Britische Trockenheit und Ukulele

Manchmal braucht man nicht mehr, als eine Akkordfolge und es eröffnet sich eine ganze Welt des Pop…
Das zeigt (siehe Youtube-Video): Das wunderbare The United Kingdom Ukulele Orchestra!

und weil ich weiß, wie sehr ihr das alle mögt: Bohemian Rhapsody \o/

„Dieses kleine Instrument kann große Sachen bewirken“.
Vor allem macht es sehr gute Laune, es erdet.

Spielt Ukulele, ihr Hater!

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Bye bye iPhone: mein Leben mit Firefox OS

Ich habe mein iPhone 5, 32 GB verkauft und mir stattdessen ein Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS und einen iPod touch 5 64 GB gekauft.

Ausgangslage: Warum ich mein iPhone verkaufte

Damit ihr ungefähr einordnen könnt, warum ich mein iPhone 5 verkauft habe, um es durch ein Alcatel One Touch Fire + iPod 5 zu ersetzen, hier die Ausgangslage:

Ich hatte das iPhone 5 nur ein paar Monate und von Anfang an hatte ich Sorge, dass es einen zu kleinen Speicher hat (32 GB), um meine Musik und meine Podcasts zu beherbergen. Doch finanziell waren 64 GB nicht drin und somit musste ich in den sauren Apfel beißen. Hoffend, dass es schon reichen würde. Aber es kam, wie ich gefürchtet hatte: Es genügte nicht. Als ich nur noch 1 GB freien Speicher hatte, war mir klar, ich muss was ändern. Zunächst hatte ich vor, mir ein gebrauchtes 64 GB auf ebay zu kaufen und meines dort zu verkaufen. Aber dann kam es anders. Weiterlesen

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Ich las „Lotta Wundertüte“ von Sandra Roth

Sandra Roth hat vor anderthalb Jahren einen langen Beitrag im ZEIT Magazin veröffentlicht, in dem sie sehr persönlich über ihr Leben mit ihrer Tochter Lotta sprach, die durch eine Malformation der Vena Galeni in ihrem Kopf behindert* ist. Dieser Artikel hat mich sehr tief berührt, schon dieser Artikel warf die ganz großen Fragen auf:

  • ab wann ist ein Leben eigentlich „lebenswert“ und wer entscheidet das für wen?
  • warum ist es für viele so „normal“, dass man eventuell behinderte Kinder noch im Mutterleib „wegmacht“?
  • wer hat wann und wie eigentlich das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden?
  • Warum tun sich die meisten Menschen so extrem schwer, Inklusion zu leben?

und vieles mehr. Nun hat Sandra Roth ein ganzes Buch darüber geschrieben. Das Kind um das es geht heißt im Buch Lotta, der Name ist geändert. Sie hat einen großen Bruder, der Ben genannt wird. Das Buch beginnt mit dem 9. Monat der Schwangerschaft der Autorin, wo sie erfährt, dass im Kopf ihrer ungeborenen Tochter zu viel Blut am Gehirn vorbeigeht. Sie erfährt nicht, was das genau für das Leben mit diesem Kind bedeutet. Sie erfährt, dass sie es „wegmachen“ lassen könnte, wenn sie droht, sich sonst vom Dach der Klinik zu stürzen. Doch: „Lotta ist schon Lotta, sie ist schon eine kleine Schwester, eine Tochter. Sie tritt, sie strampelt, sie kämpft. Sie gehört zu uns. Wie können sie nicht töten. Oder?“

Paris – London – Duisburg. Die Experten für Lottas Kopf sitzen in diesen drei Städten.

Lotta kommt zur Welt und in den ersten drei Jahren bringt sie in Duisburg sieben Operationen hinter sich, die jede mit dem Tod enden könnte. Was bedeutet das für Eltern? Weiterlesen

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Sexismus im Sozialismus?

Joachim Rieß: Internationales Jahr der Frauen 1975; Briefmarke in der DDR; via Wikimedia Commons.

In meinem aktuellen Beitrag im Wostkinder-Blog gehe ich der Frage nach, ob es in der DDR auch Alltagssexismus gab, welche Frauenbilder öffentlich waren und welche unter der Oberfläche lagen. Die Frage konnte ich nicht endgültig klären, aber es ist ein Aufschlag. Zitat:

Die Frau im Sozialismus
Die gesellschaftliche Stellung von Frauen war in der DDR wesentlich weniger von Unterordnung und Ausgeliefertsein geprägt, als in Westdeutschland. Ihre Gleichstellung war Teil eines nationalen Narrativs. Dabei wussten „Vater Staat“ und „Mutter Partei“ am besten, was Frauen brauchten, was für sie gut war und was sie wollen sollten. So waren Frauengruppen, die sich auch in der DDR in den 80ern zuerst und vor allem in den größeren Städten bildeten, etwas Unerwünschtes. Denn erstens war, so die einhellige Meinung in Politik und Medien, die Frau doch emanzipiert. Und zweitens ließ man sich ungern durch emanzipatorische Bewegungen aller Art aufzeigen, dass es Risse im sozialistischen Lack gab.“

Den ganzen Artikel gibt es auf FAZ.net/wostkinder. Ich freue mich, wenn ihr dort eure eigenen Geschichten und Erinnerungen teilt.

