Broadcast – Kadda auf allen Kanälen

Es ist ja kein Geheimnis, dass ich App.net gut finde. Nun haben sie sich Ende 2013 ein neues Feature einfallen lassen, dass ich für sehr praktisch halte: Broadcast. Mit Broadcast können Sender_innen aller Art Kanäle erstellen, die über App.net laufen und diese Kanäle können abonniert werden. Wer einen Kanal abonniert hat, erhält Pushnachrichten bei neuen Sendungen.

Für Podcaster_innen und Blogger_innen ist das eine prima Sache. Ihr könnt nun daher folgende Kanäle abonnieren, auf denen ich sende:

dieses Blog
– die Wostkinder
– der Lila Podcast
– der Erscheinungsraum
– der Wostkinder-Podcast

Um diese Kanäle zu abonnieren, braucht man eine App – für iOS oder für Android. Und dann kann man loslegen und verpasst nichts mehr von den Sender_innen, die einem am Herzen liegen.

Für alle, die selbst so etwas für ihre Sendekanäle einrichten wollen, haben die Macher von ADN (auf Englisch) aufgeschrieben, wie das geht: Im App.net Blog.

Flattr this!

Julian Assange auf dem #30C3: Wenn Hackerträume und feministische Hypes kollidieren

CC-BY-SA 2.0: New Media Days: Peter Erichsen

Derzeit gibt es eine sehr heiße Auseinandersetzung um den Video-Talk des Wikileaks-Gründers Julian Assange auf dem 30. Congress des CCC am Ende dieses Jahres in Hamburg. Die Auseinandersetzung dreht sich im Wesentlichen um die Frage: Ist Assange ein Vergewaltiger? Darf man einen Vergewaltiger auf einem Congress reden lassen, ihm eine Bühne erteilen?

Zwei stereotype Antworten lassen sich auf diese Frage identifizieren:

  • Natürlich ist er ein Vergewaltiger, denn er hat ja selbst Dinge zugegeben, seine Verteidigung hat Dinge zugegeben, die ich/wir als Vergewaltigung klassifizieren. Also besteht keine Frage und wer so einen einlädt ist einfach nur ekelhaft, misoygyn und antifeministisch. (so in etwa die Argumentation von Leuten, die einen feministischen Hype anzetteln.*).
  • Natürlich ist er kein Vergewaltiger solange er nicht verurteilt ist! In dubio pro Reo! Ihr blöden Feminazis könnt ja eure Creeper-Cards mitbringen und heulen. (so der Chor der aufgestachelten Hacker, die sich in einen Heiligen Krieg für die Freiheit und die Bürgerrechte stürzen, oder so)

Sollte es jetzt so wirken, als käme eine der beiden Argumentationen besser hier weg, als die andere – tut mir leid! Das war nicht meine Absicht, denn ich finde beide denkbar … ungenügend. Setzen: Sechs.

Ich bin Feministin. Und einige meiner Freunde sind Hacker. Und ich behaupte mal, dass ich ganz gut beide Welten sehen kann – und außerdem noch klar denken. Deswegen versuche ich mich an einer Standort-Bestimmung jenseits von Hype und Heiligem Krieg.

Was ist Vergwaltigung?

Vergewaltigung ist ein mit Gewalt oder Drohung erzwungener Geschlechtsverkehr – und zwar hier wie auch in Schweden. Die Gesetze in Schweden sind da überhaupt nicht anders. Das können noch so viele Blogger und Assange-Fanboys behaupten, es wird dadurch nicht wahrer. Könnte der Grund sein, warum man in Schweden den Vorwurf der Vergewaltigung hat fallen lassen. Denn – ach lest selbst:

„The appellant’s physical advances were initially welcomed but then it felt awkward since he was ‚rough and impatient‘ … AA was lying on her back and Assange was on top of her … AA felt that Assange wanted to insert his penis into her vagina directly, which she did not want since he was not wearing a condom … she did not articulate this. Instead she therefore tried to turn her hips and squeeze her legs together in order to avoid a penetration …

„AA tried several times to reach for a condom which Assange had stopped her from doing by holding her arms and bending her legs open and try to penetrate her with his penis without using a condom. AA says that she felt about to cry since she was held down and could not reach a condom and felt this could end badly.“

(Quelle: The Guardian)

Dies ist ein Fall im klassischen Graubereich*** – irgendwo zwischen Vergewaltigung und Sex – aber es ist keine Vergewaltigung. Wenn sich ein Typ so verhält, dann ist das für eine Frau erniedrigend, demütigend und das Verhalten kann man nichts anderes als ekelhaft und den Typen nicht anders als Arschloch nennen. Aber das ist keine Vergewaltigung und das wird es auch nicht dadurch, dass man diese Behauptung immer wieder und wieder wiederholt.

