Bloggen für Flüchtlinge

#BloggerfuerFluechtlinge sammelt Geld und verteilt es an jene, die vor Ort unermüdlich für die Flüchtlinge aktiv sind.

Was kann ich tun? Was hilft? Was hilft nicht? Bestimmt stellen sich viele Leute momentan diese Frage.

Foto: CC BY-SA 2.0 von takver via Flickr
Foto: CC BY-SA 2.0 von takver via Flickr

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Es gibt viele Organisationen, ehrenamtliche Helfer, Privatpersonen, engagierte Lehrer und und und, die helfen, die sich kümmern und die das aufzufangen versuchen, was in meinen Augen der Staat momentan komplett verkackt: Logistik, Essen, Dach überm Kopf, was zum Anziehen, Wasser. Es klingt eigentlich so banal, aber nicht nur vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin knicken die Behörden vor dem Strom ein, geben sie sich hilflos, machtlos und scheinen keine Verantwortung tragen zu wollen, wenn es mal ein bisschen mehr wird, als der alltägliche Beamtenalltag sonst erfordert. Überall in Deutschland kommen Zustände auf, die mit der Würde des Menschen nicht mehr viel zu tun haben und wo am Ende geflüchtete Menschen berichten, dass sie vor fast den gleichen Zuständen ja eigentlich geflüchtet sind – und da meine ich noch nicht einmal die brennenden Unterkünfte! Sondern die ganz basale Versorgung, die der Staat Deutschland, der im vergangenen halben Jahr einen Überschuss erwirtschaftet hat, nicht auf die Reihe kriegt.

Well. Es kommt also auf jede_n von uns an und es gibt ja dieses „jede_r kann was tun“-Dings, aber dann steht man da und weiß nicht was. So ähnlich geht es mir auch, zumal ich ständig unterwegs bin und dazwischen arbeite und Kinder und und und… Also wenn einem eh schon alles über den Kopf wächst, und wenn man keine Zeit hat, eigentlich nie – dann lässt einen dieses „aber es kann ja jede_r was tun“ manchmal etwas alleine. Aber genau deswegen schreibe ich das hier, denn auch ich und ihr und alle können was tun: Denen helfen, die direkt vor Ort aktiv sind. Und ja, wenn ihr keine Zeit und keinen Kopf dafür habt, wie zum Beispiel Mareice Kaiser selbst ne Lagerhalle voll zu machen mit Dingen, die Menschen abgeben und die anderen Menschen helfen (ich bewundere sehr, was Mareice da tut!), dann schreibt halt einen Blogtext und macht bei der Aktion #BloggerfuerFluechtlinge mit. Nutzt wenigstens eure Reichweite – sprecht in euren Podcasts drüber, bloggt, twittert – was immer euch zur Verfügung steht. Die bauen genau darauf: Dass Leute mit Reichweite von der Aktion erzählen, dass sie auf die eine Seite verweisen, auf der in Zusammenarbeit mit Betterplace spenden gesammelt und an jene verteilt werden, die vor Ort aktiv sind und für euch, für mich, für uns etwas tun.

Blogger für Flüchtlinge ist eine Initiative von Nico LummaStevan PaulKarla Paul und Paul Huizing. Sie rufen euch alle auf:

Wenn du aktiv helfen möchtest, gibt es viele Möglichkeiten!

Und vor allem kannst du aktiv dazu beitragen, dass Flüchtlinge in der Mitte unserer Gesellschaft akzeptiert werden.

Also. So sieht es aus, dieses jede_r kann etwas tun. Machen wir dieses Deutschland zu einem besseren Ort für diejenigen, die unsere Menschlichkeit gerade dringend brauchen.

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