Grüne Männer in dieser feministischen EMMA(!): @schroeder_k bringt’s nicht

Der Kampf der Geschlechter ist nicht vorbei, er ist aber akzeptierter und moderner geworden. Jetzt kämpfen emanzipierte Frauen und Männer zunehmend gemeinsam gegen den Roll-Back in der Geschlechterpolitik. Um die Rollenkorsette zu überwinden, die auch zum Nachteil der Männer sind, brauchen wir eine Politik, die Frauen fördert. Die nutzt dann auch emanzipierten Männern.

Damit schließt der sehr gute Text von Sven Lehmann, Vorsitzender der Grünen Nordrhein-Westfalen und Sven-Christian Kindler, Bundestagsabgeordneter auf EMMA-Online. Die beiden sind schon bekannt für ihr Grünes Männermanifest.
Kristina Schröder ist keine Ministerin, die der Emanzipation irgend etwas bringt – oder bringen will. Sie kümmert sich nicht um ein Aufbrechen der strukturellen Anreizsysteme für die traditionellen Geschlechterrollen – sie führt sogar noch eine Herdprämie ein.

Die Svens hingegen legen klare Forderungen vor:

  • Elterngeld in voller Höhe nur bei einer Aufteilung der Elternzeit zu gleichen Teilen
  • Einführung einer verbindlichen Frauenquote für die Aufsichtsräte
  • Flächendeckender Mindestlohn – denn dies ist ein wirksames Instrument für mehr Lohngerechtigkeit
  • Abschaffung des Ehegattensplittings

 
Danke für nichts, liebe @schroeder_k

Die beiden hoffen allerdings in dieser Sache nicht auf einen Sinneswandel der Ministerin:

Diese Politik, das ist klar, wird nicht von Kristina Schröder ausgehen. Ganz im Gegenteil. Emanzipierte Frauen und Männer werden es selbst in die Hand nehmen müssen: in der Wirtschaft, im alltäglichen Leben und auch und besonders in der Politik.

So ist es leider: Angela Merkel hat eine Frau auf diesen Posten gesetzt, die im Privilgienparadies lebt und nicht glaubt, dass irgend eine Frau noch Feminismus braucht – sie braucht ihn doch auch nicht!

Auch die Fuckermothers fordern ein radikales Umdenken in der Arbeitspolitik. Sie wenden den Blick bewusst weg von Kristina Schröder hin zu ihrer Vorgängerin: Ursula von der Leyen. Hin zum Arbeitsministerium. Zitat:

Der Arbeitsmarkt ist schließlich keine unveränderte Naturkonstante, Arbeitszeitmodelle können variiert werden. Unternehmen können dazu gebracht werden, mehr Teilzeitstellen einzurichten, Quoten zu etablieren, vielleicht sogar Modelle jenseits von Teilzeit und Vollzeit einzurichten – beispielsweise 70 oder 80 Prozent-Stellen. Und all das ist nicht unbedingt und nicht ausschließlich Sache der ‘Familienpolitik’, wie so oft geäußert wird. Es ist vor allem Sache der Arbeitspolitik.

Ein Kommentar

  1. imion sagt:

    Ah sehr schön, noch mehr Frauenföderung. Was habe ich davon als Mann? Mehr Steuern muss ich zahlen, das wars. Frauenföderung ist Männerdiskrminierung. Es gibt nichts rein gar nichts wo Frauen benachteiligt wären gegenüber Männern. Trotzdem wird immer wieder mehr Frauenförderung verlangt. Emanzipiert euch endlich.

    Wo waren die Grünen bei der Abschaffung der Wehrpflicht? Nicht vorhanden. Toll.

    Ach, mal wieder die Frauenquote, warum keine Männerquote in Grundschulen in Kitas? Warum keine Frauenquote bei der Müllabfuhr und bei Maurern?

    Nein, all diese ansätze sind falsch und bringen Männern gar nichts, es baut nur die Privilegion von Frauen aus, das wars. Sinnvoll wäre es, es Männern zu ermöglichen, mehr zeit mit ihren Familien zu verbringen, das ist aber nicht im Interesse der Frauen, ging die Arbeitszeit von Müttern in den letzten drei Jahren doch um neun Stunden pro Woche zurück, auf aktuell unter 20 Stunden, und das trotz ausbau der Kigas und Kitas. Wer das ausgleichen muss ist klar, der Mann.

    Nein, abschaffung der Frauenföderung ist das einzige, was die Diskriminierungen in diesem Land unterbinden kann.

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