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Die Featurette ist beta – immerhin

dieser Tweet bringt es auf den Punkt. Wir werden die Farben noch einmal gründlich überdenken. Wir werden noch ein bisschen an den Widgets schrauben. Wir werden weitere Bloggerinnen hinzufügen und außerdem werden wir noch viel viel viel mehr LeserInnen anlocken.

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Antje Schrupp, Fortschritt, Magda

Als Einstieg in die neue Serie, heute drei Kommentare, die sich alle im feministischen Umfeld tummeln.

Antje Schrupp schreibt bei Julia Seeliger unter “Alice und der Sex”:

Man muss allerdings mit berücksichtigen, dass es damals in den Achtzigern noch überhaupt keine Vorstellung davon gab, dass Sex auch ANDERS als durch Penetration möglich ist. Ich war damals um die zwanzig und kann mich noch genau erinnern, wie mir durch Schwarzers Formulierungen wirklich überhaupt erst einmal klar wurde, dass Sex mehr sein könnte als sich einen reinstecken lassen. Es war wie Tomaten von den Augen fallen, denn niemals hatte mir irgend jemand etwas dergleichen gesagt. Im Gegenteil, ich hatte mehrere Begegnungen mit Männern (netten Männern, Freunden von mir), die mir ein schlechtes Gewissen machten, wenn ich sie “erst anmachte und dann nicht reinstecken ließ”. Und es war sehr, sehr, sehr, sehr schwer bis unmöglich, es damals normalen durchschnittlichen Männern zu erklären, dass das Reinstecken eventuell nicht alles am Sex sein könnte. Mir wurde, wenn ich das verweigerte, mehrmals und von vielen Seiten vorgehalten, ich sei doch “frigide”. Also ich bin wahrlich kein Fan von Schwarzer, aber diese Relativierung der Gleichung Sex = Reinstecken war sehr wichtig, jedenfalls für mich persönlich auf jeden Fall.

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Neue Serie: Der kluge Kommentar

Das Web 2.0 und seine Publikationen haben einen entscheidenden Faktor in die Diskussionkultur eingebracht: Die Kommentarfunktion. Ich selbst habe im Jahr 2005 – also vor mehr als sechs Jahren – damit angefangen, meine Artikel in einer größeren Community zur Diskussion zu stellen und so manche Richtungsänderung hat das Denken in meinem runden Kopf dem Input von KommentatorInnen zu verdanken, die sich nicht nur die Mühe machten, meine Pamphlete zu lesen, sondern ihre eigenen mal mehr, mal weniger tiefgehenden Gedanken dazu zu äußern. Kurz: ich LIEBE Kommentare, Diskussionen und den Input. Auch wenn natürlich manches Mal eine schlaflose Nacht daraus resultierte, weil “someone wrong on the internet” war – wie es in dem mittlerweile mit Kultstatus ausgestatteten Comic auch heißt:

Viel häufiger aber ist jemand wahnsinnig klug und kann einen Input liefern, den wir aufgrund unserer eigenen Scheuklappen vielleicht nicht gesehen haben.

Kommentare sind dennoch immer noch in einer recht unprivilegierten Position: Sie sind Sekundärcontent, dem Artikel untergeordnet und je mehr es unter einem Artikel werden, desto mehr sind sie dazu verdammt, unterzugehen und nicht beachtet zu werden.

Deswegen gibt es diese – natürlich unglaublich selektive – Serie ab jetzt wöchentlich montags hier im Blog. Ich sammle für euch die klugen Kommentare, die mir auf meinen Pfaden durch dieses Internet begegnet sind und hoffe, ihnen damit ein bisschen des Glamours geben zu können, den sie eigentlich verdient hätten.

Bitte denkt aber daran: nur weil ich die hier verlinkten Kommentare klug finde, spiegeln sie noch lange nicht meine Meinung wider. Ich denke aber, die Qualität dieser Serie hängt auch davon ab, nicht nur jene zu präsentieren, deren Meinung ich teile. Gott – das wäre grottenlangweilig.
Zum Zweiten möchte ich dazu aufrufen, mir eure Kommentare zu schicken, die ihr anderswo gepostet habt und die ihr gerne hier sehen würdet. Nutzt dafür einfach – na klar: die Kommentarfunktion.


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