Lies das mal richtig!

Der Umgang mit Kinderbüchern und Filmen, die nicht politisch korrekt sind, ist schwierig – es braucht aber nicht andere Figuren, sondern Eltern, die sie einordnen können.

Bild: CC-BY-ND 2.0 by allthecolor via flickr.com

Inspiriert durch den Podcast Märchenstunde, von Björn Grau und Max Winde über Aschenputtel, geht es diesmal um die Frage: Wie sollen wir Erwachsenen damit umgehen, dass Kinderbücher voller Stereotype und fragwürdiger, etwa diskriminierender Botschaften sind?

Angefangen bei den alten Märchen kann sicherlich gesagt werden: Vorsicht vor den Jahrhunderte alten Gender-Stereotypen. Die Auswüchse können schlimm sein: In der Geschichte Rumpelstilzchen, die es unter anderem auch als kleines Pixi-Büchlein gibt, kommt es quasi zu einer Vergewaltigung der Müllerstochter durch den König. Das habe ich einmal nichtsahnend vorgelesen – danach ist es sofort in den Müll gewandert. Natürlich spielen die Märchen zu einer völlig anderen Zeit. Die Gepflogenheiten und die Rollen waren noch viel fester, starrer und für uns heute kaum nachvollziehbar. Gewalt fand in einem gänzlich größerem Ausmaß statt. So gesehen sind Märchen vielleicht ohnehin besser geeignet für ältere Kinder und Jugendliche. Wann auch immer diese eben dazu in der Lage sind, durch unsere Hilfe zu kontextualisieren.

Es einordnen und die „anderen Zeiten“ berücksichtigen, in denen ein Werk entstanden ist, das ist eine recht wichtige Methode im Umgang mit Geschichten, die man heute so nicht mehr erfinden oder erzählen würde (oder leider oftmals doch noch). Ein recht bekanntes und pikantes, emotional aufgeladenes Beispiel ist in diesem Zusammenhang der Streit über die Verwendung des Wortes Neger in den Pippi-Langstrumpf-Geschichten. Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch hat sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie der beste Umgang damit wäre  Dabei hat er zuerst beim Vorlesen selbst interveniert und aus der Negerprinzessin eine Südseeprinzessin gemacht. Pragmatisch und zielführend. Wie aber geht man verantwortungsvoll mit der Fernsehserie um?

Sie nicht schauen, weil die Bücher ausreichend sind, ist eine Methode. Doch wenn einem die Serie ans Herz gewachsen ist und man die filmische Umsetzung auch an seine Kinder weitergeben will? Anatol Stefanowitsch würde antworten: Schicken wir Pippi doch in den Ruhestand. Sie sei so voller Diskriminierungen, dass es keine gute Methode gebe, sie Grundschul – oder gar Kindergartenkindern zu zeigen. Das Problem ist: Spätestens bei dieser Forderung steigen ganz viele VorleserInnen und Erwachsene aus der Diskussion aus. Pippi von Bord gehen zu lassen – das bringen wir nicht übers Herz.

„Barbamama“ ist Hausfrau

Wo wir gerade bei den Fernsehserien sind: Eine Zeichentrickserie, die gerade ein kleines Revival erlebt, sind die Barbapapas. Das sind bunte Wesen, die sich in alles verwandeln können, was sie wollen. Viele Kinder lieben diese Familie. Aber: Der Held ist fast immer „Barbapapa“, er rettet viele Menschen. Seine Frau, „Barbamama“, ist eine Hausfrau. Die Serie ist in den Siebzigern entstanden. Dass hier heteronormativ die Kleinfamilie abgebildet wird war damals fast die Regel. Doch die Stereotype in Barbapapa sind heute schmerzhaft. Die Kinder sind klar entlang von Mädchen- und Jungen-Rollen konstruiert. Was also tun?

Hier ist es wichtig, den Fokus nicht zu sehr auf eine einzelne Geschichte zu legen, sondern eine Vogelperspektive darauf zu werfen, womit man die Kinder „beschallt“. Ist das ein buntes Angebot mit vielfältigen Geschlechterrollen und Familienbildern? Dann sehe ich an Barbapapa nichts dramatisches. Als ein Angebot, eine Geschichte von vielen, ist es nicht mehr so schlimm. Andere und weniger normative Rollenbilder sind vorhanden.

