Herz|Attacke

Da sitzt du, dein Körper krümmt sich. Du spürst einen Schmerz in der Brust. Dir fällt es schwer, diese körperlichen Reaktionen einzuordnen.


Foto: von bored-now, über Flickr

Eigentlich wusste ich es schon immer, instinktiv sozusagen.
„Ein gebrochenes Herz“ zu haben, diese kleine und vielbenutzte, fast schon abgenutzte, Redewendung, könnte näher an der Realität sein, als wir alle dachten.
Wer kennt das nicht: Oft reicht nur ein Satz, ein kurzer Moment, eine Sekunde in der alles zusammen zu brechen droht. Wenn die Emotionen wie eine Welle über einen Macht gewinnen. Wenn wir aus innerem Schmerz heraus nur noch schreien wollen. Der Mensch in seinen schwächsten Momenten – psychisch, seelisch und wie nun von Forschern endgültig bewiesen wurde, auch körperlich – am Ende.

Da sitzt du, dein Körper krümmt sich. Du spürst einen Schmerz in der Brust. Aus lauter Verzweiflung fällt es dir schwer, diese körperlichen Reaktionen einzuordnen, das Gehirn wird mit all den einströmenden Informationen nur noch schwer fertig. Du hast das Gefühl, als würde dein Herz kurz aussetzen – und das stimmt.

Die Hormonwelle

Die innere Welle, die wir in solchen Momenten durch unseren Körper strömen spüren, wie die Verzweiflung anscheinend in jede noch so kleine Arterie zu dringen scheint, existiert wirklich. Emotionaler Stress führt in unserem Körper zu einer Freisetzung von Hormonen, die auf das Herz wie eine Art Betäubung wirken und es unterwerfen. Die Symptome ähneln einer Herzattacke.
Der Herzmuskel ist bei Menschen in solchen Situationen sehr schwach, das Herz setzt nicht selten kurz aus. In den Lungen sammelt sich Flüssigkeit – alles ähnelt erschreckend einer echten Attacke – aber der Muskel funktioniert noch, es ist kein Infarkt. „Das Gewebe lebt“ sagt Hunter Champion, der die Studie leitete. „Es bewegt sich einfach nicht mehr.“ Weiterlesen

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