Netiquette

Ich freue mich sehr, dass du in meinem Blog mitreden möchtest. Wie üblich gibt es ein paar Regeln:

1. Vergiss nie (!), dass auf der anderen Seite auch ein Mensch sitzt.

2. Versuche, deine echte Meinung nicht hinter missverständlichem Geschwurbel zu verstecken. Du hast eine andere Meinung als ich? Das ist kein Problem. Sag es besser klar und deutlich, als versteckt und durch die Blume.

3. Bitte aber dabei nicht beleidigend, ausfallend oder allzu persönlich werden. Seien wir ehrlich: Du kennst mich wahrscheinlich nicht. Du kennst nur meine Texte, also bilde dir keine Meinung über meine Person. Trotzdem solltest du dich hier in den Diskussionen so verhalten, wie du es auch von Angesicht zu angesicht tun würdest.

4. Nutzt du die Anonymität nur, um rumzustänkern und Frust/Aggression etc… auszulassen, sprich: mein Blog als Ventil, dann wirst du gelöscht. RUMSCHREIEN mag ich auch gar nicht.

5. Bitte sei authentisch! Du darfst hier anonym mitreden. Aber bleib dabei du selbst.

6. Ich sehe zwar deine IP, aber ich werde sie nicht gegen dich verwenden und schon gar nicht an Dritte weitergeben. Deine Anonymität bleibt gesichert. Bitte gib auch deine E-Mail-Adresse an. Ich werde auch sie keinesfalls an Dritte weitergeben und sie absolut vertraulich behandeln. Sie stärkt aber mein Vertrauen in dich, den ich in mein Internet-Wohnzimmer reinlasse.

7. Hier wird sich geduzt. Das Siezen ist im deutschen Internet ein Zeichen von absichtlicher Distanz. Es kann als unhöflich interpretiert werden.

8. Ironie und Sarkasmus sind „schwer zu lesen“, also vermeide sie. Oder kennzeichne sie sehr sehr sichtbar.

9. Links zu rassistischen, sexistischen, menschenfeindlichen oder nicht jugendfreien Seiten sind hier nicht erlaubt. Spam wird gelöscht.

10. Metadiskussionen über meine Moderation kannst du dir sparen. Ich diskutiere nicht, wie sich Leute in meinem Wohnzimmer zu verhalten haben. Solche Kommentare werden gelöscht.

11. Nicht jedeR ist so informiert wie du. Bedenke das, bevor du von oben herab mit jemandem redest, der vermeintlich naiv ist. Meine LeserInnen sind zuerst einmal alle super und meinen es gut. Das Gegenteil muss erst bewiesen werden. Geht auch so miteinander um.

9. „was du nicht willst, das man dir tu‘, da füg auch keinem andern zu“.

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3 thoughts on “Netiquette

  1. Sanftwut

    Danke Katrin, Punkt 11 ist ein wichtiger Gesichtspunkt.
    Nur dann fühle ich mich als feministische Nichtakademikerin auch angesprochen und mitgenommen.
    Von akademisches Geschwurbel werde ich abgeschreckt, vor allem hilft es mir bei der Konfliktbewältigung im Alltag nicht weiter.

     
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  2. Gopesh

    [interessanter Kommentar, den ich da aus dem SPAM gefischt habe ^^]