Nicht geschlechtslos

Willi Wiberg zum Beispiel hat einen Papa, keine Mama. Sein Papa ist sehr fürsorglich und liebevoll. Zusammen erleben sie ganz alltägliche Mini-Dramen, die viel Spaß machen und ein positives Menschenbild vermitteln. Ein weiteres schönes Rollenbild ist Die kleine Hexe von Lieve Baeten. Sie ist zwar ein Mädchen, eine Hexe eben, aber sie ist ein Kind, mit dem sich alle Kinder identifizieren können. Das vergessen übrigens wir Erwachsenen gerne, wenn wir Kinderbücher kritisch hinterfragen: Dass Identifikationsfiguren für alle Kinder nicht geschlechtslos sein müssen (wie dies oft in Tiergeschichten versucht wird), sondern dass sie sich so verhalten müssen. Kinder denken oft viel freier und weniger eng und kategorisiert, als Erwachsene. Da kann sich auch ein Junge mit Pippi Langstrumpf identifizieren. Ein Mädchen fühlt sich als Seppel (einer der beiden Hauptfiguren in Otfried Preußlers Räuber Hotzenplotz). Das ist für Kinder häufig noch keine Frage von Belang. Im Gegenteil: Wir Erwachsenen sollten bei unserer Überaufmerksamkeit die Vorstellungskraft der Kinder nicht unterschätzen und sie schlimmstenfalls durch unsere Sorgen einschränken, indem wir laut Dinge sagen wie „Aber der Seppel ist doch ein Junge – wie schade, dass es bei Otfried Preußler keine Mädchen gibt, die den Räuber zur Rechenschaft ziehen.“ Im Gegenteil: Unsere Aufgabe ist es, sie zu bestärken, sich mit allem zu identifizieren, womit sie wollen – jenseits von unseren eigenen Normen in Bezug auf Geschlecht.

Sei wie du bist, Kind

Und auch für diskriminierungsfreies Denken sind Kinder offener. Auch hier kann ihre Fähigkeit, sich mit allem möglichen zu identifizieren, genutzt werden. In Ganz toll! von Trish Cooke hat die Hauptrolle ein schwarzes Kind und es wird eine Atmosphäre durch das Erzählen geschaffen, in die sich alle Kinder hineinfühlen und hineinfantasieren. Ähnlich die Geschichte Das kleine Ich bin Ich von Mira Lobe. Es ist bunt und sieht aus wie kein anderes Tier auf der bunten Blumenwiese und in den Gewässern. Zuerst ist es deswegen traurig, aber dann lernt es, sich so zu akzeptieren, wie es ist. Sei wie du bist, Kind – so heißt die durchgehende Botschaft Astrid Lindgrens und die vieler anderer AutorInnen, etwas Kirsten Boie. In dieser Haltung sehe ich die entscheidende Brücke, zwischen Political Correctness (Ich benutze den Begriff hier nicht abwertend! Im Gegenteil) und dem Wunsch, Geschichten-Schätze nicht zu vergraben, sondern weiter zu geben. Wir Erwachsenen müssen es in unserer Haltung gegenüber Kindern schaffen, ihnen als Grundwert und Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, dass alle Menschen das gleiche Recht auf ihre Würde haben. Dazu müssen unsere Kinder am eigenen Leibe die Erfahrung machen können, sein zu dürfen, wie sie sind. Das ist der erste und wichtigste Schritt im Sinne einer diskriminierungsfreien Pädagogik. Wenn sie das an sich selbst nachspüren können, werden sie besser in der Lage sein, auch andere so zu behandeln.

Über Geschichten sprechen

Es kommt also weniger auf die Politische Korrektheit der Geschichten an, als auf all jene, die Vorlesen und mit daran beteiligt sind, Kindern Werte vorzuleben. Es kommt weniger auf die Inhalte von Büchern an, als auf unsere Art zu lesen und mit den Kindern über die Geschichten zu sprechen. Man muss nicht alles wegschmeißen: Man kann es umschreiben und in einen größeren Bezugsrahmen einbetten. Wir haben nämlich immer noch auch selbst in der Hand, wie unsere Kinder mit Geschichten umgehen – wir sind nicht bloß ausgeliefert und fremdbestimmt. Genauso wenig wie unsere Kinder – zumindest im Idealfall.

Dieser Text erschien ursprünglich als Kolumne auf freitag.de

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Die Erklärbären

Feminismus ist überaus kompliziert. Das kommt nicht nur, weil es X feministische Strömungen und Ansichten gibt (die einander teilweise ergänzen, teilweise widersprechen). Sondern bereits der gemeinsame Nenner dieser Strömungen wird ausufernd. Denn was FeministInnen antreibt umfasst nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche. Manchmal ist das schwer zu vermitteln.

Foto: (CC BY-ND 2.0) von Tambako the Jaguar via Flickr

Der gemeine Mensch aber sehnt sich nach Komplexitätsreduktion. Das Gehirn ist so konstruiert, dass es in einer überkomplexen Welt nicht permanent reizüberflutet und überfordert ist: Es schafft sich Schubladen und reduziert die Komplexität damit so, dass das Leben möglichst einfach und die Dinge möglichst schnell erfasst sind. Schubladendenken hat also einen Sinn. Es bring aber auch einen Nachteil mit sich: stereotypes Denken. Und davon können FeministInnen wahrlich ein Lied singen.