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Kindheit in Ost und West in Bildern

Oben zu sehen ist das rostige Karussell auf dem kleinen Spielplatz in unserer Straße. Wir sind 1984 dort hin gezogen, ich war nicht ganz zwei Jahre alt.

Unten zu sehen bin ich 1988 auf meinem ersten Fahrrad, das ich vom Kindergarten geerbt habe. Ich bin sehr glücklich und fahre viel damit die Straßen rauf und runter.

Oben zu sehen bin ich am Tag meiner Einschulung. Nur wenige Monate nachdem ich im lieblichen Taubertal angekommen war. 1989.

Unten bin ich bei meiner ersten Fastnachtsveranstalung in Igersheim zu sehen. Eine von sehr vielen Prinzessinnen. 1990.

Für das Wostkinder-Blog habe ich diese Geschichte versucht aufzuschreiben.

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Wunsch an die nachfolgende Generation

Wenn ich meinem Sohm etwas von mir mitgeben will – was wäre das?

Vieles.

Zum Beispiel:

„Hey
wenn du einmal das Gefühl hast, jemand möchte mit dir schmusen, jemand sucht deine Nähe

und sagen wir mal, du findest diesen Menschen nicht komplett abstoßend. Sagen wir mal, du magst ihn. Vielleicht nur heimlich. Aber du magst diesen Menschen.

Lieber Sohn. Wenn du irgendwie kannst. Tu mir den gefallen:

Lass die Nähe zu.

Nimm diesen Menschen in den Arm. Oder halte seine Hand.“

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Die Erklärbären

Feminismus ist überaus kompliziert. Das kommt nicht nur, weil es X feministische Strömungen und Ansichten gibt (die einander teilweise ergänzen, teilweise widersprechen). Sondern bereits der gemeinsame Nenner dieser Strömungen wird ausufernd. Denn was FeministInnen antreibt umfasst nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche. Manchmal ist das schwer zu vermitteln.

Foto: (CC BY-ND 2.0) von Tambako the Jaguar via Flickr

Der gemeine Mensch aber sehnt sich nach Komplexitätsreduktion. Das Gehirn ist so konstruiert, dass es in einer überkomplexen Welt nicht permanent reizüberflutet und überfordert ist: Es schafft sich Schubladen und reduziert die Komplexität damit so, dass das Leben möglichst einfach und die Dinge möglichst schnell erfasst sind. Schubladendenken hat also einen Sinn. Es bring aber auch einen Nachteil mit sich: stereotypes Denken. Und davon können FeministInnen wahrlich ein Lied singen.

Die Vorurteile gegen Feminismus kennen keine Grenzen. Manche finden das so mühsam, dass sie nach jahrelanger aufreibender Arbeit aufgeben und den Begriff fallen lassen. Sie finden es einfacher so. Die meisten aber glauben: Feminismus ist ein international bekannter und damit verbindender Begriff mit einer langen Tradition und Geschichte. Diesen Begriff aufzugeben wäre ein zu schmerzhafter Verlust. Daher machen sie die Erklärbären. In Deutschland taten dies zum Beispiel die Autorinnen Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl, die im Jahr 2008 das Buch „Wir Alphamädchen – Warum Feminismus das Leben schöner macht“ herausgaben. Es war locker geschrieben, in der „Wir“-Form – aber: Es sprach vor allem junge (heterosexuelle) Frauen an.