Die Sache geht noch weiter: Eine andere Frau hat mit Assange auch die Erfahrung nicht-konsensualen Sexes gemacht. Und es wird nicht einfacher, zu entscheiden. Schon gar nicht, wenn man nur irgend eine Bloggess ohne Jura-Studium ist, keine Richterin und keine Anwältin. Was Assange danach nämlich tat ist noch etwas weiter im Graubereich, als bislang:

They fell asleep and she woke up by his penetrating her. She immediately asked if he was wearing anything. He answered: „You.“ She said: „You better not have HIV.“ He said: „Of course not.“ She may have been upset, but she clearly consented to its [the sexual encounter’s] continuation and that is a central consideration.

(Quelle: The Guardian)

Eine feministische Lesart der Geschichte ist, dass der Sex während die Frau schläft natürlich und total klar Vergewaltigung sei. Aber auch hier möchte ich Einspruch erheben. Ich bin Feministin, aber ich hatte durchaus schon sexuelle Beziehungen, in denen das eben nicht der Fall war. Da wäre es angesichts aller Rahmenbedingungen, Vertrauen, auf Augenhöhe sein, eine rauschhafte Nacht erleben und und und… durchaus denkbar gewesen, dass so etwas konsenuell passieren konnte. Es ist absolut falsch zu behaupten, es sei ja völlig klar, dass so eine Handlung generell Vergewaltigung sei. Es kommt auf die Rahmenbedingungen an und auf die Beziehung.

Die Aussagen der betroffenen Frau legen nahe, dass es hier keinen Konsens gab. Dass es gegen ihren Willen geschah und dass es genau die Demütigung für sie war, von der ich oben sprach. Ich habe selbst schon so eine Demütigung erlebt und ich schleppe diese Erfahrung bis heute mit mir herum, auch wenn sie schon über zehn Jahre zurückliegt. Das ist eine Erfahrung, die keiner der Hacker je machen wird, je nachvollziehen können wird oder auch nur in Betracht ziehen wird, wenn er im Heiligen Krieg für die Freiheit den Feministinnen eins überbrät. Und dass sollte ihnen bewusst sein. Die Erfahrungen von nicht-konsensualem Sex wird in den meisten Fällen von Frauen gemacht und es ist ein Einschnitt in ihre Seele. Es begleitet sie in jeder folgenden sexuellen Beziehung und es verhindert, sich in ein sexuelles Abenteuer einfach unbefangen hineinstürzen zu können. Es legt einen Keuschheitsgürtel um die innere Lust, einfach aus der Angst heraus, je wieder so mies behandelt zu werden. Und so etwas sollte euch Hackern nicht egal sein – denn auch ihr könnt einer Frau begegnen, der so etwas passier ist. Denn es passiert viel zu oft.

Der Graubereich im Rechtssystem

Rechtlich ist dieser Graubereich genau das, was schon der Name sagt: Ein uneindeutiges Gebiet, auf dem es verdammt schwer ist, irgendwelche Urteile zu fällen. Würde Julian Assange sich der Anklage stellen – die keinesfalls wegen Vergewaltigung gegen ihn läuft, diese wurde wie gesagt eingestellt, es geht um sexuelle Nötigung und sexuelle Belästigung, wurde also deutlich abgeschwächt – wäre der Ausgang völlig offen. Es stünden Aussage gegen Aussage. Denn – und das unterschlagen vergessen meine feministischen Freundinnen zu gern: Die Aussage der betroffenen Frau steht gegen die Aussage Assanges (lest euch die Texte im Guardian einfach komplett durch). Und damit haben die Hacker leider recht: Hier ist noch kein Urteil gefällt, in dubio pro reo. Und es wird verdammt schwer zu beweisen sein, dass Assange das Arschloch ist, für das wir ihn alle halten. Rechtlich gesehen – und dieses Recht impliziert dann auch eine Ethik – ist die Sache also immer noch offen.

Wenn Hackerträume eigentlich platzen sollten

was ist so geil an Assange, dass alle Beteiligten, die jetzt im Heiligen Krieg sind, so abgehen? Eigentlich ist es ganz einfach und ich bitte alle Feministinnen und Allies derselben, wenigstens zu versuchen nachzuvollziehen, was der große Traum ist, den Assange verkörpert.
Dabei brauchen wir drei Basislegungen:

