen werden abgehängt und diskriminiert. Es muss möglich bleiben, diese Dinge zu differenzieren. In meinen Augen verwässert man die Ernsthaftigkeit hinter der Idee von Triggerwarnungen, indem man sie inflationär benutzt. Und gleichzeitig werden Ausgrenzungen erzeugt, die entlang moralischer statt politischer Kategorien geschehen. Beide Effekte können nach meinem Kenntnisstand nicht das Anliegen derjenigen sein, die heute zu diesem Mittel greifen. Es ist ja aber auch noch sehr jung. Denken wir darüber nach – und vielleicht finden wir andere Wege, Ärger und politische Meinungsverschiedenenheit auszudrücken.

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Treffen und hören: die Kadda auf der re:publica 12

Auch dieses Jahr werde ich mich wieder aktiv auf der re:publica einmischen. Und es ist mir eine besondere Freude, denn dieses Jahr darf ich das tolle Projekt Featurette von Frau Lila vorstellen. Vielleicht erinnern sich einige von euch noch an meinen letzten Vortrag auf der re:publica: Ich sprach über Stereotype, über Sichtbarkeit und Wettkampf – und wie das alles sich auf ein unausgeglichenes Macht- und Einflussverhältnis zwischen den Geschlechtern in der digitalen Gesellschaft auswirkt. Bei Blogger_innen im Gespräch (Link führt zum Video) mit Philipp Banse erklärte ich das alles auch noch einmal in Kurzform.

Das wirklich tolle ist, dass aus all den dort angestoßenen Ideen und Diskussionen wirklich weiterführende Projekte und Lösungsansätze erwachsen sind. So kann ich euch dieses Jahr das von Susanne Klingner, Barbara Streidl und mir (AKA Frau Lila) entworfene Webmagazin Featurette vorstellen, das genau am Problem der mangelnden Sichtbarkeit ansetzt und eine Lösung versucht. Die Featurette wird ein Portal, das gute Webinhalte stärker herausstreicht, indem es sie in einem Webmagazin präsentiert. Im Falle der Featurette sind das Inhalte von Bloggerinnen zu einer großen Themenbreite.

nullEin zweiter wichtiger Schritt ist unser Kontakt und Austausch mit Wikimedia e.V. zur Frage der Gender Gap in der Wikipedia. Auch hierzu wird es auf der re:publica eine Diskussionsrunde geben. Denn Wikimedia e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in der Wikipedia zu verdoppeln (er liegt jetzt bei ca. 9 Prozent). International gibt es viele tolle Ansätze und die Vernetzung nimmt richtig Fahrt an. Diesen Vibe wollen wir auch für Deutschland nutzen und gemeinsam diskutieren, wo genau die Probleme liegen, welche Ideen innerhalb der Community existieren und welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen die Gender Gap hat. Es diskutieren:
Susanne Patzelt (Journalistin)
Andreas Kemper (Autor)
Anja Ebersbach (Präsidium Wikimedia Deutschland)
Dirk Franke (Präsidium Wikimedia Deutschland, Wikipedianer)
Stefanie Senger (Wikipedianerin)

ich habe die Ehre der Moderation.

Beide Veranstaltungen finden am Mittwoch, 02. Mai, statt.

Ich freue mich!

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Ein Rückblick mit Anti-Flausch-Komponente

Noch schnell vor Ostern und vor dem Umzugsstress eine kleine Linkschleuder, damit das einfach mal erwähnt ist, was in meinem Instapaper geduldig wartend herumliegt:

Giving Women the Access Code
>> Sehr guter Artikel über die verschiedenen Probleme im Bereich Frauen und Informatik. Mit dem tollen Schlusssatz einer, die es durchgezogen hat:

“If you’re constantly pushing yourself, and putting yourself in new environments, you’ll feel it over and over again,” she said. “So the only really important thing is not to let it stop you.”

es östert sehr. Bild (CC BY-NC-SA 2.0) von 30003019 via Flickr: http://www.flickr.com/photos/30003019/425477231/

Changing our culture of consumption
>> Oh ja – spannend, spannend! Wie färben sich Klasse und Kultur eigentlich auf unsere Einstellung zur Umwelt ab? In Salon spricht die Autorin von „True Wealth“ darüber, wie sich Konsum und Umweltschutz gegenseitig bedingen. Wie man am Konsum ansetzen muss, wenn man die Umwelt schützen will. Lang aber lesenswert.

