Es ist nicht schön, so ohne Podcast

Am vergangenen Wochenende war ich in Hamburg und ich war auf dem ersten Hörerinnentreffen meines Lebens, das Holgi einberufen hatte und das wirklich schön war. Am Montag allerdings war ich schon beim Mittagessen ziemlich hinüber und kam dann ernsthaft krank zurück nach Berlin.

Anstatt also am Dienstag einen Lila Podcast aufzunehmen, lag ich den ganzen Tag im Bett. Die meiste Zeit schlief ich, zum Glück, denn mit Dienstag hatte ich den vermutlich schlimmsten Tag zum Kranksein und rumliegen erwischt, den es im ganzen Jahr geben wird. twitter war etwa eine halbe Stunde lang benutzbar. Die ersten Nachrichten vom Absturz der germanwings-Maschine schockierten natürlich und auch ich erfuhr dort zum ersten Mal davon.

Ab da lief im Fernsehen alles in einer bedauerlichen Dauerschleife. Ich nenne sie die Dauerschleife des unwissenden Aufbauschens. In schöner Regelmäßigkeit wurde erst nach Paris, dann nach Berlin, dann nach Düsseldorf und dann noch nach Madrid geschaltet. Eine Korrespondentin nach der anderen wurden Informationspopel aus der Nase gezogen, obwohl sie keine Informationen hatten. So ging das den ganzen Tag. Man zeigte die Anzeige auf dem Düsseldorfer Flughafen, die zufällig jemand gefilmt hatte und die nun als Nachricht herhalten musste „schauen Sie! da steht bei allen anderen Flügen die Landezeit oder ob sie zu spät kommen, beim Flug aus Barcelona steht einfach nichts!“ Ist ja irre! da stand wirklich nichts! wahnsinn.

In meinen Augen haben sich die Medien in dieser Woche nicht mit Ruhm bekleckert. Und ich wünschte, ich hätte einen Podcast aufgenommen am dienstag, anstatt im Bett zu liegen und zu schlafen. Denn in Wochen, in denen ich keinen Podcast aufnehme, werde ich unleidlich. Ich glaube, ich bin süchtig danach, Podcasts aufzunehmen. So viel gibt mir das mittlerweile. Aber ich war krank und die restlichen drei Tage der Woche habe ich meinem stinknormalen Job gefrönt. Das geht dann so, dass ich frühmorgens das Haus verlasse und abends erst so spät wiederkomme, dass ich nicht mehr so gut denken kann.

Nun bin ich also unterpodcastet und das war ich schon einmal, vor ein paar Wochen. Ich werde dann unleidlich und lese die twitterstreams von Feministinnen, die ich nicht leiden kann. Weil ich so unausgeglichen bin. Und immer wieder fällt mir dann ein, dass ich so unleidlich bin, weil ich zu wenig gepodcastet habe.

Ginge es mir gesundheitlich besser, hätte ich gesten wenigstens noch einen ER Ost geschnitten. Aber ich war einfach nur fertig und fiel auf mein Sofa und dann in mein Bett. Nächste Woche wird das hoffentlich besser. Eigentlich habe ich Urlaub, aber ich komme nicht mehr klar ohne das Podcasten. Hoffentlich wird nicht wieder jemand krank :(

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5 Gedanken zu „Es ist nicht schön, so ohne Podcast“

  1. Liebe Katrin,

    ich drück die Daumen, dass bei Dir alle gesund bleiben. Ich bibbere hier auch jeden morgen, dass nicht wieder einer mit Bauchschmerzen oder Fieber aufwacht.
    Ich warte schon sehnsüchtig auf den neuen Podcast und höre mich gerade durch die alten durch.

    Alles Gute
    Daniela

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