  1. Wir beenden ein Jahr, in dem wir mit einer unendlichen Ohnmacht konfrontiert wurden. Und als nichts anderes kann man die netzpolitische Lage nach Snowden bezeichnen. Auch und gerade wie unsere Bundesregierung in diesem Krieg agiert, nämlich sich an die Seite der USA stellend, macht nicht gerade optimistisch. Wir leben gerade eine Dystopie und auch wenn die meisten Feministinnen die ich kenne diesen Zustand noch nicht als solchen realisieren: Die Hacker-Community beschäftigt sich seit Äonen damit. Die Verschwörungstheorien, die sie hegten, ihre kleine Paranoia – alles hat sich als wahr herausgestellt! (ich übertreibe und überspitze, aber nur, weil es mir wichtig ist, dass ihr diesen Punkt mitschneidet!)
  2. Julian Assange ist der gelebte Widerstand gegen eine Welt, die sich in Regierungen, Geheimdiensten, Kriegen (deren Führung oftmals jenseits der Menschenrechtkonventionen liegt, aber das hält man gemeinsam geheim), Gemauschel hinter den Kulissen und Bündnissen jenseits von Demokratie abspielt. Assange hat mit Wikileaks den Mächtigen dieser Welt das Fürchten beigebracht. Er hat ihnen gezeigt, dass nur einer daherkommen muss, der keine Skrupel hat – schon wackelt die ganze Welt ein bisschen. Was Wikileaks damals auslöste ist ein Orkan, wie er heute an den Küsten dieses Landes herumfegt – aber der Wikileaks-Orkan fegte um die ganze Welt.
  3. Es ist der 30. Kongress, ein Jubiläum.

Okay, die letzte Basislegung mag banal klingen. Aber das ist sie nicht, denn Jubiläen erfordern immer etwas, das über dem „typischen“, dem „bekannten“ liegt. An einem 30. Jubiläum muss etwas ganz besonderes passieren. Da kommen Basislegung eins und zwei zusammen: Wir leben die Dystopie und realisieren, dass da ein Krieg stattfindet, für den wir bislang noch keinen Namen haben (und verschont mich mit „Cyberwar“ – was für ein seltendümmlicher Begriff). Zu dieser Dystopie brauchen wir – Frank Rieger brachte es voll auf den Punkt – einen HELDEN (gern auch eine Heldin, aber welche?), der (die) Hoffnung gibt. Und wenn man einigermaßen frisch denken kann, alle anderen Einwände einmal kurz beiseite lässt und sich auf die Suche begibt, eine_n Held_in zu finden, einen Widerstand zur Dystopie: Es gibt nur diesen einen. Es ist Assange. Es ist Wikileaks.

Und jetzt muss ich leider Einspruch erheben: Es ist nicht Wikileaks. Der Traum ist eine Blase und eigentlich sollte man diese Blase platzen lassen. Nicht aus feministischen Gründen. In der Geschichte der Menschheit gab es viele Helden, die Arschlöcher waren und vielleicht auch Vergewaltiger. Helden schnappen schnell über und meine Meinung über Assange ist, dass er übergeschnappt ist und dass er deswegen Frauen scheiße behandelte. Da gibt es vielleicht des öfteren eine Verbindung. Dennoch möchte man auf die Taten dieser Helden nicht verzichten und es ist wichtig, dass sie darüber sprechen. Das mag jetzt scheiße klingen, aber angesichts von weltweiten Problemen kann es wichtiger sein, einem Arschloch zuzuhören, politisch wichtiger, als auf die moralische Umsetzung von feministischen Grundsätzen zu pochen**.

Aber Wikileaks ist mehr als problematisch. Es klebt Blut an den Händen Assanges. Das lässt sich nicht wegleugnen. Ich halte Wikileaks wirklich nicht für die Lösung. Seine Whistleblower mögen die eine Seite der Sache sein. Eine andere Seite ist, wie ich aus einer Quelle im Europaparlament erfuhr, dass man davon ausgehen kann, dass in beispielsweise Syrien unzählige Menschen getötet wurden, weil man ihre Namen in Leaks fand, die einen Zusammenhang mit den USA herstellten. Damit waren sie für das Assad-Regime Verräter. Auch im Libanon hat Wikileaks zu einer Destabilisierung der Lage geführt und das kostet immer Menschenleben. So etwas ist Assange egal. Ich habe damals ein längeres Gespräch mit Herfried Münkler über Wikileaks geführt, der damals sehr stark dagegen anschrieb (zum Beispiel in der Süddeutschen) und dessen Meinung ich zu Anfang des Gesprächs nicht teilte. Aber: Er hat Recht in einer ganz wichtigen Sache: Wikileaks übernimmt null Verantwortung. Es pustet Informationen in die Welt, ungeachtet der Konsequenzen, die diese Informationen haben. Konsequenzen, die Menschenleben sein können. Hunderte, tausende, hunderttausende.

Was man meiner Meinung nach hätte tun sollen – und damit will ich auch zum Schluss kommen, ich freue mich für alles Weitere einfach auf eine rege Diskussion, die ich aber streng moderieren werde:

Den Guardian und Snowden lobpreisen

Der CCC sollte anstatt sich hinter Assange zu stellen, den Guardian und Snwoden gebührend huldigen. In meinen Augen ist das, was dort dieses Jahr gelaufen ist, Whistleblowing at its best. Wir haben einen Journalismus, der sich nicht erpressen lässt, der einem Menschen den nötigen Platz einräumt und der gleichzeitig auch die Verantwortung für die Informationen trägt (IMHO der Grund, warum die Infos so stückchenweise aus dem Guardian kommen, und nicht wie bei Wikileaks alles auf einmal rausgeballert wird). Und wir haben einen Edward Snowden, der ein perfekter Held ist. Keine Ahnung, wie die realen Chancen stünden, ihn für einen Video-Talk zu bekommen. Aber irgend jemanden aus diesem Umfeld könnte man sicher bekommen, oder den Chefredakteur des Guardian. Oder gar eine Frau, die Snowden monatelang begleitete: die Wikileaks-Journalistin Sarah Harrison. Hier liegt für mich so viel mehr Hoffnung, als in einem Assange, an dessen Händen Blut klebt.