Michael Kimmel, Michael Kaufmann und ein Blogger namens „Leptos“ legen jetzt nach: Feminismus für Männer erklärt – von Grund auf. Bislang leider nur auf Englisch, aber schauen wir es uns einmal an:

Da gibt es zum einen den „Guys Guide to Feminism“. Die beiden Autoren Michael Kimmel und Michael Kaufman haben sichtlich Spaß daran, die Erklärbären zu machen. Sie sagen klar: Egal, was andere unter dem Label verstehen, Feminismus ist relevant und zwar für Männer. Es sei ein Mythos, dass FeministInnen in Männern ihre Feinde sähen, nein: FeministInnen mögen Männer! Denn, so Kaufman/Kimmel: „Frauen, die vom Feminismus angesteckt sind, erwarten nicht nur von Männern, dass sie sich anständig benehmen, sie haben gleichzeitig ein tiefes Vertrauen in unsere Fähigkeit, dies zu tun.“ Das klingt nett, aber das Buch ist nicht nur nett und heititei. Einerseits ist es berührend, wenn sie darlegen: „Feminismus ermuntert Frauen, durchsetzungsfähiger und selbstbewusster zu sein. Und Feminismus ermuntert Männer, mehr Gefühle zuzulassen und auszudrücken. Und je selbstsicherer Frauen werden, und je mehr Männer ihre Gefühle ausdrücken, tja – umso gleicher werden Männer und Frauen werden. Und umso fähiger werden sie, echte Freunde zu sein.“ Doch sie schweben nicht auf rosa Wölkchen durch den Feminismus, nein, sie beziehen z.B. klar Stellung zu häuslicher Gewalt: „In Studien sehen wir: Wenn man breit auslegbar nach Gewalt fragt – wurden sie jemals von einem Partner geschlagen geschubst etc… – dann sind die Zahlen etwa gleich hoch bei beiden Geschlechtern. Aber wenn man fragt, ob die Gewalt dazu führte, dass die Person zu einem Arzt musste, oder auf Arbeit fehlte, oder physischen Schaden nahm, dann gibt es in überwältigender Weise viel mehr Gewalt von Männern gegen Frauen.“ Sie thematisieren Rassismus, Intersektionalität, Pornografie, Sex, Biologismen. Sie entzaubern auch das Testosteron: „Nehmen wir zwei Typen mit unterschiedlichen T-Levels [Testosteron] (alle anderen Merkmale sind gleich). Der mit dem höheren T-Level wird den anderen im Wettkampf schlagen. Aber nimm zwei Kerle, die gleiche T-Prüfmaße haben und dann einen Wettkampf führen: Der T-Level des Siegers wird hoch gehen und der des Verlierers runter.“ Kaufman/Kimmel bestätigen die Vermutung, dass bei den Hormonen der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang bislang von den meisten Biologen nicht wirklich genau untersucht wurde.

Bei den beiden Erklärbären mit den gleichen Initialen (die sich im Buch deswegen häufig MK² nennen) ist Respekt der Rote Faden. „Hört respektvoll zu, aber erwartet auch Respekt für eure eigene Integrität und eure Ideen.“ Mit dem „Guy’s Guide to Feminism“ haben sie einen kleinen Meilenstein gelegt: Liebevoll, Rücksichtsvoll und humorvoll machen sie die Erklärbären.

Nicht konsequent respektvoll

Der Blogbeitrag „Feminism for Dudes (from a dude)“ von „Leptos“ in seinem Blog „Player vs. Frustration“ begeisterte viele FeministInnen auf Anhieb und fand recht große Verbreitung zum Beispiel auf Twitter. Sinngemäß geht der Text in etwa so: „Jeder Junge, der sich für Feminismus interessiert geht ungefähr durch den gleichen Prozess der Erkenntnis und stellt auf jeder Stufe dabei Fragen, die FeministInnen nerven. Und weil wirklich JEDER nette Junge, der sich für Feminismus interessiert, diese Stufen durchmacht, habe ich sie mal hier aufgeschrieben und bitte euch, vorher nachzudenken, bevor ihr fragt.“ Dann zählt er die Stufen auf:

Erstens lerne jeder der Jungs, dass es Privilegien gäbe und dann dächten sie: Privilegien sind doch nicht wirklich der Punkt. Frauen haben doch auch Vorteile. Seine Antwort: Privilegien spielen eine große Rolle und das muss man akzeptieren. Zweitens würden Jungs dann irgendwann akzeptieren, dass es zwar Privilegien gibt und sie eine Rolle spielen, würden dann aber ihre Wirkungskraft herunterspielen. Oder relativieren. Dazu sagt er klar: Akzeptiert, dass es weiterhin ein sehr großes Problem ist und noch viel daran gearbeitet werden muss. Die dritte Stufe sei dann, die Frage nach den Männern zu stellen und ob der Feminismus diese nicht benachteiligen wolle. Oder unter Generalverdacht stelle. Dazu sagt er: Wenn Frauen kritisieren, was viele Männer tun – dann bitte sag dir immer wieder: ES GEHT HIER NICHT UM DICH. Viertens sei der Feminismus nicht dazu da, Männer happy zu machen. Sich nicht immer wohlzufühlen, wenn FeministInnen Sexismen ansprächen, sei normal. Das müsse man akzeptieren. Zum Schluss spricht er das „Tone Argument“ an. Also das Kritisieren eines rauen oder angreifenden Tons von FeministInnen. Wieder erklärt er: „ES GEHT NICHT UM DICH“ und besteht darauf, dass zwar manchmal ein diplomatischer Ton besser sei, doch dass es nicht den Jungs zustünde für die FeministInnen zu entscheiden, wann diese Zeit sei.

