Eine Kommentarsammlung der vergangenen Woche kann nicht ohne einen Kommentar zu Obama/Osama auskommen. Ich muss sagen: Dazu einen klugen zu finden, war unglaublich schwer! Die meisten verhedderten sich einfach unsäglich in hoch-emotionalisiertem Bashing und moralischer Entwertung. Ich aber suchte einen politischen und differenzierten – weil nicht so einfachen – Kommentar. Und fand ihn bei Ingo Neumayers klasse Vreitagsvers auf Spreeblick (lesen!) von Netzartiger:
Verschwörungstheorien hin und her. Der Mann war sicher gefährlich und das die Amis Blutrache nehmen ist nach amerikanischen Gesichtspunkten in Ordnung. Befragt die Amis sind mehr dafür als dagegen und so muss sich Obama auch in erster Linie verhalten – wie SEIN Volk das erwartet.
Dessen ungeachtet, wenn ich teil der Spezialeinheit gewesen wäre, und gewusst hätte, hinter der nächsten Tür ist Osama… hätte ich vielleicht auch einen unruhigen Zeigefinger gehabt.
Über Obama herzufallen ist genauso falsch wie ihm dafür einen Orden zu geben.
Auf Jezebel überlegt Dodai Stewart, was eine weibliche Action-Heldin ausmacht.
SkaHimself hat die richtige Antwort:
What makes a perfect female action hero?
The same things that makes a great male action hero:
- strength (whether physical / mental or both)
- identifiability (sure they may be Norse gods or what have you, but you have to relate onsome level)
- sense of purpose (kicking ass for kicking ass sake is soo 1980)
- sex appeal (you show me an unattractive mainstream male action hero and I’ll clean your house in a thong for a year)Heroes are heroes regardless of whether or not they have an innie or an outie.
Ein Mann namens Jojo hat zur Opfer-Debatte einen kleinen Comic beizusteuern. emonk kommentiert:
Ich kann deine Perspektive nachvollziehen. Aus einem Privileg heraus zu erkennen, dass es andere nicht so einfach haben, ist harte Arbeit.
Will sagen: Ja, du bist noch nie auf Grund deines Geschlechts im Internet diskriminert worden. Das heisst aber weder dass das dem Internet-Grundgedanken inne wohnt, noch das es anderen nicht passiert.
Diese “Nicht meckern, machen!” Scheisse leugnet das Problem das Nicht-Privilgierte dazu zwingt sich überhaupt erst zu vernetzen.
Und das finde *ich* sexistisch.






Obama ist aber nicht einfach nur seinem Volk verpflichtet! Mit der Argumentation könnte man selbst Hitler von allen Verbrechen freisprechen – also ist das für mich kein gültiger Grund. Die Regierung soll mehr tun als sich nach dem Wind, nach dem Willen der Wähler zu drehen. Sie beeinflusst auch die Menschen, es ist ein hin und her.