Ich kann mir vorstellen, wie verdammt schwer das für euch ist. Aber lasst Assange los. Er ist nicht der Held, den diese dystopischen Zeiten brauchen. Ihm fehlen entscheidende Heldenqualitäten und ich persönlich vermute die Ursache liegt in seinem Ego.

* Was ein Hype ist, erklären Marco Herack und ich in einem Vortrag auf der Open Mind 2012.
** dies ist eine gute Gelegenheit, den Hackern das „Yes means Yes“-Blog ans Herz zu legen

*** vor einigen Jahren wurde auf jetzt.de die Debatte über diesen Graubereich durch eine Userin ausgelöst, die über ihre Erfahrungen schrieb. Das SZ-Magazin griff die Debatte auf und sprach dazu mit einem Sexualpädagogen. Beides ist als Zusatzlektüre lesenswert – und hilft hoffentlich ein bisschen zu verstehen, was ich mit Graubereich meine.

Zusatz: bitte denken Sie daran, dass ich hier mit „die Hacker“ nicht den CCC oder die Orga meine. Nach meinen Kenntnissen ist in diesen Kreisen Assange nicht gerade beliebt.

2. Zusatz: Ich konstruiere hier mit „die Hacker“ und „die Feministinnen“ so eine Art Webersche Idealtypen-Gegenüberstellung. Das hat den einfachen Grund, dass ich einen Punkt damit klarmachen will. Es dient einfach der Zuspitzung. Dabei nehme ich wissend in Kauf, dass sich diese beide Idealtypen auch je einem Geschlecht zuordnen – im Text. Auch wenn das in der Realität natürlich nicht so ist. Es gibt sowohl weibliche Hackerinnen als auch männliche Feministen und die Argumentationslinien dieser können durchaus von dem hier dargestellten Idealtypus abweichen. Mein Anliegen ist es nicht, Stereotype festzuschreiben. Mein Anliegen ist es, die Botschaft des Textes herauszustreichen, plastischer zu machen. Ich wurde mehrmals darauf hingewiesen, dass dies negativ ankommt. Das tut mir leid und ist nicht meine Absicht.

Flattr this!

Warum es hier kein Disqus gibt und auch nicht geben wird

Auf App.net hatte ich vor einiger Zeit eine längere Debatte über Disqus. Ich stimmte aus einem Bauchgefühl heraus jemandem zu, der Disqus ablehnte. Teils aus rechtlichen, teils aus ethischen Gründen. Das förderte eine Debatte über diesen Service – bei dem sich die Geister ziemlich spalteten. Disqus sei so nützlich, sortiere die Kommentare nicht so häufig in den Spam wie etwa die WordPress-Plugins. Okay. Nützlich. Aber so nützlich fand ich es gar nicht, denn ich hatte schon manches Mal Probleme, weil man mich vor dem Kommentieren zwang, mich irgendwo anzumelden. Und ich fand den Einwand besorgniserregend, dass das Disqus-Plugin sämtliche Kommentare importiert – auch die vor der Installation abgegebenen. Es ist auch kein Geheimnis, dass hinter den Bühnen Algorithmen über diese Kommentare laufen – das berichtet etwa Evgeny Morozov. Und wer vor der Installtion kommentiert hat, der hat diesem Speichern auf Disqus-Servern gar nicht zugestimmt.

Die rechtlichen Sorgen waren dann in der Diskussion recht schnell ausgeräumt: Durch das Abgeben eines Kommentars stimmt man automatisch den AGBs von Disqus zu. Auch, wenn man nur als Gast kommentiert. Diese AGBs beinhalten etwa, dass die angegebene Mailadresse wie auch der Kommentar selbst bei Disqus auf Servern gespeichert werden. Wer vorher kommentiert hat, hat dies ohnehin öffentlich getan. Kommentare können auch abonniert werden – und somit auch vorher schon gespeichert. Die Sache mit der Mailadresse wurde aber nicht ganz klar: Wird die auch von jenen Kommentaren importiert, die vorher abgegeben wurden? – Da bin ich mir nach der Recherche nicht so ganz sicher. Wenn ihr da mehr wisst – das würde mich noch interessieren.