Überlegungen zur repräsentativen Demokratie
>> Auch Antje Schrupp denkt über die repräsentative Demokratie nach und ist zuerst kurz überrascht, dass es doch auch ganz passabel damit läuft – auch wenn diese positive Überraschung nicht länger als einen Blogpost halten mag.

Presse und Freiheit
>> Julia Schramm ist Piratin. Und manchmal auch schnell auf 180. So wie viele PiratInnen. Impulskontrolle ist nicht immer deren beste Disziplin – aber das macht nichts. Das ist unterhaltsam. Nun schlägt Julia oftmals auch sehr nachdenkliche und politisch sinnierende Töne an. Besonders gut gefallen hat mir ihre Reflexion über die Presse, die bösen Schlagzeilen und wie damit umzugehen sei.

„Nur weil ich schwarz bin“
>> Kübra Gümüsay denkt in ihrem fremdwörterbuch ein wenig über die problematischen Implikationen nach, die eine häufige und manchmal unpassende Verwendung dieses Satzes haben kann. Sie denkt sich dabei zurück in ihre eigene Kindheit und holt die damals gemachten Erfahrungen hervor, um aktuelle Diskussionen zu reflektieren. Besonders schön fand ich die Aussage: „Doch wir sagten diesen Satz so oft, gebrauchten ihn so inflationär, dass er seine Wirkung verlor.“

Friedensnobelpreisträgerin verteidigt Homo-Verbot
>> die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf hat in einem Interview das Verbot von Homosexualität in ihrem Land verteidigt. 2011 hatte sie für ihren Einsatz gegen die Vergewaltigung von Frauen den Friedensnobelpreis erhalten. queer.de berichtet.

Der erfundene Horror der chinesischen iPad-Fabriken
>> lest es bitte als eine Gegendarstellung einer früheren Meldung einer meiner Linkschleudern – und dankt der FAZ für eine Klärung. Und ich denke mal über das nach, was man einfach so glaubt, glauben muss, schlucken muss und wieviel davon vermutlich einfach nicht stimmt.
(via mh120480)

Chaos der Kulturen
>> So heißt das neue Buch von Necla Kelek, auf das ich mich sehr freue. Ich mag Necla Kelek eigentlich ziemlich gerne, teile ihre Art, an die Dinge heranzugehen bislang beinahe eins zu eins. Der Freitag hat sich hier sehr viel Mühe gemacht und liefert flankierende Artikel und Videos.

„Es gibt eine Menge afrikanischer Blogger, wir hören ihnen nur nicht zu“
>> sagt Ethan Zuckerman und als derjenige, der bereits umsetzt, was ich neulich als „neue“ Idee hatte liefert er einen sehr interessanten Einblick und neuen Standpunkt zu Fragen wie: Was ist eigentlich „Qualitätsjournalismus“? Warum verpasse ich so viel in meiner Filterbubble – und ist das schlimm? Wie überbrücken wir in der Zukunft die Sprachbarrieren, damit das Internet sein Kommunikations- und Informationspotential besser entfaltet. Großes *hach* – und lesen – husch!

Weniger Arbeit für alle!
>> und mit dieser Forderung sprechen die fuckermothers wohl nicht nur mir aus der Seele.

Amerikas unmoralischer Dronen-Krieg in Pakistan
>> ist Thema dieses Salon-Artikels. Eine Debatte, die uns ab jetzt wohl häufiger über den Weg laufen wird. Dronen sind die logische Konsequenz einer „postheroischen Gesellschaft“, sagt Herfried Münkler. Was aber bedeutet das für die Kriege, in denen sie eingesetzt werden? Für die Menschen, die angegriffen werden? Für die Bilder, die um die Welt gehen… 1.000 Fragen.

Feminismus für Fortgeschrittene
>> titelt die Zeit und betrachtet unter diesem Titel die britische Autorin Caitlin Moran und ihr Buch „How to be a woman“. Es ist unter sehr vielen verschiedenen Aspekten gesehen ein sehr interessanter Mensch, der hier schreibt. Aber lest selbst.

