Learning from Podcast-Mistakes Part 2

Gestern schrieb ich auf, wie ich versucht hatte, meinen Podcast Erscheinungsraum zu retten. Daraufhin bekam ich auf App.net ne Menge Feedback, aber auch hier im Blog. Vielen Dank schon einmal dafür!

Georg von Auphonic hatte sich hier im Blog gemeldet und ich habe ihm die unbearbeitete Audio-Datei daraufhin auch verlinkt. Großartiger Weise hat er sich tatsächlich die Mühe gemacht, dieses Katastrophe zu bearbeiten und sie klingt nun schon tausend Mal besser!

Das Intro dazu gepackt und heraus gekommen ist eine sehr viel hörbare und angenehmere Version des Podcasts.

Georgs Punkt war, dass er meinte bei der Noise Reduction in Audacity seien Artefakte in den Stimmen entstanden. Deswegen hätte er nicht so viel Rausch entfernt, denn der Rausch – äh, das Rauschen ;) – das sei zum Hören wesentlich angenehmer, als die Artefakte in den Stimmen. Und ja, er hat Recht (klar, er ist ja auch der Profi!). Deswegen ist auch vieles aus meinem gestrigen Post Quatsch gewesen – denn in der Tat hat Georg das Audio nur durch Auphonic laufen lassen und mehr nicht!

Ich nehme also alles zurück und behaupte das Gegenteil: Auphonic rules!

Leider ist mir so nun entgangen, was der Ralf Stockmann von den Wikigeeks mit der Datei gemacht hätte. Er sagt, es hätte eine sehr viel schnellere Möglichkeit gegeben, sie zu retten, und zwar mit einem Programm namens Levelator. Wie Levelator arbeitet, wird in diesem Youtube-Video erklärt:

 

Außerdem hat Ralf einen eigenen Screencast namens Ultraschall angefangen, den ihr unbedingt verfolgen solltet, er war schon super fleißig, es finden sich schon ganze vier Folgen und ich habe bereits sehr viel neues dabei gelernt:

Ihr seht, dass hier gerade eine sehr tolle gegenseitige Hilfe am Start ist – ich selbst bin immer noch ein kleines bisschen überwältigt und mich macht das glücklich!

Ach ja – kommt alle auf App.net, dort sind sie nämlich alle, diese hilfsbereiten Menschen und wenn ihr noch nicht wisst, warum ihr da hinwollt: Das habe ich letzte Woche für die FAZ aufgeschrieben. Und dort findet ihr auch einen Invite-Link, App.net ist nämlich Bezahlinternet und der Invite-Link führt zu einem kostenlosen Account (der auch ein paar Einschränkungen hat, aber die tun erst einmal so wenig weh, dass es sich lohnt, vorbeizuschauen).

 

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Hej Podcasters: I made some mistakes and learned from them!

Bei der Aufnahme der aktuellen Folge von Erscheinungsraum habe ich ziemlichen Fou gebaut, meine Aufnahme ist richtig Mist (gewesen; jetzt nur noch semi-Mist). Ich habe für die Sendung mit Che über Skype telefoniert und am Ende hatte die Aufnahme folgende Macken:

  • ich war total laut und dröhnte richtig
  • wohingegen Che total leise, manchmal fast unhörbar war
  • unter der gesamten Sendung lag ein furchtbares Grundrauschen
  • angereichert wurde das ganze durch Knack- und Knick-Laute in unregelmäßigen Abständen

kurz: Es war die absolute Katastrophe. Was ich falsch gemacht habe, das schildere ich zum Schluss. Aber ich glaube, dass für viele interessant sein dürfte, wie ich die Aufnahme bearbeitet habe. Insgesamt habe ich 2 Wochen lang immer wieder und etwa drei bis vier schlaflose Nächte an dem Kram gesessen. Nun denke ich, dass ich die Feuerprobe im Podcasting hinter mir habe – und möchte gerne weitergeben, was ich dabei gelernt habe.
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Wostkinder meets Eisenkinder

In der vergangenen Woche war es zwar hier still – dafür aber andernorts nicht.