Die ethischen Sorgen wiegen aber für mich ohnehin schwerer. Wer bei Disqus einen Kommentar abgibt, der Stimmt etwas zu, was hinter einem kleinen (sehr sehr kleinen) Fragzeichen-Button erklärt wird:

oben rechts sieht man das kleine Fragezeichen. Darunter ein kleiner Hinweis, was das hier alles eigentlich soll.
Ihre E-Mail-Adresse ist sicher. Aber was sind denn „optionale Benachrichtungen“. Und warum hat man das mit google-Übersetzung machen lassen? Fragen über Fragen…

Man kann dann klicken, dass man die AGBs lesen will – aber AGBs sind das nicht wirklich. Es sind Terms of Service – sprich: Da ist alles auf Englisch. Pech gehabt, wenn man das nicht versteht. Dann muss man einfach so gewievt sein zu wissen, dass sich hinter der netten Formulierung: „Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns sicher. Sie wird nur für Moderation und optionale Benachrichtigungen verwendet.“ versteckt: Du kriegst von unseren Servicepartnern, die uns dafür bezahlen, dass wir deine Mail-Adresse sammeln, Spam. Klar – rechtlich alles supi: man kann sich ja informieren. Hier steht es dann ja in den Terms and Policies:

To use the Disqus service, an email address, username and password are required. That’s it. We use personally identifiable information to deliver the Service, to comply with reasonable requests of law enforcement and recommend additional content to you, some of which may include content from advertisers.

Es geht also – wie immer – um Werbung. Und wieder wirst du zum Produkt. Mit dir wird gehandelt – ob du nun willst oder nicht.

Ich mache das hier nicht. Viele meiner Kommentatoren geben ihre echte Mail-Adresse an und das aus gutem Grund: Manchmal schreibe ich ihnen. Oder sie kommentieren mit einem anderen Namen, wollen aber, das wenigstens ich sehe, dass sie es sind… oder oder oder… Ich schreibe in meiner Netiquette, dass es mein Vertrauen in sie stärkt, wenn sie die angeben. Aber was ist mit dem Vertrauen der Kommentatoren in die Blogger?

Am unverschämtesten fand ich ein Blog, über das ich heute stolperte, das auch mit Disqus arbeitet: Hier darf man sich nicht einmal mehr als GAST mit falscher Mailadresse anmelden. Man MUSS sich mit einem sozialen Netzwerk oder mit Disqus selbst anmelden. Ich könnte jetzt von blankem Hohn reden, weil es um das Blog einer politisch aktiven Netzpersönlichkeit (inkusive Buch über das Netz) geht. Aber vielleicht nutze ich es umgekehrt und weniger gehässig als das, was mein eigentliches Anliegen für diesen Beitrag hier ist: Ich habe mich aus Gründen gegen Disqus entschieden und wünsche mir von anderen, dass sie wenigstens noch einmal drüber nachdenken. Und wenn sie meinen, ohne Disqus ginge es nicht: Dann klärt fairer Weise eure Kommentator_innen über die Sache auf. Auf Deutsch.

Flattr this!

Das Internet vergisst nichts

Richtig – umso wichtiger ist es, dass wir lernen zu verzeihen.

Ich gelte als „manchmal nicht so diplomatisch“(und schlimmeres), weil ich (obgleich in der Regel recht respektvoll und fair agierend) wenn ich wirklich wütend bin, manchmal harte Worte finde. Das ist nicht häufig, aber vielleicht gerade deswegen erschreckend. Denn von mir erwartet man das scheinbar nicht. Und außerdem bin ich eine Frau. Frauen erledigen sowas hintenrum. Fand ich immer schon scheiße.

Andere Menschen sind sehr viel unverholener nicht diplomatisch. Die harten Worte sind ihr Handwerk. Täglich.

Wieder andere Menschen sind in der Regel wie ich, aber manchmal geht es mit ihnen durch und anstatt die Sache zu reflektieren und von mehreren Seiten zu beläuchten, platzt es aus ihnen raus. Undifferenziert wird in alle Richtungen geschlagen, alles kurz und klein – was gerade da ist.

Das Netz ist in solchen Situationen nicht unser Freund. Es vergisst niemals und wenn wir in drei Jahren zu einem Thema etwas zu sagen haben, kann es gut sein, dass jemand unsere Sünden von heute heraussucht. All das kennen wir schon aus dem analogen Leben, den Grünen fliegen gerade Fehler von vor dreißig Jahren um die Ohren. Während man bei der CDU/CSU sehr schnell verzeihen kann. Und das ist vielleicht ihre Stärke. „Das Internet vergisst nichts“ weiterlesen

Flattr this!

#rp13: Gesehen und für gut befunden

Dieses Jahr hatte ich leider nicht die Möglichkeit, zur re:publica zu gehen. Dennoch habe ich mir einige Videos bereits angesehen und manche sogar für gut befunden – ein paar werde ich ebenfalls noch nachholen, da sie einfach sehr interessant klingen.