Je weiter er schreibt, desto weniger respektvoll bleibt er gegenüber den Jungs, die gerade mit Feminismus einsteigen wollen. Problematisch ist zum Beispiel die Aussage: „Wenn ihre Wut dazu führt, dass du dich unwohl fühlst, frag dich selbst: Fühlst du dich unwohl, weil du denkst: worüber sie redet, das gibt es gar nicht. Oder weil du denkst: sie spricht über dich und ärgert sich über dich? Wenn es das erste ist, liegst du vermutlich falsch. Wenn es das zweite ist, dann hör auf, das zu tun, was du getan hast und was sie kritisiert!“ Potentiell wird damit Kritik unmöglich. Außerdem ist es so verallgemeinernd formuliert, dass es FeminstInnen wirklich auf ein Podest der Weisheit stellt, das kaum zulässt, kritisiert oder hinterfragt zu werden. Das kann schlimmstenfalls eher abschreckend als einladend wirken. Schade eigentlich, denn die Idee ist ja prima. Kaufman/Kimmel sind mit ihrem Respekt konsequenter und das ist der große Gewinn am Guy’s Guide. Als Einstieg oder Weiterbildung für Männer daher ohne Abstriche zu empfehlen. Oder Moment: Ein kleines Manko hat es vielleicht: Man(n) erfährt hier überhaupt nichts über innerfeministische Spaltungen und Differenzen. Es geht um das Große Ganze und die gemeinsame Basis von allen. Aber ehrlich: Das ist eigentlich kein Manko – sondern nur ein weiteres großes tolles Plus an diesem Buch.

Links:

http://guysguidetofeminism.com/

http://wissen.dradio.de/gleichberechtigung-maenner-fuer-den-feminismus.33.de.html?dram:article_id=206020

http://maedchenmannschaft.net/leseprobe-wir-alphamaedchen/

http://playerversusfrustration.wordpress.com/2012/01/12/completely-unrelated-to-world-of-warcraft-feminism-for-dudes-from-a-dude/

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-f-wort

Dieser Text erschien zuerst als Kolumne auf freitag.de

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Überhöhte Standards – ich arbeite dran

Überhöhte Standards sind eine Lebensfalle. Der Begriff Lebensfalle stammt aus der Schematherapie, die von Jeffrey E. Young mitbegründet wurde und auf der Kognitiven Therapie basiert. Eine Freundin von mir macht seit Jahren diese Form der Psychotherapie und da wir uns recht selten sehen, konnte ich bei ihr wie bei kleinen Kindern beobachten, wie sie „wuchs“. Wie sie erstarkte. Wie sie ihr Leben neu definierte und wie sie glücklicher und zufriedener wurde. Das hat mich dermaßen fasziniert, dass ich mir wirklich das Buch „Sein Leben neu erfinden“ von Jeffrey Young kaufte und seitdem habe ich viel darin gelesen und rumgekritzelt. (mehr zu den Lebensfallen oder auch Schemata gibt es drüben in der Wikipedia – dort ist es aber etwas anders aufgezogen, als in Youngs Buch)

Ich will euch gar nicht weiter mit meiner Psychokacke nerven…. der eigentliche Grund, warum ich das hier alles schreibe ist eine Studie von Rheingold, die unter dem reißerischen Titel „Defective Joy Gene: Study Finds Germans Incapable of Enjoying Life“ bei SpOn rezipiert wird. So heißt es in dem Artikel:

The results conform to the image that many Europeans have of Germans in this era of economic crisis as self-denying overachievers who can’t even turn off the fun-brakes when vacationing at the beach.

Erst verrennen wir uns in einer Hatz um das Overachievement – dann reißen wir die Notleine und nennen es Burnout. Dass das eine und das andere direkt zusammenhängen merken viele nichtmal, wenn sie am Boden liegen, es geht einfach von vorne los. Und wir toppen uns immer wieder selbst, indem wir immer mehr Maßnahmen implementieren, LEISTUNG zu messen, LEISTUNG zu steigern und LEISTUNG zu heroisieren. So zum Beispiel Chefs, die erst ab einem gewissen Krankheitsgrad akzeptieren, dass ihre MitarbeiterInnen zu hause bleiben – das dürfen diese nicht selbst entscheiden. Das ist in der Schematherapie die Lebensfalle „Überhöhte Standards“.