Wostkinder-Podcast mit Sabine Rennefanz
Bei der FAZ haben wir, Marco und ich, den ersten richtigen, auch in iTunes und Podcatchern abonnierbaren (mp3 oder mp4), Podcast gestartet. Dieser läuft im Rahmen unseres Projektes „Wostkinder“ und wird etwa einmal im Monat erscheinen.

Unser erstes Gespräch ist am Mittwoch veröffentlicht worden. Wir sprachen mit Sabine Rennefanz, Autorin des Buches „Eisenkinder“ über ihre Kindheit und Jugend in der DDR, ihre Erfahrungen auf einer DDR-Elite-Schule in Eisenhüttenstadt, wie es dort war und sich anfühlte, als die Wende kam. Sabine Rennefanz hat ein sehr bewegtes Leben, hat viele verschiedene Stationen gemacht und beschäftigt sich in ihrem Buch – ähnlich wie wir in unserem Blog – mit der Frage: Was hat all das mit uns gemacht? Und was können wir daraus lernen?

Ihr Buch kann vielleicht als eine Vertiefung der Gedanken angesehen werden, die sie in ihrem Essay „Uwe Mundlos und ich“ (erschienen in der Berliner Zeitung) anriss: „wir hatten die Sehnsucht nach Radikalität gemeinsam, nach einem klaren Weltbild. Wer sich als Jugendlicher in der Nachwendezeit abgrenzen wollte, hatte es nicht so leicht, eine Protestkultur zu finden.“

Es war ein sehr intensives und – finde ich – gutes Gespräch!

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„Ich glaube nicht an Glück als Zustand“

Juli Zeh im Gespräch mit Daniel Cohn-Bendit
Sie sprechen über Bosnien, Verantwortung, Parteien und Politikverdrossenheit, können wir uns noch in Gruppen hineindenken? Was ist mit den Millenials? Ist Ich-Zentrierung ein Problem?

Juli Zeh hat ein Faible für die Freiheit. Das ist nicht neu. Aber wie kann man auf allen Ebenen die eigene Freiheit und gleichzeitig miteinander in Verantwortung leben? Interessanter Weise ein sehr konservatives Verständnis von Beziehung, das bei ihr herauskommt. Die eigene Individualität soll hinter der Sicherheit von Beziehungen zurücktreten?

„Fühl dich zuhause sicher, dann hast du draußen nicht so viel Angst!“

Wirklich sehr spannendes Gespräch. Empfehlenswert.

Ich halte es übrigens in Parteien auch nicht so ganz aus. Die Parteien haben einen Panzer – Daniel Cohn-Bendit bringt es auf den Punkt.

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Ab heute im Handel: Das alles und noch viel mehr…!

Wie wäre es, wir Bürger würden auch ein Wahlprogramm zur Bundestagswahl im September 2013 vorlegen? Welches sind die Vorhaben, die mehr als 80 Prozent der Bevölkerung von der nächsten Regierung umgesetzt wissen wollen? In dreißig Kapiteln werden über alle Ressorts hinweg die wichtigsten und dringendsten Gesetzesvorlagen beschrieben – von der Finanztransaktionssteuer über die Lohnpolitik bis zum Naturschutz.

Peter Zudeick, bekannt für seinen wunderbaren satirischen Wochenrückblick, hat eine bunte Auswahl an Autorinnen (darunter meine Wenigkeit) zusammengetrommelt, die konkrete Änderungen für die Politik auf den Tisch legen: Es geht, sofort eine bessere Gesellschaft zu machen. Man muss nur entscheiden. Das alles und noch viel mehr würden WIR machen, wenn wir Kanzler_innen von Deutschland wär’n!

Mit Beiträgen von Brigitte Baetz, Jens Berger, Mathias Bröckers, Christoph Butterwegge, Jürgen Döschner, Bettina Gaus, Klaus Gietinger, Ulrike Herrmann, Wolfgang Hetzer, Wolfgang Lieb, Claus-Peter Lieckfeld, Wolfang Neskovic, Sven Plöger, Ines Pohl, Stefan Reinecke, Katrin Rönicke, Claudia Roth, Tom Schimmeck, Ulrich Schneider, Rudolf L. Schreiber, Werner Seidel, Hanjo Seißler, Sahra Wagenknecht, Ulrike Winkelmann.

