Pfeife rauchen!

Ché Guevara hat es getan. Günter Grass tut es. Bing Crosby hat es getan. – Ich werde es tun!


Raul Castro, left, with has his arm around second-in-command, Ernesto “Che” Guevara, in their Sierra de Cristal Mountain stronghold south of Havana, Cuba, during the Cuban revolution.

Was ein richtiger Mann ist, raucht Pfeife. Ergo will ich das auch!
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Burka, Feminismus-Sprech, Biologismus

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Wenn das hier thematisch langweilig und einseitig wird (Religion, Sex, Feminismus), tuts mir leid. Es ist wie gesagt eine sehr subjektive Sammlung und ihr könnt Einfluss nehmen, indem ihr eure oder andere kluge Kommentare in die Kommentare postet oder mir per Kontaktformular mailt (bitte mit Link).
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Eigenwerbung in Kommentaren ist erlaubt und gern gesehen – ich poste nur Michael Michaelis‘ Kommentar unter „Eine Replik auf ‚warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken'“ in der Mädchenmannschaft – folgt doch selbst seinem Link:

Ich würde das Thema gerne etwas radikalisieren: der Streit um die Frage, was angeboren, und was sozial vermittelt ist, geht am Kern der Sache letztlich vorbei.

Auch biologische Unterschiede sind keine Natur – das sind Differenzen, die nur auf sprachlicher Ebene funktionieren, und Natur beschreiben. Beschreibungen jedoch sind sprachliche Artefakte, Konstrukte. Die Unterscheidung in Frau und Mann ist keine Unterscheidung, die Natur selber hervorbringt, sondern ein Unterschied, den Menschen machen, wenn sie über Natur sprechen.

http://www.michael-michaelis.de/htdocs/konstruktion-von-identitaet


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Sex, Arbeit, Drogenfachgeschäft

Im Blog der Aidshilfe schreibt Holger Sweers über die sinnvolle Idee der Drogenfachgeschäfte. Ein interessanter Kommentar dazu von Jürgen Heimchen:

Wir, betroffene Eltern des Bundesverbandes der Eltern und Angehörige für akzeptierende Drogenarbeit e.V. können der Forderung nach Übernahme der Kontrolle durch den Staat nur unterstützen.
Auch wir haben dazu gelernt. Nur die Legalisierung garantiert ein Überleben in Menschenwürde!

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Externe Zuschreibung an Feminismen – ein Twitter-Beispiel

Auf der re:publica sprach ich im Rahmen des sehr spannenden Blogger_innen-Gesprächs mit Philipp Banse über die Wege zur Eroberung des Netzes durch Frauen. Den wenigsten Tweets, die dabei sonstwie unsachlich, undifferenziert und unterstellend kommentierten, habe ich Beachtung geschenkt. Feedback zum Thema „Auftreten“ allgemein – zum Beispiel von der Dolmetcherin von Julia Probst – habe ich dankend angenommen, denn ich bin kein Profi auf so einer großen Bühne.

Fragen zum konkreten Thema, die inhaltlich und sachlich sind – aber wo ich vielleicht eine andere Meinung habe – sind auch immer gerne gesehen. Alle anderen könnten mir am Arsch vorbei gehen, aber einer tut es doch nicht:

HappySchnitzel tweetete:

Solange Frauen sich in feministischen Diskussionen als Opfer definieren, wird sich an ihrer Rolle genau nichts ändern. #rp11
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Simone – Nachruf auf eine Seelenverwandte

Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.

Am 12. April 1986 starb Simone de Beauvoir. Damals war ich gerade 3 Jahre alt. Manchmal frage ich mich, ob ihr Geist dann in mich gefahren sein könnte, so nah fühle ich mich dieser Frau, wenn ich ihre Wörter, Zeilen, ihre Sätze und Bücher lese. So nah, so seelverwandt, wie sonst keiner anderen Autorin. Immer wieder haut mich um, zum Beispiel in ihrer Biografie zu lesen, wie sie liebte, wie sie litt, wie sie kämpfte und wie sie ihr Dasein als Frau empfand. So als wären die eigenen Gefühle schon einmal gefühlt, die eigenen Gedanken schon einmal gedacht und die eigenen Dilemmata schon einmal durchlebt worden – bloß in einem anderen Körper. Sartre and de Beauvoir at Balzac Memorial

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re:publica – das gibt’s von mir

So liebe Leute,

eigentlich wollte ich einfach nur meinen kleinen Vortrag zum Thema Stereotype, Wettkampf und Sichtbarkeit im Netz halten.

