Stereotype und Stigmata – die Deutschen und Osteuropa

800px-William_Holman_Hunt_-_The_ScapegoatFür die Wostkinder frage ich „Ist der Bayer reif für die Einheit“ – im Blick habe ich die CSU, allen voran Horst Seehofer und natürlich meine ich die europäische Einheit. Wenngleich ich finde, dass die Westdeutschen und ihr Umgang mit der Deutschen Einheit einen kleinen Vorgeschmack auf das bieten, was der Deutsche von den Leuten hält, die noch weiter im Osten, noch weiter bei Russland wohnen und dann nichtmal seine Sprache sprechen.

Der Begriff „Armutseinwanderung“ macht derzeit die Runde. Was für ein „praktischer“ Begriff – er transportiert so viel mit, alles in einem Wort: Da wäre die Unterstellung, dass alle in Osteuropa arm sind – ärmer als wir – und vor allem die armen Leute hier herkommen. Was auch die Frage nach dem „Warum?“ beantwortet – die wollen halt Geld – UNSER Geld!!1!!

Und das muss man denen natürlich verweigern. EU? – Freizügigkeit? Naja, wer Geld hat, der darf freizügig sein. Oder so. DAS ist mal echter Klassismus – aber davon liest man in den üblichen Blogs jetzt grade nichts. Was etwas über Horizonte aussagt. Aber das wiederum ist (dieses Mal) nicht Thema.

Da man mein Blog dieses Mal bislang nicht so recht beachtet und es unterzugehen droht, bin ich sehr froh, dass im Feuilleton der FAZ heute ein sehr deutlicher Artikel sehr sichtbar prangt, von Dirk Schümer, der alles noch einmal zuspitzt: Faul seien nicht etwa die Einwanderer

Faul und indolent sind hingegen deutsche Behörden, die ihre Arbeit nicht oder schlecht erledigen und damit die Bevölkerung auch noch pauschal gegen die übergroße Mehrheit der Zuwanderer aufbringen, die dem deutschen und dem europäischen Sozialetat durch ihre Arbeit Profite einbringen.

und – was auch mein Punkt immer wieder ist und ich finde, der Kern der Debatte, den sich viele nicht anschauen wollen:

Die saturierten Alteuropäer, die eine Öffnung für ihre Produkte und Ferienziele nach Osteuropa selbstverständlich finden und deren Konzerne oft genug mit den Billiglöhnen im Osten gutes Geld verdienen, sollten den Menschen vom Balkan nicht noch die verbliebene Würde und den Stolz auf ihre großen Leistungen seit 1989 nehmen. Es ist wenig genug übriggeblieben.

Für so einen differenzierten und deutlichen Artikel lasse ich mein Wostkinderblögchen gern zur Seite treten. Aber vielleicht mag die/der eine oder andere von euch ja doch noch lesen…

Bild: The Scapegoat – der Sündenbock. Von William Holman Hunt. Via Wikimedia Commons. Unter Public Domain.

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Die Ukraine als Spielball im Machtkampf der Imperien

… oder auch Möchtegern-Imperien.

Die Geschichte um die Ukraine ist spannend wie auch verwirrend. Sie ist eine weitere Episode in der Geschichte der Revolutionen im ehemaligen Sovjetunions-Raum. Von den Demonstrationen in Kiew berichten derzeit alle deutschen Medien. Beinahe täglich gibt es neue Geschehnisse. Deswegen habe ich mich für meinen aktuellen Wostkinder-Beitrag auch damit auseinandergesetzt.

Im Netz würde man sagen, was die Ukraine anbelangt bin ich ein „N00b“ – eine nicht gerade belesene Unwissende, Anfängerin. Aber: Ich habe ein Gespür für die Schaffung von Narrativen. Für Inszenierungen und die Macht der Bilder. Für das Politische in der Information. Deswegen habe ich diesen Text so geschrieben, wie er nun nachzulesen ist: Auf der Basis einiger Lektüre verschiedener Stiftungen, Hintergründe über das umstrittene Assoziations-Abkommen und Medienberichte. All das ist im Text verlinkt.

Dabei tauchte immer eine Konstante auf: „Demokratiebringen“ soll für die Ukraine vor allem bedeuten, den westlichen Kapitalismus zu adaptieren. Es werden Gesetze und Regelungen übergestülpt, ganz nach dem klassischen Motto One Size fits all. Das soll vor allem Wachstum fördern. Aber bringt das wirklich Demokratie? Dazu kommt die ständige Übertreibung des Feindbildes Russland.

In der Debatte unter dem Text darf gerne mitgemischt werden.

Bildquelle: Roggenfeld. Von Ivan Shishkin. Via Wikipedia.org

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Solidarität und Entpolitisierung: Amina und die Empörten

Bei den Ausrufern schreibt der Ed2Murrow einen sehr lesenswerten Beitrag über die Debatte des Falls Amina Sboui, die im Netz Bilder ihres nackten Oberkörpers gepostet hatte und nun in Tunesien im Gefängnis sitzt. Ein Urteil von vier Monaten Haft für drei Femen-Frauen hängt derzeit wie ein schlechtes Omen über Aminas Schicksal.