Die Vorurteile gegen Feminismus kennen keine Grenzen. Manche finden das so mühsam, dass sie nach jahrelanger aufreibender Arbeit aufgeben und den Begriff fallen lassen. Sie finden es einfacher so. Die meisten aber glauben: Feminismus ist ein international bekannter und damit verbindender Begriff mit einer langen Tradition und Geschichte. Diesen Begriff aufzugeben wäre ein zu schmerzhafter Verlust. Daher machen sie die Erklärbären. In Deutschland taten dies zum Beispiel die Autorinnen Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl, die im Jahr 2008 das Buch „Wir Alphamädchen – Warum Feminismus das Leben schöner macht“ herausgaben. Es war locker geschrieben, in der „Wir“-Form – aber: Es sprach vor allem junge (heterosexuelle) Frauen an.

Michael Kimmel, Michael Kaufmann und ein Blogger namens „Leptos“ legen jetzt nach: Feminismus für Männer erklärt – von Grund auf. Bislang leider nur auf Englisch, aber schauen wir es uns einmal an:

Da gibt es zum einen den „Guys Guide to Feminism“. Die beiden Autoren Michael Kimmel und Michael Kaufman haben sichtlich Spaß daran, die Erklärbären zu machen. Sie sagen klar: Egal, was andere unter dem Label verstehen, Feminismus ist relevant und zwar für Männer. Es sei ein Mythos, dass FeministInnen in Männern ihre Feinde sähen, nein: FeministInnen mögen Männer! Denn, so Kaufman/Kimmel: „Frauen, die vom Feminismus angesteckt sind, erwarten nicht nur von Männern, dass sie sich anständig benehmen, sie haben gleichzeitig ein tiefes Vertrauen in unsere Fähigkeit, dies zu tun.“ Das klingt nett, aber das Buch ist nicht nur nett und heititei. Einerseits ist es berührend, wenn sie darlegen: „Feminismus ermuntert Frauen, durchsetzungsfähiger und selbstbewusster zu sein. Und Feminismus ermuntert Männer, mehr Gefühle zuzulassen und auszudrücken. Und je selbstsicherer Frauen werden, und je mehr Männer ihre Gefühle ausdrücken, tja – umso gleicher werden Männer und Frauen werden. Und umso fähiger werden sie, echte Freunde zu sein.“ Doch sie schweben nicht auf rosa Wölkchen durch den Feminismus, nein, sie beziehen z.B. klar Stellung zu häuslicher Gewalt: „In Studien sehen wir: Wenn man breit auslegbar nach Gewalt fragt – wurden sie jemals von einem Partner geschlagen geschubst etc… – dann sind die Zahlen etwa gleich hoch bei beiden Geschlechtern. Aber wenn man fragt, ob die Gewalt dazu führte, dass die Person zu einem Arzt musste, oder auf Arbeit fehlte, oder physischen Schaden nahm, dann gibt es in überwältigender Weise viel mehr Gewalt von Männern gegen Frauen.“ Sie thematisieren Rassismus, Intersektionalität, Pornografie, Sex, Biologismen. Sie entzaubern auch das Testosteron: „Nehmen wir zwei Typen mit unterschiedlichen T-Levels [Testosteron] (alle anderen Merkmale sind gleich). Der mit dem höheren T-Level wird den anderen im Wettkampf schlagen. Aber nimm zwei Kerle, die gleiche T-Prüfmaße haben und dann einen Wettkampf führen: Der T-Level des Siegers wird hoch gehen und der des Verlierers runter.“ Kaufman/Kimmel bestätigen die Vermutung, dass bei den Hormonen der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang bislang von den meisten Biologen nicht wirklich genau untersucht wurde.

Bei den beiden Erklärbären mit den gleichen Initialen (die sich im Buch deswegen häufig MK² nennen) ist Respekt der Rote Faden. „Hört respektvoll zu, aber erwartet auch Respekt für eure eigene Integrität und eure Ideen.“ Mit dem „Guy’s Guide to Feminism“ haben sie einen kleinen Meilenstein gelegt: Liebevoll, Rücksichtsvoll und humorvoll machen sie die Erklärbären.