Die Entzauberung des Kuschelhormons Oxytocin
>> Solche Artikel mag ich aus Prinzip: Etwas, das Jahrzehntelang als völlig klar galt und fast schon jedem Schulkind bekannt war wird einfach dekonstruiert, weil man quasi das Gegenteil herausgefunden hat. Ja: Oxytocin macht uns irgendwie „flauschiger“ – hach FLAUSCH – aber je flauschiger wir sind, so die Ergebnisse, desto ausgrenzender werden wir. Desto intoleranter gegen das den Flausch störende. Das ist auf so vielen Ebenen spannend! Danke, du Forschung du – du bist eben doch besser, als dein Ruf!

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Gehirnschrittmacher der letzten 14 Tage

Es hat sich einiges angesammelt:

 
 
Too BIG to Fail – McPlanet.com 2012
>> Ich erinnere mich noch gut an meine Arbeit im Kongressbüro zum allerersten McPlanet.com-Kongress und möchte euch deswegen auch den diesjährigen Kongress von attac, Greenpeace, Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und vielen anderen empfehlen. Wie der erste findet auch dieser wieder in den Räumen der TU Berlin statt – da werden Erinnerungen wach <3. Bis 11.03. gibt es noch einen FrühbucherInnen-Rabatt bei den Tickets.   Selbstbewusst und stolz und mit Spaß am Feminismus.
>> Auf Facebook und bei G+ beteuert Antje Schrupp, der kämpferische Teaser sei ja nicht von ihr, sondern von der Redaktion. Mir gefällt er aber super gut – er passt sehr gut zu meinen eigenen Gedanken zum 8. März (nachzulesen bei Freitag.de) und auch der Rest des Artikels trifft ganz meinen feministischen Geschmack.
 
Die Kraft der Vorverurteilung
>> Ich finde: Unabhängig von der Causa Wulff stecken in diesem Beitrag von ed2murrow, einem Autor des auch ansonsten sehr lesenswerten Blogs „Die Ausrufer“, sehr viele grundsätzliche und gute Gedanken drin.
 
Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires
>> Der Verein Wikimedia sponsert Frauen die Reise zum WikiWomenCamp, einem internationalen Treffen von Frauen in der Wikimedia, die Reise nach Buenos Aires. „Die Kurzbewerbung sollte darauf eingehen, in welcher Form du in Projekten der Wikimedia oder Wikipedia involviert bist und wie du zum Gelingen des Camps beitragen möchtest.“ heißt es im Blog der Wikimedia. Vielleicht etwas für dich?
 
Die Antwort von Mithu Sanyal auf einen Leserinnenbrief in der Missy
>> Also man muss schon noch ein bisschen mehr gelesen haben, um zu verstehen, worum es hier geht. Ausgangspunkt (leider linklos) war der Artikel „Vergewaltigung gibt es nicht“ im Missy Magazine. Dieser versuchte, eine komplett neue Perspektive auf kulturelle Deutungsmuster im Zusammenhang mit Vergewaltigung einzunehmen. Ich zerdenke das Thema schon seit langem. Auf jeden Fall provozierte der Artikel diesen Leserinnenbrief – und oben eben die Antwort.
 
„Pretty is not something I often feel“
>> Ich kann zu diesem Text von Heather Ryan noch immer nicht viel sagen. Er macht mich traurig. Und hilflos. Vielleicht reicht das ja, fürs erste.
 
Das Offene Köln wurde abgemahnt
>> Und tut das erstmal Richtige: Es spricht sehr ausführlich und detailreich darüber. Die Abmahnenden melden sich auch zu Wort und bekräftigen noch einmal, dass es „Datensozialismus“ mit ihnen nicht geben wird. Ich möchte bitte ein Sozialismus-Bingo, ja? Die ganze Bingo-Karte ist voll nur mit dem Wort Sozialismus – es fällt in letzter Zeit einfach so geil oft.
 
Girls and Video Games: A Feminist Look
>> cooles Video :)
 
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=7iNSqvCumYk&feature=related&w=550]
 
Über den Nachteil geschützter Räume
>> ich schicke vorweg: Das Blog, das hier verlinkt ist, hat weder Impressum noch sonst irgend eine erkennbare Bezüglichkeit. Es arbeitet sich aber deutlich an der Mädchenmannschaft ab und der Name „elitemedium“ verweist auf „medienelite“ – also Nadine Lantzschs Blog – als irgend einen Stein des Anstoßes, dieses Blog am 06. März komplett neu zu eröffnen. Es wird in der „Wir“-Form geschrieben. Aber der Artikel bezieht sich auf mich und deswegen sei er hier als Mögliche Ergänzung zu „Moralisierung und Abgrenzung“ erwähnt.