Nun kam es anders. Was mich natürlich freut, und ich danke den lieben Einladungen zum Talken sehr. Eine kleine Zusammenfassung, der Panels, auf denen ich gehört, gesehen und gerne auch ausgefragt werden kann:

14. April 2011, 16 Uhr, Berlin
Blogger_innen im Gespräch

Re:publica-Gespräch von Philip Banse mit Richard Gutjahr, René Walter, Julia Probst und Katrin Rönicke.
Im FriedrichstadtPalast

 

15. April 2011, 15 Uhr, Berlin
Cyberfeministinnen und Girls on Web

Workshop mit Katrin Rönicke, Anne Roth, Valie Djordjevic, Diana McCarty und Teresa Bücker im Rahmen der Re:publica
Kalkscheune, Kalkscheunenstraße Berlin, blauer Saal.

 
15. April 2011, 16 Uhr, Berlin
Stereotype, Sichtbarkeit und Wettkampf
Vortrag von Katrin Rönicke im Rahmen der Re:publica
Kalkscheune, Kalkscheunenstraße Berlin, Workshop 3


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Antje Schrupp, Fortschritt, Magda

Als Einstieg in die neue Serie, heute drei Kommentare, die sich alle im feministischen Umfeld tummeln.

Antje Schrupp schreibt bei Julia Seeliger unter „Alice und der Sex“:

Man muss allerdings mit berücksichtigen, dass es damals in den Achtzigern noch überhaupt keine Vorstellung davon gab, dass Sex auch ANDERS als durch Penetration möglich ist. Ich war damals um die zwanzig und kann mich noch genau erinnern, wie mir durch Schwarzers Formulierungen wirklich überhaupt erst einmal klar wurde, dass Sex mehr sein könnte als sich einen reinstecken lassen. Es war wie Tomaten von den Augen fallen, denn niemals hatte mir irgend jemand etwas dergleichen gesagt. Im Gegenteil, ich hatte mehrere Begegnungen mit Männern (netten Männern, Freunden von mir), die mir ein schlechtes Gewissen machten, wenn ich sie “erst anmachte und dann nicht reinstecken ließ”. Und es war sehr, sehr, sehr, sehr schwer bis unmöglich, es damals normalen durchschnittlichen Männern zu erklären, dass das Reinstecken eventuell nicht alles am Sex sein könnte. Mir wurde, wenn ich das verweigerte, mehrmals und von vielen Seiten vorgehalten, ich sei doch “frigide”. Also ich bin wahrlich kein Fan von Schwarzer, aber diese Relativierung der Gleichung Sex = Reinstecken war sehr wichtig, jedenfalls für mich persönlich auf jeden Fall.

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Neue Serie: Der kluge Kommentar

Das Web 2.0 und seine Publikationen haben einen entscheidenden Faktor in die Diskussionkultur eingebracht: Die Kommentarfunktion. Ich selbst habe im Jahr 2005 – also vor mehr als sechs Jahren – damit angefangen, meine Artikel in einer größeren Community zur Diskussion zu stellen und so manche Richtungsänderung hat das Denken in meinem runden Kopf dem Input von KommentatorInnen zu verdanken, die sich nicht nur die Mühe machten, meine Pamphlete zu lesen, sondern ihre eigenen mal mehr, mal weniger tiefgehenden Gedanken dazu zu äußern. Kurz: ich LIEBE Kommentare, Diskussionen und den Input. Auch wenn natürlich manches Mal eine schlaflose Nacht daraus resultierte, weil „someone wrong on the internet“ war – wie es in dem mittlerweile mit Kultstatus ausgestatteten Comic auch heißt:

Viel häufiger aber ist jemand wahnsinnig klug und kann einen Input liefern, den wir aufgrund unserer eigenen Scheuklappen vielleicht nicht gesehen haben.

Kommentare sind dennoch immer noch in einer recht unprivilegierten Position: Sie sind Sekundärcontent, dem Artikel untergeordnet und je mehr es unter einem Artikel werden, desto mehr sind sie dazu verdammt, unterzugehen und nicht beachtet zu werden.

Deswegen gibt es diese – natürlich unglaublich selektive – Serie ab jetzt wöchentlich montags hier im Blog. Ich sammle für euch die klugen Kommentare, die mir auf meinen Pfaden durch dieses Internet begegnet sind und hoffe, ihnen damit ein bisschen des Glamours geben zu können, den sie eigentlich verdient hätten.

Bitte denkt aber daran: nur weil ich die hier verlinkten Kommentare klug finde, spiegeln sie noch lange nicht meine Meinung wider. Ich denke aber, die Qualität dieser Serie hängt auch davon ab, nicht nur jene zu präsentieren, deren Meinung ich teile. Gott – das wäre grottenlangweilig.
Zum Zweiten möchte ich dazu aufrufen, mir eure Kommentare zu schicken, die ihr anderswo gepostet habt und die ihr gerne hier sehen würdet. Nutzt dafür einfach – na klar: die Kommentarfunktion.


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