Nicht konsequent respektvoll

Der Blogbeitrag „Feminism for Dudes (from a dude)“ von „Leptos“ in seinem Blog „Player vs. Frustration“ begeisterte viele FeministInnen auf Anhieb und fand recht große Verbreitung zum Beispiel auf Twitter. Sinngemäß geht der Text in etwa so: „Jeder Junge, der sich für Feminismus interessiert geht ungefähr durch den gleichen Prozess der Erkenntnis und stellt auf jeder Stufe dabei Fragen, die FeministInnen nerven. Und weil wirklich JEDER nette Junge, der sich für Feminismus interessiert, diese Stufen durchmacht, habe ich sie mal hier aufgeschrieben und bitte euch, vorher nachzudenken, bevor ihr fragt.“ Dann zählt er die Stufen auf:

Erstens lerne jeder der Jungs, dass es Privilegien gäbe und dann dächten sie: Privilegien sind doch nicht wirklich der Punkt. Frauen haben doch auch Vorteile. Seine Antwort: Privilegien spielen eine große Rolle und das muss man akzeptieren. Zweitens würden Jungs dann irgendwann akzeptieren, dass es zwar Privilegien gibt und sie eine Rolle spielen, würden dann aber ihre Wirkungskraft herunterspielen. Oder relativieren. Dazu sagt er klar: Akzeptiert, dass es weiterhin ein sehr großes Problem ist und noch viel daran gearbeitet werden muss. Die dritte Stufe sei dann, die Frage nach den Männern zu stellen und ob der Feminismus diese nicht benachteiligen wolle. Oder unter Generalverdacht stelle. Dazu sagt er: Wenn Frauen kritisieren, was viele Männer tun – dann bitte sag dir immer wieder: ES GEHT HIER NICHT UM DICH. Viertens sei der Feminismus nicht dazu da, Männer happy zu machen. Sich nicht immer wohlzufühlen, wenn FeministInnen Sexismen ansprächen, sei normal. Das müsse man akzeptieren. Zum Schluss spricht er das „Tone Argument“ an. Also das Kritisieren eines rauen oder angreifenden Tons von FeministInnen. Wieder erklärt er: „ES GEHT NICHT UM DICH“ und besteht darauf, dass zwar manchmal ein diplomatischer Ton besser sei, doch dass es nicht den Jungs zustünde für die FeministInnen zu entscheiden, wann diese Zeit sei.

Je weiter er schreibt, desto weniger respektvoll bleibt er gegenüber den Jungs, die gerade mit Feminismus einsteigen wollen. Problematisch ist zum Beispiel die Aussage: „Wenn ihre Wut dazu führt, dass du dich unwohl fühlst, frag dich selbst: Fühlst du dich unwohl, weil du denkst: worüber sie redet, das gibt es gar nicht. Oder weil du denkst: sie spricht über dich und ärgert sich über dich? Wenn es das erste ist, liegst du vermutlich falsch. Wenn es das zweite ist, dann hör auf, das zu tun, was du getan hast und was sie kritisiert!“ Potentiell wird damit Kritik unmöglich. Außerdem ist es so verallgemeinernd formuliert, dass es FeminstInnen wirklich auf ein Podest der Weisheit stellt, das kaum zulässt, kritisiert oder hinterfragt zu werden. Das kann schlimmstenfalls eher abschreckend als einladend wirken. Schade eigentlich, denn die Idee ist ja prima. Kaufman/Kimmel sind mit ihrem Respekt konsequenter und das ist der große Gewinn am Guy’s Guide. Als Einstieg oder Weiterbildung für Männer daher ohne Abstriche zu empfehlen. Oder Moment: Ein kleines Manko hat es vielleicht: Man(n) erfährt hier überhaupt nichts über innerfeministische Spaltungen und Differenzen. Es geht um das Große Ganze und die gemeinsame Basis von allen. Aber ehrlich: Das ist eigentlich kein Manko – sondern nur ein weiteres großes tolles Plus an diesem Buch.

Links:

http://guysguidetofeminism.com/

http://wissen.dradio.de/gleichberechtigung-maenner-fuer-den-feminismus.33.de.html?dram:article_id=206020

http://maedchenmannschaft.net/leseprobe-wir-alphamaedchen/

http://playerversusfrustration.wordpress.com/2012/01/12/completely-unrelated-to-world-of-warcraft-feminism-for-dudes-from-a-dude/

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-f-wort

Dieser Text erschien zuerst als Kolumne auf freitag.de

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Kinderpornografie auf twitter

Eigentlich bin ich gerade gar nicht auf twitter, @dieKadda macht eine Pause, weil ich für die Uni viel machen muss. Es ist mal wieder Hausarbeiten-Saison. Doch weil am Freitag ein netzfeminisisches Bier anstand, war ich am Donnerstag von der Uni aus mit dem Account @Netzfeminismus online. Leider.

In meiner Timeline tauchte der Tweet einer Frau auf, die dazu aufrief einen Twitter-User, den sie gementionet hat, bei twitter zu melden und ihn und seine Follower zu „zerlegen“, weil er auf twitter Kinderpornografie verbreite. Dieser tweet war mir von einer anderen Frau in die Timeline retweetet worden.

