Twitter-Comeback

Es werden im August zwei Jahre, dass ich mich zu einer großen Distanz zur Mikroblogging-Plattform twitter entschied. Wieso, weshalb, warum – all das schrieb ich für dieses Blog auf – und auch noch einmal
bei den Wostkindern. Meinen ursprünglichen Account habe ich an die tollen Leute von buuu.ch verschenkt.

Diese Auszeit war nötig und sie war gut. Vor allem durch die Existenz von App.net war sie auch mehr als gut zu kompensieren. Dort erlebte ich Offenheit, respektvolle Debatten und sehr viel Wohlwollen. Man suchte Piraten-Gates und Empörie meist vergebens.

Seit ein paar Wochen habe ich die Distanz vor allem aus beruflichen Gründen aufgehoben. Viele Informationen kann ich so besser bekommen und viele Kolleg_innen – gerade international – nutzen eben nur dieses Netzwerk.

Ich denke, dass die zwei Jahre Distanz gut waren, um für mich herauszufinden, was ich will und wo ich Grenzen ziehen muss. Was notwendig ist, was ich ertragen kann, und wie ich mich selbst auch schützen kann und muss. Am wichtigesten ist mir dabei die Trennung von politisch und privat. Es gibt Freunde, die ernsthaft dachten, ich hätte sie im realen Leben entfreundet – als ich sie entfolgte, weil ich den Account verschenkte. So etwas soll bitte nie mehr passieren. Ich folge auf twitter deutlich weniger Leuten als früher – das ist im Einzelfall keine persönliche Ablehnung. Ok?

Ich denke, wir kriegen das hin.

Auf App.net bleibe ich weiterhin aktiv – denn dort habe ich mich so wohl gefühlt und die besten Gespräche geführt. It puts the „social“ in „Social Network“. Kommt auch dahin – es ist entgegen vieler Gerüchte immer noch nicht tot. Und man kann viel besser miteinander kommunizieren.

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