Das erste Video, das ich wirklich richtig gut fand, war der Vortrag von Gunter Dueck. Wer geglaubt hatte, dass er nur an seinen ersten Vortrag von 2011 anschließen würde (der damals schon sehr aufrüttelnd war), hatte sich getäuscht. In „Aufruf zum metakulturellen Diskurs“ wendet er sich gegen ethnozentrismus (Definition der Wikipedia) und plädiert für eine meta-Betrachtung der politischen Lager, die aus Traditionen gewachsen sind und schon in die Zukunft verweisen. Derweil ich mich selbst momentan viel mit der Möglichkeit von Pluralismus befasse, tut er es also auch – wenngleich er das nicht so nennt. Und auch viel Pragmatismus steckt in diesem Vortrag drin – ein Thema von mir seit dem letzten Jahr. Auch denke ich nach dem Hören, dass diese Einstellung sehr gut erklären kann, wie ich „feministisch ticke“ – falls ihr versteht, was ich meine. Ich empfehle also den Vortrag aus vollem Herzen – er ist engagiert und gewohnt visionär, aufrüttelnd und menschlich.

Der zweite Vortrag, den ich leider etwas zu schnell vorgetragen fand, aber inhaltlich sehr gewinnbringend, war der von @fraeulein_tessa – Teresa Bücker – die sich intensiv Gedanken machte, in was für einer Arbeitswelt wir leben, leben wollen und leben sollten. Ein sehr engagiertes Plädoyer, dem ich mich nahezu uneingeschränkt anschließen würde: „Der Montag liebt dich“ – zumindest sollte er das.

Einen ähnlichen Vortrag hielt Jutta Allmendinger. In „Zeit, Geld, Familie“ stellt sie aktuelle wissenschaftliche Studien vor, die zeigen, dass die Grenzen zwischen Arbeit, Freizeit, Familie und Erholung bei Frauen total verschwimmen. Sie zeigt auch deutlich, dass Männer dieses Phänomen noch nicht so sehr zu spüren bekommen, dass sie nach wie vor besser zwischen Arbeit und Familie stärker trennen können – und auch nicht derart in Konflikten zerrieben werden zwischen den beiden „Welten“. Ein Vortrag, der gerade aus feministischer Sicht absolut sehenswert ist – wer wissen will, wo die Gesellschaft steht und wo es vielleicht hingehen könnte und sollte, wird einige Einsichten bekommen.

Was haben die drei Vorträge gemeinsam? Nun, ich kann sie alle drei in meine Kategorie „Zukunftsfragen“ packen, denn genau darum geht es hier: Wo wollen wir hin, wie wollen wir miteinander arbeiten, leben, politisch agieren und eine Gesellschaft sein? Ich fand die drei Vorträge gleichermaßen bereichernd und danke den Vortragenden für ihre Mühe und Recherche.

Im Laufe der nächsten Wochen werde ich sicherlich noch weitere Vorträge ansehen und diejenigen, die ich wirklich gut finde gerne hier teilen.

Flattr this!

Freundschaft und Internet

Heute morgen schrieb ich an dieser Stelle einen Text, der drei verschiedene Menschen, die mir in diesem Netz begegneten, kurz beschrieb. Dabei habe ich meine eigene Regel gebrochen: Ich habe vor der Veröffentlichung nicht noch einmal eine Nacht geschlafen. Eine Regel, die ich aus guten Gründen befolge. Mit dem Text habe ich einer der Personen vor den Kopf gestoßen. Deswegen habe ich den Text wieder offline genommen. Es war dumm von mir und falsch.

Worüber ich eigentlich schreiben wollte, als ich das „Phämomen Gertrud“ beschrieb, war die Schwierigkeit von Freundschaften in und neben dem Netz. Ich wollte einfach ein bisschen erzählen und nachgrübeln.

Von Freundschaften, die durch bestimmte Verhaltensweisen im Netz korrumpiert werden… Oder die deswegen enden. Weil mich das beschäftigt und mir auch ein bisschen Angst macht.

Aber im Moment bin ich vermutlich die Falsche, über dieses Thema zu schreiben. Ich hoffe einfach mal auf euch! und ich empfehle den Text von Kübra: EIN PLÄDOYER FÜR UNWISSENHEIT

 

Flattr this!

And the Winner is… Buuu.ch!

Nach eingehender Prüfung aller eingegangenen Bewerbungen für meinen twitter-Account, habe ich eine Entscheidung treffen müssen. Sie war einerseits schwer und andererseits leicht.
Schwer, da eine solche Entscheidung immer eine Entscheidung gegen die anderen Möglichkeiten ist. Und ich möchte mich natürlich ausdrücklich bedanken, denn die anderen Projekte und Ideen waren allesamt sehr sympathisch und ich wünsche allen viel Erfolg! Aber es kann nur einen geben, denn es gibt ja nur einen twitter-Account!
Leicht ist es mir gefallen, denn die Gewinner_innen haben ein tolles Projekt, das ich unbedingt unterstützenswert finde:

Buuu.ch!