Natürlich klickte ich den Namen des Users an, landete auf seinem Profil. Da waren sofort die Bilder. Er hatte sie mit twitpic hochgeladen und mein Client zeigte sie alle sofort an. Ich hatte so etwas bis dahin noch nie gesehen. Ich erspare euch weitere Beschreibungen. Ab da war ich für mehrere Stunden mit der Sache befasst.

Zuerst kam es mir komisch vor, dass man dazu aufrief, twitter zu benachrichtigen. Richtig ist es, die internetbeschwerdestelle.de zu kontaktieren. (weitere Möglichkeiten, Kinderpornografie zu melden: jugendschutz.net und inhope.org (international, wenn bekannt ist, aus welchem Land) – danke an Lucie!) Umgehend und ohne zögern. Das habe ich getan. Ich wusste auch noch, dass der Download solcher Bilder illegal ist, auch ein Screenshot etc… ich kopierte aber die Follower desjenigen in ein Word-Dokument. Es enthielt keine Bilder. Ich speicherte es ab. Der internetbeschwerdestelle.de gegenüber erwähnte ich diese Liste.

Die internetbeschwerdestelle.de ist nach eigenen Angaben international vernetzt – falls ein Täter einmal nicht in Deutschland ist. Was hier eindeutig der Fall war. (Ergänzung: wenn das Land bekannt ist, dann auch inhope.org – dort kann man die zuständigen Behörden direkt informieren).

Ich ermahnte darüber hinaus meine Follower auf twitter (besser gesagt, die Follower von Netzfeminismus), dass man die Behörden informieren müsse, nicht twitter. Das revidierte ich später, da auf den Seiten der internetbeschwerdestelle.de stand, man müsse auch die Anbieter (etwa Youtube, Facebook oder wo auch immer das kinderpornografische Material erschien) informieren. Dabei geht es vor allem darum, dass die Inhalte offline genommen werden. wie Tom in den Kommentaren ergänzte, gibt es dafür eigens eine Mailadresse bei twitter: cp@twitter.zendesk.com

Ich erhielt recht schnell eine Antwort von der internetbeschwerdestelle.de (IBS). Dankeschön, bla bla. und keinen Screenshot machen solle ich und außerdem aufpassen, dass ich nichts davon runterlade, wegen strafbar machen und so weiter. Vor allem aber: Das Userprofil sei entfernt worden, man könne da jetzt nichts weiter nachverfolgen. Das wars.

Bevor das Profil offline war, hatte ich ja die Follower in mein Dokument kopiert. Einen davon klickte ich stichprobenartig an. Ich schaute mir die Leute an, denen er folgte. Alle sehr eindeutig. Offenbar waren hier hunderte Menschen via twitter vernetzt, die Kinderpornografie konsumierten und austauschten. Ich schickte die URL zu der Liste derer, denen dieser Typ folgte, auch an die IBS. Ich bekam seither bis heute keine weitere Antwort. Was das heißt kann ich nicht sagen. Ich kann nur hoffen, dass die zuständigen Behörden leise und still an der Sache arbeiten und versuchen, wenigstens einen Teil dieser Leute international zu kriegen.

Mehr konnte und kann ich also nicht machen. Der Tag war aber gelaufen. Die Bilder bekam ich nicht mehr aus meinem Kopf. Mir ging es so schlecht, wie lange nicht, ich fühlte mich seelisch richtig kaputt und ich hasste die Menschheit und die Welt. Erst am nächsten morgen war es ein bisschen besser. Und auch wenn die Bilder sich in meinem Kopf festgebrannt haben und ich sie immer noch nicht los bin, geht es jetzt. Aber:

Wenn euch Kinderpornografie im Internet über den Weg läuft, dann bitte – bitte! – gebt keine Links oder Accounts an andere weiter! Diesen User zu twittern war äußerst unklug. Erstens wurde er gewarnt. Zweitens wurden potentiell viele Menschen echt seelisch angegriffen.

Wendet euch auch immer ZUERST an die Behörden! ich weiß es nicht mit Sicherheit, was twitter da macht, ob das weiter verfolgt wird. Ich kenne mich wirklich nicht damit aus. Aber die Antwort der IBS war, dass sie es nicht weiter verfolgen können, weil das Profil offline ist. Und auch das offline-Nehmen warnt allerspätestens die Täter.

Und wenn jemand euch Links etc… gibt, dann bitte -bitte! – retweetet es nicht. Es gibt dafür keine guten Gründe. Es besteht keine Notwendigkeit, dass so viele Menschen wie möglich Kinderpornografie sehen sollen. IM GEGENTEIL.

Ich vermute, das war alles gut gemeint. Aber es war alles nicht gut durchdacht. Deswegen schreibe ich das hier, damit in Zukunft anders reagiert wird. Ich schreibe das jetzt am Beispiel von twitter. Aber analog kann man das sicherlich auf andere Plattformen anwenden.