Nacktheit ist interessanter Weise etwas, das derzeit die Gesellschaft spaltet – und zwar auch und gerade hier in Europa, wenn über die Ereignisse in Tunesien oder die Haltung von Femen debattiert wird. Der Umgang mit Femen ist erstaunlich. Das findet auch Ed2Murrow. In Deutschland sei eine Meinung zu all dem sehr häufig und in verschiedenen Zeitungen zu lesen gewesen: „Die radikalen und einseitigen Ansichten von Femen unterscheiden sich nicht besonders von der Einstellung jener, die Aminas Bestrafung forderten.“ Es ist so einfach, sich zu empören und Femen als rassistische Krawalltruppe darzustellen. Das ist eine Einstellung die auch und gerade in feministischen Kreisen sehr populär geworden ist. Hinterfragt man diese Einstellung gilt man schnell selbst als rassistisch oder sonstwie „istisch“

Ed2Murrow machte sich hingegen die Mühe, einen Aufsatz ins Deutsche zu übersetzen, der in der französischen Le Monde abgedruckt war, geschrieben von Hélé Béji. Als eine der wenigen schreibt sie mit großer Sorge über die Allianzen, die sich über die Lager hinweg durch „die stille Macht der Wohlanständigkeit“ bildeten.

Die Mehrheit verurteilt ihre Taten, um die eigene instinktive Grenze von Normalität zu schützen, die die alten Bräuche gezogen haben; andere erleben sie als Gewissenskonflikt einer Philosophie, die zwar die Pflicht zum Gehorsam eingerissen hat, nicht aber die traditionellen Tabus, die zu überschreiten nun eine unerschrockene junge Frau die Kühnheit besitzt, indem sie alleine den schrecklichen Weg geht, all die Folgen auf sich zu nehmen, die sich aus dem Verstoß gegen gute Sitten und moralische Ordnung ergeben.

Béji ist in Frankreich schon durch eine sehr eigenwillige Einmischung in die Burka-Debatte aufgefallen. Sie vertrat hier eine Position, die ich nur unterstützen kann, die sich aber zwischen alle Stühle setzt:

„Gesetze gegen die Burka? Sie und sie alleine zu verbieten in einer umfänglich gewährenden Gesellschaft, die mit Blasiertheit jede Ausuferung beäugt? Mit welcher Berechtigung will man da die eine Übertretung ahnden und nicht auch die andere?“

Bitte lest selbst drüben bei den Ausrufern: Ed2Murrow sei überschwänglich gedankt, sich die Mühe gemacht zu haben, einen Text zu übersetzen, den man sonst so in der deutschen Debatte sicherlich nicht zu lesen bekommen würde. Denn „die auch in Deutschland um sich greifende Bigotterie“ (Ed2Murrow) in Zusammenhang mit dem Nacktprotest scheint eine Debatte derzeit erfolgreich zu blockieren, die über den Horizont einer knienden Ameise hinaus nach den Interessen und Konsequenzen fragt, die hinter all diesen Debatten stecken.

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Freiheit in 60 Minuten und ein Gespräch über #OccupyGezi

Der aktuelle Erscheinungsraum, mein kleiner emanzipatorischer Podcast, beschäftigt sich mit den Protesten in und um den Gezi-Park in Istanbul. Zu Gast hatte ich Neşe Altıparmak, die derzeit in Berlin Europäische Literatur an der Humboldt-Universität studiert, davor in Istanbul gelebt und studiert hat. Sie hat von Anfang an über twitter und Facebook mitbekommen, welche Gewalt die Istanbuler Polizei anwedet; wie die türkischen Medien versuchten, den Protest unter den Teppich zu kehren und sie reflektiert über daraus resultierende politische Forderungen und Visionen über die Zukunft.

Viel Spaß beim Hören: ER004 Gezi-Park und die Proteste in der Türkei

Ein weiterer Hinweis gilt dem morgigen Fernsehabend: „60 Minuten Freiheit“ ist der Titel eines Dokumentarfilms, der morgen Abend im Bayerischen Fernsehen laufen wird (22:00 Uhr bis 23:00 Uhr; Wiederholung ist 01:05 Uhr bis 02:05 Uhr in der Nacht zum Sonntag). Ich weiß noch nicht, ob und wie genau, aber das Fernsehteam traf sich letzten Sommer mit Julia Schramm und mir und hat ein paar Sachen mit uns aufgenommen – also vielleicht gibt es uns da zu sehen. Worum es geht:

„60 Minuten Freiheit“, von den Machern des preisgekrönten Films „Der Taktstock“, ist ein unvergleichlicher Film über ein eigentlich unverfilmbares Thema. Es geht darum, was Freiheit ist, und was sie für jeden von uns bedeutet. Mithilfe eines kleinen animierten Mannes, der von Herbert Feuerstein synchronisiert wurde, nähert sich der Film diesem schwierigem Thema auf anschauliche Weise. In rund einer Stunde sucht die Animationsfigur nach Antworten und findet sie draußen in der Welt und in uns selbst.

