Sich zeigen, posieren, inszenieren

Ein sehr netter Kurzfilm lief mir da über den Weg, der überspitzt zeigt, wie Narzissmus im Netz blüht

ASPIRATIONAL from Matthew Frost on Vimeo.

Und dann ein schöner Text mit Gedanken zu Brüsten und Montagslächeln. Nein: Es geht nicht darum, dass man seinen Ausschnitt nicht zeigen sollte. Manchmal ist der vielleicht einfach drauf und niemand soll sich verstecken. Es geht vielmehr um die Häufung der Zufälligkeit und die Frage, ob ein Lächeln ohne Brüste eigentlich auch noch was Wert ist. Lieblingszitat:

Die Leute interessieren sich vielleicht einfach nicht dafür, auf eine Krankheit aufmerksam zu machen, wenn sie nichts dafür bekommen. Wenn sie aber eine Möglichkeit darin sehen, sich in Szene zu setzen, damit 800 Follower ihnen unter ihr Selfie schreiben, wie phantastisch sie aussehen – dann denken sie vielleicht darüber nach.

Das Blog der Dame heißt übrigens Brücken_Schlag_Worte und sei hiermit empfohlen.

Sehr schön auch der Text von Melanie Mühl:

Jede Zeit sucht sich die Krankheit, die zu ihr passt: Nach dem Ausgebrannten betritt nun der Narzisst die Bühne. Seine Hemmungslosigkeit ist nicht sein einziges Problem.

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3 commentaires sur “Sich zeigen, posieren, inszenieren

  1. Pingback: Results for week beginning 2015-03-02 | Iron Blogger Berlin

  2. Der Film hat mich zum schmunzeln gebracht.
    Schönes Fundstück.

    Narzismus ist leider nicht die einzige Verhaltensauffälligkeit, die das Internet begünstigt. Aber wenn Menschen sich so ausleben können und dadurch glücklich sind stört mich das nicht.
    Hey, der Großteil der „You-Tube-Promis“ baut auf dem „Geschäftsmodell“ Narzismus auf.
    Wem das nicht gefällt der kann (zum Glück) einfach wegschauen.
    LG

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