Mein Beitrag behandelt unter dem Titel „Starke Kitas – Starke Familien“ den Komplex der Vorschulpolitik. In drei konkreten Schritten würde ich als Kanzlerin von Deutschland die Kitas deutlich verbessern und stärken. Gleichzeitig aber müssen auch die Familien als „echte“ Betreuungs- und Beziehungsinstitutionen ernst genommen und gestärkt werden. Eigentlich ganz einfach – und doch verlangen diese Änderungen viel Engagement. Wie es klappen kann, wenn die Prioritäten anders gesetzt werden, das beschreibe ich in meinem Beitrag.

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#rp13: Gesehen und für gut befunden

Dieses Jahr hatte ich leider nicht die Möglichkeit, zur re:publica zu gehen. Dennoch habe ich mir einige Videos bereits angesehen und manche sogar für gut befunden – ein paar werde ich ebenfalls noch nachholen, da sie einfach sehr interessant klingen.

Das erste Video, das ich wirklich richtig gut fand, war der Vortrag von Gunter Dueck. Wer geglaubt hatte, dass er nur an seinen ersten Vortrag von 2011 anschließen würde (der damals schon sehr aufrüttelnd war), hatte sich getäuscht. In „Aufruf zum metakulturellen Diskurs“ wendet er sich gegen ethnozentrismus (Definition der Wikipedia) und plädiert für eine meta-Betrachtung der politischen Lager, die aus Traditionen gewachsen sind und schon in die Zukunft verweisen. Derweil ich mich selbst momentan viel mit der Möglichkeit von Pluralismus befasse, tut er es also auch – wenngleich er das nicht so nennt. Und auch viel Pragmatismus steckt in diesem Vortrag drin – ein Thema von mir seit dem letzten Jahr. Auch denke ich nach dem Hören, dass diese Einstellung sehr gut erklären kann, wie ich „feministisch ticke“ – falls ihr versteht, was ich meine. Ich empfehle also den Vortrag aus vollem Herzen – er ist engagiert und gewohnt visionär, aufrüttelnd und menschlich.

Der zweite Vortrag, den ich leider etwas zu schnell vorgetragen fand, aber inhaltlich sehr gewinnbringend, war der von @fraeulein_tessa – Teresa Bücker – die sich intensiv Gedanken machte, in was für einer Arbeitswelt wir leben, leben wollen und leben sollten. Ein sehr engagiertes Plädoyer, dem ich mich nahezu uneingeschränkt anschließen würde: „Der Montag liebt dich“ – zumindest sollte er das.

Einen ähnlichen Vortrag hielt Jutta Allmendinger. In „Zeit, Geld, Familie“ stellt sie aktuelle wissenschaftliche Studien vor, die zeigen, dass die Grenzen zwischen Arbeit, Freizeit, Familie und Erholung bei Frauen total verschwimmen. Sie zeigt auch deutlich, dass Männer dieses Phänomen noch nicht so sehr zu spüren bekommen, dass sie nach wie vor besser zwischen Arbeit und Familie stärker trennen können – und auch nicht derart in Konflikten zerrieben werden zwischen den beiden „Welten“. Ein Vortrag, der gerade aus feministischer Sicht absolut sehenswert ist – wer wissen will, wo die Gesellschaft steht und wo es vielleicht hingehen könnte und sollte, wird einige Einsichten bekommen.

Was haben die drei Vorträge gemeinsam? Nun, ich kann sie alle drei in meine Kategorie „Zukunftsfragen“ packen, denn genau darum geht es hier: Wo wollen wir hin, wie wollen wir miteinander arbeiten, leben, politisch agieren und eine Gesellschaft sein? Ich fand die drei Vorträge gleichermaßen bereichernd und danke den Vortragenden für ihre Mühe und Recherche.

Im Laufe der nächsten Wochen werde ich sicherlich noch weitere Vorträge ansehen und diejenigen, die ich wirklich gut finde gerne hier teilen.

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