    wenn ihr “Netzeliten” euch so kfcnstlich echauffiert, macht mich das wfctend, ob derer, die tatse4chlich ein Pseudonym bhecuran. Genau. Zum Beispiel Chinesen. In Deutschland dagegen ist es chic geworden, sich nach Belieben auszusuchen, wann man zu seinen Meinungse4udferungen steht und wann nicht. Dabei ist das in einer Demokratie ja nun wirklich nicht riskant, wenn man nicht gerade zu bewaffneter Gewalt aufruft. (Okay, es gibt Grenzfe4lle. In Sachsen-Anhalt wfcrde ich keine Antifa-Website unter Klarnamen betreiben.)Ffcr mich ist es ein himmelweiter Unterschied, ob jemand einen Kfcnstlernamen benutzt, der sein Markenzeichen geworden ist klassisches Beispiel ist der gute padeluun oder ob jemand gewagte Behauptungen, hinterfotzige Gerfcchte oder platte Denunziationen in die Welt setzt und dann natfcrlich zu feige ist, die Verantwortung daffcr zu fcbernehmen wie einst mancher Sentinel bei Dotcomtod.Bei padeluun weidf ich auch ohne bfcrgerlichen Namen, mit welcher Person ich es zu tun habe. Bei Sascha Lobo ist mir auch egal, ob der Name genau so in seinem Pass steht. Beide stehen zu dem und ffcr das, was sie sagen. Und sie haben ffcr mich ein Gesicht.Bei Don Alphonso und erst recht bei Lanu war das anders damals, vor zehn Jahren. Ja, man wusste, dass es da irgendwo in Mfcnchen einen Rainer Meyer gab, aber man konnte nur darfcber spekulieren, wieviele Identite4ten er benutzte, ob sich hinter Q tatse4chlich Christian Q. Spitzner verbarg oder ob der nur ein Strohmann war, ob Lanu tatse4chlich eine Frau war oder nicht doch eine Erfindung der Kerls. Man wusste auch nicht, wie ehrlich die Motive der Mitspieler waren: Wollten sie uneigennfctzig andere vor den Machenschaften unserif6ser Klitschen schfctzen oder ging es um billige, infame Rache, weil man selbst durch einen Glfccksritter Geld oder Job verloren hatte? Das konnte kein Audfenstehender einsche4tzen. Stutzig machte allenfalls, dass Qs Firma geschont wurde.Im Schutz ihrer multiplen Pseudonymite4t provozierte diese selbstgerechte Truppe, die hinter fast jeder beliebigen Grfcnderstory Beschiss und Grf6dfenwahn unfe4higer Schnf6sel witterte, jedenfalls eine Atmosphe4re des Misstrauens, die sich auch dort breit machte, wo in dieser Goldgre4berzeit serif6se Leute am Werk waren. Ein paar gab’s davon ja doch.Am Beispiel des Don auf den Punkt gebracht: Wer einen Allerweltsnamen wie Rainer Meyer tre4gt, mag sich gerne Don Alphonso nennen, und es ist mir auch egal, ob er am Tegernsee oder im Tillyhaus wohnt, so lange er nicht nach Belieben zwischen den Rollen des harmlosen Meyer und des fiesen Don wechselt. Wer am f6ffentlichen Diskurs teilnimmt, sollte sein Gesicht daffcr hinhalten (wenn nicht mit seinem echten Namen, dann aber immer mit demselben). Ich mf6chte ne4mlich den Leuten, mit denen ich mich im Netz streite, in die Augen sehen kf6nnen, wenn ich ihnen mal in der realen Welt begegne. Das ist zumindest mein Verste4ndnis von kommunikativer Fairness. Zum Beispiel weidf ich bis heute nicht, wer Chat Atkins ist, vermute aber, dass es jemand ist, dessen Name mir zumindest etwas sagt, wenn ich ihn vielleicht auch nicht persf6nlich kenne. So etwas behagt mir nicht, selbst wenn ich nicht selten denke: Da hat er gar nicht so unrecht.

     
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  3. che2001

    Was hat ein Kommentar, der sich mit der alten Bloggercommunity befasst aus der ich vor Jahren mein Blog gründete auf der Homepage eines feministischen Blogs ohne jeden Dotcomtod-Bezug verloren? Abgesehen von der trolligen und dumpfplatten Sprache sind es auch dieselben substanzlosen Vorwürfe wie vor 10 Jahren. Lass Dich nicht ärgern, Katrin, es sind derailende Trollhorden unterwegs.

     
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