 

Buuu.ch! ist ein Gemeinschaftsblog von manubloggt, plastikstuhl und postpony und die drei besprechen Kinderbücher. Dabei ist ihnen eine explizit feministische Perspektive wichtig. So ganz nebenbei ist Buuu.ch! auch Erfinderin des berühmten Bechdel- Tests für Kinderbücher. Was ihr kennt den Bechdel-Test nicht?

Es ist ein Test, mit dem man herausfinden kann, ob Geschichten (z.B. in Filmen) einigermaßen starke und präsente Frauenrollen wiederspiegeln. Bei Buuu.ch!
und das erklären die drei so:

Wir stellen drei einfache Fragen:

1. Im Film [Buch] kommen mindestens zwei Frauen*/Mädchen* vor (, 2. die einen Namen haben)
3. die mit einander reden
4. über etwas anderes als einen Mann*/Jungen*

Bei meiner Erkundung des Projekts sind mir sofort drei Bücher aufgefallen, die ich nun unbedingt haben möchte. Und ich wünsche mir, dass das Projekt wächst :) und schreibt und schreibt und Verbreitung findet – also bitteschön: Hier sind sie, meine knapp 2.160 Qualitätsfollower.

Bild via Buuu.ch!

Liebe Follower

Ich wünsche euch mit Buuu.ch! eine gute Unterhaltung und hoffe, ihr bleibt ihnen treu.

Ich hatte vier schöne Jahre mit euch und bin sehr dankbar, dass ihr verfolgt habt, was ich so mache und schreibe. Viele von euch habe ich im echten Leben kennengelernt (und lasse ich nicht mehr weg!). Es ist nicht leicht, aber für mich persönlich aus verschiedenen Gründen notwendig, twitter zu verlassen. Wenn ich euch fehle, dann schaut doch mal App.net vorbei, dort heiße ich „dieKadda“, wie immer.

Flattr this!

Tausche twitter-Account gegen…?

20130102-124820.jpg

Meinen twitter-Account habe ich ein bisschen überstürzt gelöscht, deswegen ist er wieder da. Denn nach ein paar Tagen war mir klar, dass es nicht nötig ist, all das, was ich im Laufe von über vier Jahren dort aufgebaut und mir erarbeitet habe, wegzuschmeißen. Es waren immerhin über 2.000 Follower! Und damit kann man ein bisschen was machen, oder?

Aus diesen Überlegungen heraus habe ich beschlossen, meinen Account zum Tausch anzubieten. Ihr könnt euch hier darum bewerben, den Account zu übernehmen, aber obacht – es gibt ein paar Regeln:

1. tut Gutes damit!
vielleicht ist es euch schon aufgefallen: ich wünsche mir eine bessere Welt! und ich gebe den Account nur an Leute, die dabei helfen, die Welt besser zu machen, die Gutes damit tun. Es ist mir dabei recht egal, in welchem Bereich ihr Gutes tut. Hauptsache, ihr tut es, sonst gibts nichts Gutes! :) für eure Bewerbung erbitte ich daher ein kurzes Profil eurer Tätigkeit und wozu ihr den Account nutzen wollt. Vielleicht habt ihr ein Projekt, das gut die zweitausend Follower brauchen kann? Oder oder oder. ich denke, das Kriterium sollte klar sein.

2. gebt mir was dafür!
es muss nichts Großes und nichts Teures sein – absolut nicht. Aber ihr seid tolle Menschen, ihr tut Gutes (sonst würdet ihr euch nicht bewerben) und irgendwie will ich daran teilhaben. Wie genau und in welchem Umfang – das könnt ihr euch ausdenken. Vielleicht backt ihr eine besonders tolle Schwarzwälder Kirschtorte? Vielleicht habt ihr ein Talent im Malen, Fotografieren… ich weiß es ja nicht. Ich möchte tauschen und ihr seid kreativ – und alles wir gut :)

3. ändert den Namen!
wenn ich den Menschen gefunden habe, dem ich meinen twitter-Account vermache, dann werde ich das natürlich ankündigen und wir werden alles von mir bereinigen und für diesen Menschen (oder sein Projekt) einrichten. Es muss absolut klar sein, dass da nicht @dieKadda twittert, sondern jemand Neues. Ich bin nur die Tante, von der ihr erbt :)

Auf eine Art bin ich eure Bürgin. Deswegen ist es wichtig, dass ich weiß, für wen ich da den Platz räume.

Ablauf:

Bewerbt euch bis zum 31.01.2013 in den Kommentaren oder über das Kontaktformular (in der oberen Menüleiste unter „Kontakt“) oder per Mail schicken. Ich werde mir dann bis 14. Februar alle Bewerbungen anschauen und entscheiden, wer meinen twitter-Account bekommt. (Eure Bewerbungen können auf Wunsch nicht-öffentlich bleiben).