Zweierlei noch: Das Argument, auf Kinderpornografie im Internet stoße man nicht einfach so – das ist hiermit nun wohl endgültig widerlegt.

Zweitens: Eines der Argumente gegen Netzsperren war: wenn eine Seite mittels Stoppschild gesperrt würde, würden die Täter gewarnt und könnten schnell ausweichen etc.. deswegen frage ich mich: ist es nicht besser, mit dem melden an die Plattformbetreiber etc… zu warten? Eventuell, bis eine Antwort von den Behörden (also auch der ibs) da ist?

Abschließend: was ich hier schreibe ist wenig detailiert recherchiert. Wenn ihr zum Umgang mit solchen Situationen und Problemen weitere Empfehlungen und rechtliche Hinweise habt, immer her damit, ich möchte es gerne ergänzen. Ich glaube, dass es wichtig für alle ist, wenn wir uns untereinander darüber informieren und austauschen. Damit einerseits die Behörden die besten Chancen haben, die Täter zu erwischen. Und andererseits andere InternetnutzerInnen möglichst von verstörenden Inhalten verschont bleiben.

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Bildungsgutscheine und freie Schul-Wahl am Beispiel Chiles:

 

Oder: Wie wirkungsvoll ist das Instrument der ‚Vouchers’?

Hausarbeit vom 15.03.2011 zum Projektseminar: Theorien und Konzepte in der Vergleichenden Bildungsforschung (Wintersemester 2010/2011) bei Dr. Barbara Schulte

Einleitung

In der Vergleichenden Erziehungswissenschaft findet eine ausführliche kritische Betrachtung von Ideen und Instrumenten statt, die weltweit als Mittel gesehen werden, zum Ziel „Fortschritt“ und „Entwicklung“ zu kommen. Wobei allein schon über diese beiden Begriffe eine rege Debatte stattfindet. Da gibt es auf der einen Seite die VertreterInnen einer Idee von „Weltkultur“[1], für die Fortschritt und Gerechtigkeit klar definierte und universelle Werte auf der ganzen Welt sind. Andere theoretische Richtungen, etwa relativistische Theorien[2] oder Ansätze über multiple Modernisierung[3], gehen von kulturspezifischen Rezeptionen und Konzeptionen im Bildungsbereich aus.

In der wissenschaftlichen und politischen Diskussion um die Entwicklung von Bildungssystemen gelten die Instrumente und Ideen der Privatisierung, Dezentralisierung, Schulautonomie, Bildungsstandards und Bildungsgutscheine als beispielhaft für eine universalistische Herangehensweise. Auch ist es gerade in diesem Feld schwer, die politische Dimension von der wissenschaftlichen Arbeit sauber zu trennen: Internationale Organisationen wie OECD, Weltbank und McKinsey haben eigene wissenschaftliche Apparate und geben Studien und Einschätzungen heraus, die stets mit dem Anspruch der Verwirklichung einer bestimmten Politik Hand in Hand gehen. Auch die internationalen Vergleichsstudien wie PISA, IGLU und TIMSS haben die Idee, es gäbe eine universelle Lösung zur Verbesserung von Bildungsangeboten auf der ganzen Welt, weiter verbreitet.  Diese rein Output-orientierte Betrachtung der Bildungssysteme in anderen Ländern und Kulturen basiert gerade auf der Annahme von Standards, die für alle Gültigkeit haben müssten. Kulturelle Disparitäten kommen in dieser Betrachtungsweise nur am Rande vor.

In der vorliegenden Arbeit wird zunächst die Ideengeschichte des Instruments Bildungsgutschein (engl. Voucher) betrachtet, wie sie vom Ökonom Milton Friedman entworfen wurde, unterschiedliche Rezeptionen erfuhr und in der heutigen nationalen und internationalen Debatte stattfindet. Daraufhin wird am sogenannten Muster-Beispiel Chile untersucht, wie Bildungsgutscheine in ihrer konkreten Ausgestaltung konzipiert, umgesetzt und rezipiert werden können. In der abschließenden Diskussion dieser Ergebnisse soll ein möglicher Ausblick auf die weitere Entwicklung dieses bildungspolitischen Instruments gegeben werden. „Bildungsgutscheine und freie Schul-Wahl am Beispiel Chiles:“ weiterlesen

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„Geschlechterbilder im Netz“ – Debatte bei DRadioWissen

(flickr.com | wili_hybrid CC BY-NC 2.0)

Am Samstag hatte ich eine kleine Premiere: Zum ersten Mal war ich im Radio. Bei DRadioWissen ging es dieses Mal im Online Talk um Geschlechterbilder im Netz. Ich diskutierte eine Stunde zusammen mit Anatol Stefanowitsch und Helga Hansen über Sexismus, stereotypes Verhalten, Vorbilder und vieles Mehr. Moderiert hat Vera Linß. Das ganze ist auch als Podcast bei wissen.dradio.de nachzuhören.

