„Meine Skepsis bewahrt mich davor, Fanatiker zu werden“


„Wovor noch kein Glaube je geschützt hat.“ Oder: Darf Mohammed eine Bombe auf den Kopf gezeichnet bekommen?


(Stein des Anstoßes, Bild via Henryk M. Broders Blog)

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Online-Plattform Neon.de

Die „Bombe“ auf des Papstes Kopf
Der Neon-User Benedikt_XVI. hat in seinem Profil ein Bild von Papst Benedikt dem 16., den er mit einer düsteren Figur aus dem Science-Fiction Film Star Wars gleichsetzt. Die Aussage des Bildes lautet: Papst Benedikt der 16. gehört zur dunklen Seite der Macht.
Meine erste Reaktion auf dieses Profil, das seit der Ernennung des neuen Papstes auf Neon zu bewundern ist, war: schallendes Lachen. Ja: Ich mag den Papst nicht und wofür er steht noch weniger.
Ein anderer User hier schrieb zur selben Zeit einen bösen Artikel über den Papst und die katholische Kirche. Die Anfeindungen ihm gegenüber sind in einem seitenlangem Diskussions-Thread dokumentiert. Doch der Artikel wurde von Neon-Online auf die Startseite gestellt – denn er war sehr gut geschrieben und traf gewissermaßen den Nerv der Zeit. Ja: bei Neon-Online herrscht Pressefreiheit – zumindest meistens.

„Die größte Verbrecherorganisation aller Zeiten“
Der Handel mit Papst-Verarschungs-Artikeln und die Kritik an der Religion: sie haben sich in Europa etabliert. Man darf über die Kirche jede erdenkliche Meinung äußern. Seit dem Buch „Kriminalgeschichte des Christentums“ von Karl-Heinz Deschner ist klar: Diese Religion hat eine blutige Vergangenheit und bis heute hat sie viele Leichen im Keller. Solange dies so ist, wird immer Kritik an der Religion laut werden.
So geschehen durch einen Mandanten Deschners. Er sagte 1988 das Christentum sei „die größte Verbrecherorganisation aller Zeiten“ und darauf folgte prompt ein Strafverfahren wegen Verleumdung. Doch wir leben hier in einer Gesellschaft, in der freie Meinungsäußerung ein Grundrecht jedes Einzelnen ist. Deswegen wurde das Verfahren eingestellt. Weiterlesen

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