Ihr könnt die Aktion natürlich auch nutzen, um euch mir und der Welt hier vorzustellen. :) wie ihr mögt.

ach: seit ich meinen Account erst gelöscht und dann wieder aktiviert habe, sind einige Follower scheinbar hopps gegangen. Es waren eigentlich über zweitausend. Ich weiß nicht, ob die wieder kommen – wenn nicht, müsst ihr mit den knapp anderthalbtausend auskommen. Sorry – es war wie gesagt etwas überstürzt. *seufz*

Nachtrag: es sind jetzt wieder 2164 Follower :)

Flattr this!

ein kleiner Tanz voller Dank

Nachdem ich mir ein bisschen Sorgen ob meines letzten Beitrags machte (ohje, ich hätte noch einmal drüber schlafen sollen; ob man das öffentlich so schreiben darf?; klingt das zu gejammert?) gab es nicht nur ein sehr liebevolles Feedback, sondern auch eine riesige Spende an die Featurette.

Lieber Spender: Ich danke und tanze vor Freude!

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=AMn2TuvW_M8]

<3

Flattr this!

Was ich auf twitter mache

Ich werde in letzter Zeit häufig darauf angesprochen, dass ich ja twitter gar nicht wirklich verlassen hätte.

Vermutlich denken Menschen, das sei so`ne Art PR-Gag gewesen, als ich ankündigte, ich würde twitter verlassen. In meinen eigenen Augen habe ich da schon erklärt, wie ich es mache. Aber ich sage es noch einmal:

Mein Twitter-Passwort habe ich abgegeben, ich kann mich nicht mehr einloggen.Ich habe keine Timeline – ich sehe euch also nicht. Vielen ist das schwer vorstellbar: Sie sehen mich doch! Da sind doch tweets von mir! Ja: Wenn ich unterwegs mit meinem Mobilen einen Link versenden will, dann kann ich das aus irgendwelchen Gründen auch ins twitter senden. Aber mehr als senden kann – und will -ich nicht mehr. Eure Mentions gehen ins Leere. Ich kann weder antworten, noch kann ich eure DMs beantworten (die werden mir aber immerhin noch zugemailt. Wenn mir bekannt und angegeben, melde ich mich dann auch per Mail zurück).

Dass ich immer wieder drauf angesprochen werde ist ein witziger Effekt. So ein bisschen wie kleine Kinder, die sich die Augen zuhalten und denken, dann würde man sie nicht sehen und dann seien sie für andere nicht da. Nur dass manche mich auf twitter sehen und daraus schließen, ich sei ja da. Bin ich aber nicht.

Na gut: Ich gebe zu, dass ich manchmal von draußen gucke, was ihr so macht. Meistens gehe ich von einem bestimmten Twitterprofil (oft ist es der @mh120480 ) dann in die Suche und gucke, was twitter zu bestimmten Themen so zu sagen hat. Das passiert aber immer seltener.

Insgesamt hat sich meine Aktivität im Alltag total verlagert. Wie der @happybuddha (auf ADN) habe ich angefangen, mein Leben digital zu entschlacken – ich könnte auch sagen: zu entrümpeln. Dazu gehört etwa, nur ganz gezielt und ca. drei, nicht mehr als vier Mal am Tag meine E-mails zu lesen (toller Nebeneffekt: ich antworte nun zuverlässiger auf Mails, denn ich nehme mir ja Zeit fürs checken und antworten. mal zwischendurch in der S-Bahn passiert eigentlich überhaupt nicht mehr…)

Und völlig entgegen dem Hype habe ich eine Tageszeitung abonniert! die lese ich sogar mehr oder weniger. ja – auf totem Holz! Mit so haptischem Erlebnis inklusive. Desweiteren hatte ich schon mein erstes Erfolgserlebnis in der Wikipedia (ich werde das nicht weiter konkretisieren. ich arbeite dort anonym und konstruktiv vor mich hin und meide auch dort jeden Hype…). Außerdem bin ich zu einem Podcast-Junkie geworden :) was sich super gut mit meinem neuen Abendausklang, dem Nähen, verbinden lässt. Seit ich mir selbst vorsorglich von Geld, das ich nicht habe, eine Nähmaschine zu Weihnachten geschenkt habe (die einfach toll ist! <3) ist meine digitale Entschlackung endlich abgerundet - dank dem oben genannten mh120480 wird zudem noch das Sticken bei mir Einzug halten (in stillem Gedenken an meine Großtante). Das alles ist neu und seine Wirkung entfaltet sich erst langsam - wo es hinführen wird und wie es sich noch wandeln wird, bleibt offen. Aber es fühlt sich gut an. Der selbst gemachte Baileys übrigens auch - also gut. und lecker. und wirklich leicht gemacht. Spart auch Geld. Was also mache ich auf twitter? Nichts. ich schaue von oben herab, immer seltener auf das Geschehen und hin und wieder offne ich die Tür einen Minispalt und schmeiß einen Papierflieger rein - die Tür schließt sich auch sofort wieder und was der Flieger darin so treibt, das bleibt mir eher verborgen (na gut - ich gebs zu: hin und wieder schaue ich auf favstar ;p ). Es ist für mich besser so. Und für einige von euch vermutlich auch.

Flattr this!