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All Sexism sucks!

Ich habe ziemlich lange an einer für mich passenden Definition gearbeitet, die wiedergibt, was Sexismus für mich ist. Angefangen hat alles einmal damit, dass ich im Jahr 2010 für die Grüne Bundestagsfraktion zum Netzpolitischen Kongress den Leuten etwas über Sexismus im Netz erzählen sollte.

Die meiste Arbeit machte bei der Vorbereitung der Erklär-Teil: Was ist eigentlich Sexismus? Recht schnell merkte ich, dass es dazu überhaupt keine eindeutige Definition gab und ich sah, dass sich der Begriff über die Jahrzehnte hinweg steter Wandlung unterworfen hatte. Die Definition von Sexismus, das kann als erstes festgestellt werden, ist damit nie an einem Ende.

Das Männliche als Norm

Doch die Geschichte des Feminismus, der den Sexismus als solchen überhaupt erst thematisiert hat, ist dabei nicht unwichtig. Käthe Schirmacher sagte etwa: „Mit der dem Menschen eigenen Subjektivität hat der Mann sich, seine Vorzüge, Fehler und Leistungen als die Norm, das Normale, das „Seinsollende“, das Ideal gesetzt: das Männliche war, in der Sprache wie anderswo, das Massgebende. […]“ und trifft damit einen Kern dessen, woher der Begriff ursprünglich kommt, warum er notwendig geworden ist und warum es bis heute viele Menschen, gerade auch FeminstInnen, gibt, die meinen: Es gibt Sexismus nur gegen Frauen. Damit hadere haderte ich, da wollte ich nicht stehen bleiben. So kam es schlussendlich dazu, dass ich die Sexismus-Definition, die in der Studie „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ der Universität Bielefeld verwendet wurde nahm, und einfach umschrieb in: „Sexismus betont die Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Sinne einer Demonstration der Überlegenheit des einen Geschlechts über das andere und fixierter Rollenzuweisungen an beide.”

So definierte ich nach einem kurzen geschichtlichen Rückblick in meinem Vortrag also Sexismus. Das war 2010 und das war einigermaßen naiv von mir. Denn ich habe es nicht für notwendig gehalten, zu rechtfertigen, wie ich dazu kam, es so abzuändern.

Bereits im Jahr 2007 schrieb ich eine Hausarbeit über Männerbildung und stellte mir die Frage, in wieweit sie dazu geeignet sein könnte, einen Beitrag zur Geschlechterdemokratie zu leisten. Männerbildung ist deswegen interessant, weil sie zu einem übergroßen Teil darauf ausgelegt ist, Männer (noch) professioneller zu machen und ihre (berufliche) Macht zu erweitern. An Familienbildung nahmen Männer zumindest damals in einem verschwindend geringen Umfang teil.

Zentrales Ergebnis meiner Arbeit war es, dass die Männerbildung genau deswegen ein Schattendasein in der Erwachsenenbildung führte, weil stereotypes Handeln und sehr stereotype Angebote (Kurse zu „weichen“ Themen richteten sich auch bildlich vor allem an Frauen etc…) dem im Weg standen. Die Geschlechter konnten in dieser Aufteilung in einer Art zwei-Säulen-Modell beschrieben werden: Menschen sind Wesen, die einerseits ein „Erwerbs- und Berufs-Ich“ haben und andererseits ein „Soziales Ich“. Die traditionelle Geschlechterrollen-Aufteilung hat aber dazu geführt und sich teilweise in absurder Weise darin „perfektioniert“, diese beiden „Ichs“ auf die beiden Geschlechter zu verteilen. Der „Erwerbs (Arbeits-)Mann“ und der „Macht-Mann“ stemmen dabei die eine Säule. Das wird von Peter Döge als „hegemoniale Männlichkeit“ bezeichnet. Die andere Säule ist die „Hausfrau und Mutter“, die aber darüber hinaus auch alle sozialen Kontakte der Ehe, Partnerschaft oder Familie „managed“. Diese lange tradierte Verteilung von Aufgaben wirkt, so die These von Feminismus, Pädagogik und Soziologie, bis heute nach. Auch wenn sich vieles bereits gelockert hat: Heterosexualität als Norm gerät ins Wanken, Frauen gehen arbeiten und Männer nehmen Elternzeit (die einen mehr, die anderen weniger). Und so weiter.