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„Erstmal das Einander-Respektieren und Zuhören“

Zu meiner vorletzten Kolumne mit dem Titel „Zusammenerziehend!“ gab es eine sehr schöne, lange und auch produktive Debatte – wie ich finde. Besonders engagiert diskutierte Ideefix, der sogar eine längere Antwort in Form eines Blogtextes formulierte (leider nicht mehr verfügbar). Ideefix hat entlang der geschlechterstereotypen Rollenaufteilung bei der Kinderziehung die Erfahrung gemacht, wie diese sich mindestens ebenso negativ auf seine Ausgestaltung einer aktiven Vater-Rolle auswirkte, wie ich sie allzu oft bei den Müttern erlebe. Er berichtet somit von der zweiten – nur seltener thematisierten – Seite der selben Medaille. Ich finde diese Sichtweise in der momentanen Debatte um Väterkultur – wie sie in einem klassischen Negativbeispiel derzeit bei der SZ nachzulesen ist – so wichtig, dass ich euch hier Auszüge aus seinen Kommentaren anbieten möchte. Mehr davon gibt es dann wie gesagt unterhalb meiner Kolumne. Und hoffentlich irgendwann auch andernorts wieder.

[…]

Meine Konsequenz daraus war übrigens, die Hauptverantwortung in der Erziehung zu übernehmen, aber nicht nur als häuslich präsenterer Elternteil, sondern als Realvater – auch für unseren Jüngsten (andere Mutter).
Glauben Sie meine Ex hat sich ab dem Moment auch nur eine Sekunde auf Zusammenerziehung eingelassen? Nene. Sie wollte weiter die Leitlinien machen, in Vorgaben gehen und die Ziele bestimmen – da sie als Frau meinte sie habe Anrecht auf die Anerkennung eines ihr durch die Mutterschaft zukommenden Definitions – und Deutungshoheitsanspruchs, der einem Führungsanspruch in Fragen der Erziehung gleichkommt.

Damit hängt zusammen, dass es auch eine nicht unbeträchtliche Beschämung darstellen kann, wenn eine Mutter in Fragen der Aufzucht und Erziehung nicht die gewohnte Hauptrolle spielt und sich die Aberkennung des o.g. mütterlichen Anspruchs dann z.B. in Denunziationen des Vaters auslebt.

Zusammenerziehung wäre eine schöne Vision, leider bricht sie sich zu oft an inkorporierten und internalisierten Übermütterlichkeiten, welche mir synonym zu weiblichen Hamsterrädern erscheinen.

und: „„Erstmal das Einander-Respektieren und Zuhören““ weiterlesen

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Bring das Roller Derby in der Wikipedia auf Vorderfrau!

Heute erreichte mich diese E-Mail von Sarah Stierch auf der Wikipedia Gender-Gap Mailingliste, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
 

„Laura and I were talking on IRC the other day, and we were playing around with the idea of a monthly systematic gender bias themed topic for each month, encouraging users on gendergap-L and the IRC channel to contribute content about that subject.
I encourage you all (and yes, even you staff members…you don’t edit enough anymore you know that! ;) ) to contribute something to any language Wikipedia or related sister project about….ROLLER DERBY!
Women are known for playing the sport, and of course, there are men who play too. Laura recently had an article about an Adelaide team on English DYK, and we’ve also noticed that the [[roller derby]] article itself needs improvement. We’re hoping to see it be a GA–>FA eventually.“
 

So ist das auch in der deutschen Wikipedia. Der Artikel über Roller Derby ist gekennzeichnet mit „Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.“
Die Idee hinter dieser Aktion, wie oben bereits beschrieben, ist monatlich ein Gender-spezifisches Thema weltweit zu bearbeiten. Dieses ist das Erste und jedeR von euch kann mitmachen. Ihr habt noch nie in der Wikipedia geschrieben? – dies ist ein guter Grund, damit anzufangen – und sich ein wenig über das Thema Roller Derby zu informieren.

Werdet Teil einer weltweiten Gruppendynamik!

Zum Beispiel so:
 

„Start an article about your local team, help build the [[roller derby]] article to high quality, film a video of teams practicing, scan a game brochure for article use….
I do hope you’ll participate. Share your results and participants will receive a special barnstar award.
Sarah“
 

Ich hoffe es auch.

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