Ins eigene Fleisch?

Patrick Bernau klärt in der FAZ eine spektakuläre Tatsache auf: Von den Steuerplänen der Grünen und der Abschaffung des Ehegattensplittings wären vor allem die Grünenwähler betroffen! Denn sie verdienen gut und haben die größte Prozentzahl an Familien.

Gut, dass Patrick Bernau den Grünenwählerinnen einmal diese Tatsache vor Augen führt. Warum sollte er sonst so einen Text schreiben, wenn nicht, um ihnen die Schuppen von den Augen fallen zu lassen? Aber manche Grünenwählerinnen wüssen das schon längst, räumt er ein. Nur seien diese eben besonders clever, ihre Erfahrung sage ihnen nämlich, dass nach der Wahl sowieso nichts so umgesetzt wird, wie es in den Wahlkämpfen gefordert wird.

Die Idee, dass Grünenwählerinnen für mehr Gerechtigkeit auch ein Stück ihres Wohlstandes abgeben würden, findet in seinem Artikelchen keinen Platz. Gut so – wer käme schon auf so einen Quatsch?!?

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Friedrichshain trotzt Plakat-Vandalen!

Ganz Deutschland fiel einem regelrechten Anschlag zum Opfer: Im ganzen Land ersetzten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Vandalisten die Plakate der Parteien zur Bundestagswahl durch inhaltsleere Nonsens-Plakate. In ganz Deutschland? Nein! Ein kleiner Bezirk im Herzen Berlins trotzt diesem Vandalismus. Hier im schönen Friedrichshain sieht die Plakate-Kultur noch anders aus. „Friedrichshain trotzt Plakat-Vandalen!“ weiterlesen

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Fell in love with Lemolo

An dieser Stelle könnte ich lange und detailierte Besprechungen meines Musikgeschmacks (erklärend, warum ich jetzt ausgerechnet Lemolo ganz großartig finde) und verschiedene Vergleiche anführen (ist es wie Goldfrapp oder Radiohead?), aber sparen wir uns das! Seien wir einfach froh, dass es so schöne Musik gibt und lauschen wir :)

Das sind Lemolo bei KEXP, live Performance.

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Politisch oder ideologisch?

In letzter Zeit fiel mir häufiger auf, dass Menschen zwei Begriffe recht wahllos durcheinander würfeln und den einen wie den anderen zu benutzen scheinen. Diese beiden Begriffe sind „politisch“ und „ideologisch“. Das falsche Verwenden findet in zwei Richtungen statt: Während die einen ihr ideologisches Denken, Schreiben und Argumentieren als „politisch“ euphemisieren, nutzen andere den Begriff „ideologisch“ um damit gegensätzliche politische Meinungen zu diskreditieren.

Doch zuvor und einleitend möchte ich mit den Begriffen „totalitär“ und „extrem“ anfangen, die teilweise schon synonym verwendet werden, zumindest haben sie eines gemeinsam: Sie akzeptieren keine andere Meinung neben der eigenen. Wie Isaiah Berlin schreibt, ist für ihn „totalitär“ (er spricht allerdings von „despotisch“) das Gegenteil von „pluralistisch“ und in meinen Augen damit auch das Gegenteil von „politisch“ (da ich behaupten würde, dass Pluralismus eine Grundeigenschaft des Politischen ist). Den Ursprung von Extremismus und totalitärem Denken sieht er im Monismus, dem Gegenpart zum Pluralismus. Dies ist Denken in der Art „meine Clique ist besser als deine“ und „ich weiß, wie die Welt sein sollte und du hast dich dem zu beugen, weil du es nicht weißt“ (Berlin S. 39). „Allein mein Wissen vermag die bestmögliche Welt zu schaffen“ – deswegen muss sich alles dem widersprechende als falsch und schlechter unterwerfen lassen. Man hat’s halt noch nicht kapiert. Dieses „Es“ ist das, was eine Ideologie ausmacht. Aber schließen wir diesen ersten Teil mit einem zusammenfassenden Wort ab: Wer totalitär oder extrem denkt, akzeptiert neben seiner Weltanschauung keine andere und handelt monistisch, auf dieser Basis sich überlegen fühlend. „Politisch oder ideologisch?“ weiterlesen

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