Jahrtausendealte Tradition

Doch aus der Vogelperspektive betrachtet bleiben Unterschiede bestehen, die stereotypen Rollenzuweisungen nehmen nur langsam ab. Die Soziologen nennen dies die Makro-Ebene. Änderungen auf der Marko-Ebene brauchen nicht selten mehrere Generationen, vor allem, wenn die Tradition, die sich ändern soll, Jahrtausende zum Wachsen hatte. Auf der einen Seite stehen die wirtschaftlichen Realitäten, die offenkundig auch im Jahr 2012 Frauen noch benachteiligen. Der Gender Pay Gap ist bekannt. Die geringe Frauenquote in Führungspositionen ist bekannt. Der große Frauenanteil in den Niedriglohnjobs ist bekannt. Seltener thematisiert: Die andere Seite. Das Göttinger Institut für Männerbildung und Persönlichkeitsentwicklung, ein Pionier auf diesem Gebiet, hat die Dokumentation einer Tagung zu Männerbildung veröffentlicht, die beschreibt, dass ein häufiges Problem von Männern sei, „nicht mit ihrem Innern verbunden“ zu sein.

Und auch die Neurobiologie und die Bildungsforschung weisen darauf hin, dass kleine Jungen von Anfang an anderen Herausforderungen unterliegen, als Mädchen. Jungen haben weniger Kinderbücher und Hörkassetten (CDs) und Eltern lesen Jungen weniger vor. Gerald Hüther wies darauf hin, dass Jungen aufgrund ihrer neurologischen Disposition bei der Geburt mehr Liebe und Halt-bietende Orientierungsangebote benötigten, als Mädchen. Genau das aber wird Jungen eher verwehrt als Mädchen. Er stellt gleichzeitig als einer der wenigen Neurobiologen die biologische Determiniertheit von Geschlecht geschickt und überaus klug in Frage, wenn er nachbohrt: „Wie wird aus dem, was ein Mann werden könnte, schließlich das, wofür sich der Betreffende aufgrund seines Geschlechts hält?“ Hüther hebt damit das soziale Umfeld der Kinder als starken Einflussfaktor hervor und dass dieses ausschlaggebend für die spätere Entwicklung des Gehirnes sei. Doch stereotypes Denken und Handeln stehen dem diametral entgegen – wer es nicht glaubt, werfe einen Blick in einen typischen Spielwarenladen.

 Diabolisierung des Anderen

Vor bereits vier Jahren, es war 2008, brachte Walter Hollstein eine lange und ausführliche rein männliche Sicht auf die Probleme mit den Geschlechterrollen-Stereotypen in einem Buch heraus, das ich damals auch rezensierte: Rückblickend betrachtet ist klar, warum es für mich in der Vorbereitung meines Vortrags über Sexismus im Netz keine Frage mehr sein konnte, die Definition auch auf Männer auszuweiten: Es ist auch hier genauso, wie mit dem *sehen* der Stereotype und der Abwertung gegenüber Frauen. Wenn man einmal diese „Brille“ aufgesetzt hat, kann man sie nicht mehr nicht sehen. Vor allem habe ich merklich folgenden Satz gefressen und werde ihn auch nie mehr los: „Die Idealisierung des eigenen Geschlechts und die Diabolisierung des je fremden […] verhindert den wahren Blick auf das Andere. Das gilt für Männer wie für Frauen.[…]“. Der Feminismus, wie ich ihn vertrete, setzt hier an.

Ein starker Schub für diesen Ansatz kommt jüngst aus den USA, wo im The Guys Guide to Feminism von Michael Kaufman und Michael Kimmel unter Sexismus frei übersetzt steht: „Wie alle anderen „Ismen“ ist Sexismus eine Sammlung von Einstellungen – es ist ein Set von Vermutungen die beinhalten, dass ein Geschlecht besser und übergeordnet über das andere ist.“

Die beiden fokussieren auf die starke Institutionalisierung von Sexismus, die sich in Rechten und unterschiedlichen Möglichkeiten manifestieren, welche aufgebrochen werden müssen und sagen dazu: „Diesen Teil können Frauen nicht tun (ebenso wie es Schwarze nicht in einer Weißen-dominierten Gesellschaft tun können).“ Aber an diesem Punkt bleiben die Autoren nicht stehen, sie gehen noch einen Schritt weiter: „Es gibt einen weiteren Teil von Sexismus, er besteht in Vorurteilen über das (andere) Geschlecht, die auf Stereotypen basieren – selbst wenn man nicht glaubt, dass das eine Geschlecht dem anderen überlegen ist. Und auch wenn geschichtlich diese Stereotype vor allem Frauen betroffen haben, sollten wir betonen: Wir sind keine Fans von Stereotypen gegen Männer – dass wir natürlicher Weise gewalttätig(er) seien, nur Sex wöllten und dass wir inkompetent sind, wenn wir auf Babies aufpassen sollen. (…) All sexism sucks.“

Dieser Text erschien zuerst als Kolumne auf freitag.de.

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