Die Studie zeige deutlich, so der Artikel, dass wir Deutschen erst eine Sache richtig genießen könnten, wenn wir dafür etwas geschafft und erreicht hätten. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Gestern lag ich kurz auf einer Wiese. In der Sonne. Einfach so. Alleine und ohne Kinder. Das Traurige ist, dass ich das nicht freiwillig getan hatte. Ich habe gestern auf sehr unschöne Art meinen Job verloren, denn vor lauter Überforderung und Druck hatte ich nicht beachtet, dass ich meinen Vertrag zum 05.05. hätte verlängern müssen (und ein paar blöde Umstände kamen hinzu, die dazu führten, dass ich die Sache nicht bereits Mitte April klären konnte, wo sie mir zum ersten Mal gewahr wurde… Aber das ist jetzt insgesamt zu kompliziert… für hier reicht: Ich war von 100 auf Null einfach draußen). Wäre das gestern so nicht passiert, hätte ich von früh bis spät Abends gearbeitet. Wie immer halt. Nix mit Wiese. Darum arbeite ich jetzt an mehr Wiese, ganz von mir selbst aus. Und wenn mir jemand noch ne gute, aber bezahlbare Yoga-Schule empfehlen kann, bestenfalls mit Socializing-Effekt, weil er/sie selbst dort ist, dann ist auch mein Rücken sehr dankbar :)

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Lest was ich las

Vergangene Woche liefen mir folgende Texte über den Weg:

Zwischen Hoffnung und Lächeln
>> Alice Schwarzer schrieb in der FAZ einen Essay über ihre Burma-Reise. Sie fasste ihre persönliche Sicht auf die scheinbar recht komplexe und undurchschaubare Lage dort zusammen. Beim Lesen habe ich viel Neues gelernt, und viele Fragen wurden in meinem Kopf aufgeworfen.

Der „böse Gauck“ und das Netz
>> Ich mag Anatol Stefanowitsch. Er hat einen undogmatischen und dennoch kritischen Blick auf die Dinge. Er bleibt in alle Richtungen skeptisch – und nimmt hier eine erfreulich distanzierte Position in der Debatte um Gauck und diese ketzerische Netzcommunity ein.

Diebstahlsanzeige: männliches Gender gestohlen!
>> eine sehr interessante und kluge Parabel um die Frage: Was machen wir eigentlich, wenn wir unsere Gender-Stereotype losgeworden sind?

Bild von Clodagh McKenna; Photograph: Alberto Peroli - http://www.albertoperoli.it

Clodagh McKenna – Irische Köchin mit nomnom-Rezepten
>> ich mag ja sehr und koche sehr oft nach Jamie Olivers Rezepten. Jetzt habe ich eine neue tolle Ideengeberin entdeckt – und oben ist der Link zu ihrem Food-Diary. Außerdem ist sie Irin – allein damit hat’se mich

Über Begriffe und Begriffsbildung
>> Josef Honerkamp und die Frage: Ab wann muss ein Begriff eigentlich quasi-mathematisch determiniert und festgelegt sein? Wann gibt es umgekehrt die Freiheit zur Interpretation und Auslegung?

Generationengerechtigkeits-Preis 2011/2012
>> „Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) vergibt, angeregt und finanziert durch die Stiftung Apfelbaum, den Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 €. […] Die Ausschreibung richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen. Die Wettbewerbsbeiträge sollen 20 bis 40 Seiten umfassen.“ – Das Thema: „Die Schuldenbremse in Deutschland – Evaluation im nationalen und internationalen Kontext“ Euer Ding? Dann habt ihr Zeit bis 01.06.2012, etwas einzureichen. Viel Erfolg!

Ich hab ne Tante in Marokko…
>> Irgendwo in diesem Netz beschwerte sich jemand, die Kinderliedersammlung einer größeren Deutschen Zeitung (online, Name der Zeitung ist mir entfallen) enthielte das schöne Lied „Tante aus Marokko“. Jedoch seien dort bedenkliche Inhalte (ich hab den genauen Zusammenhang wirklich nicht mehr im Kopf … Ist das schon beginnende Demenz?) – na jedenfalls: Hier eine Version, die gut klingt und absolut PC ist ;)

[youtube=http://youtube.com/watch?v=ch5wicp_K0M&w=550&h=360]]

Die Kinderlieder von TamTam sind sowieso alle sehr schön und man kann in diesem Internet eine CD davon kaufen – aber genug der Werbung. Wer suchet, der findet.

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