Ich bin jedenfalls überaus gespannt darauf.

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Schirrmachers „Ego“

Bild: CC-BY-NC-SA 2.0 „Velvet“ von Jan Behre via Flickr.com

Nein, ich habe das Buch nicht gelesen, aber ich vertraue jemandem, der es gelesen hat und der vielleicht ein paar Dinge verstanden hat, die in der Diskussion darum dank medialer Verkürzung nicht zur Sprache kommen. Deshalb empfehle ich euch die Gedanken von mh120480, die er in seinem Blog veröffentlicht hat, kleiner Appetizer:

Schon Hannah Arendt wusste, dass Mathematik die absolute Verkürzung der Kommunikation ist und dem Menschen daher nicht gerecht werden kann. Die Verkürzung ist das zentrale Thema. Es geschieht etwas mit uns, wenn wir nur noch auf verkürzte Informationen reagieren. Wie krass „Ego“ das wird, kann jeder auf Twitter beobachten. Es kann auch jeder an der Diskussion über dieses Buch sehen. Da werden Dinge diskutiert die zwar drinnen stehen. Aber es sind nur die verkürzten Formen der Darstellung die Aufregung erzeugen. Die dem Buch nicht gerecht werden. Der „rechts-links-Konflikt“ u. Ä. Unsinnigkeiten. Es geht um Reflexe und Gewohnheiten, die beginnen unser Handeln zu bestimmen. Die uns zum „Ego“ machen.

Das Politische, die Egos, die absolute Transparenz (wer wissen will, was einem daran Angst machen kann, lese bitte Nabokovs „Einladung zur Enthauptung“), der Finanzmarkt und die Unkontrollierbarkeit der Hypes… es scheint sehr viel drinzustecken in „Ego“ und wie gut, dass ich einen habe, der mir dieses Buch auf den nicht enden wollenden Bücherstapel legen kann :)

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Geschlecht und die Responsibility to Protect: Analysen und Ansätze zur Berücksichtigung der Strukturkategie Gender in der internationalen Friedenssicherung.

Hausarbeit: Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Sozialwissenschaften, Lehrstuhl Theorie der Politik
Seminar: Humanitäre Militärische Intervention; Dozentin: Dr. Maja Bächler

Inhaltsverzeichnis

I.       Einleitung.
II.      Die Responsibility to Protect als neues Paradigma.
1.      Die Geschichte der Responsibility to Protect.
2.      Kritik an der R2P.
III.         Geschlechterperspektiven auf und für die R2P.
1.      Geschlecht als Strukturkategorie.
2.      Rollen und Stereotype in der R2P.
3.      Friedenssicherung als Care.
Zwischenfazit.
5.      Frieden durch Prävention.
IV.         Fazit.
Literatur.
Anhang.

I.                   Einleitung

Ende November im Jahr 2012 berichtete die BILD-Zeitung von Massenvergewaltigungen im Kongo[1]. Das ist insofern überraschend, als es nicht gerade zum Markenzeichen Deutschlands meistgelesener Zeitung gehören dürfte, sich zu Konflikten in Afrika zu Wort zu melden und dann auch noch ein spezifisches Problem der dortigen Frauen in den Fokus zu nehmen. Massenvergewaltigungen in bewaffneten Konflikten sind immer häufiger Gegenstand von Berichten in den Medien, es wird auf unzähligen Konferenzen über die Zunahme der Gewalt gegen Frauen debattiert und auch der Politphilosoph Herfried Münkler schrieb  in seinem Buch Die neuen Kriege: „Die gegen die Zivilbevölkerung ausgeübte Gewalt der neuen Kriege ist vor allem eine Gewalt gegen Frauen.“[2] Es ist eines der Kennzeichen der neuen Kriege, dass die Trennung von Kombattanten und Nonkombattanten aufgehoben ist[3]. Diese Aufhebung beschäftigte auch die internationalen Organisationen, namentlich die UN. So werden die Internally Displaced People, also die in ihren eigenen Staaten nicht mehr sicheren Menschen, der Auslöser für einen Report und der Auslöser für einen Paradigmenwechsel in der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik: Responsibility to Protect, Schutzverantwortung. Autor_innen verschiedener Publikationen und Artikel (von Münkler, über Bellamy, Butler, Tronto uvam.), sind sich einig, dass Interventionen zum Schutz von Menschenrechten und zur Beendigung von Bürgerkriegen der Ausdruck eines verantwortlichen Handelns seien. Verantwortlichen Handelns in einer Welt, in der die Art der Kriegsführung sich ebenso geändert hat, wie die Beziehung der Staaten untereinander.

Spätestens seit dem Ende des Kalten Krieges, so erklärt Joan Tronto, habe sich die Lage in der Welt entscheidend gewandelt: Die Staaten wüssten übereinander ziemlich gut Bescheid und bekämen davon mit, wenn einer von ihnen durch einen Konflikt oder einen Bürgerkrieg destabilisiert würde. Das führt zu einer neuen Konstellation: Wir haben uns durch unser Wissen nicht selten auch die Frage zu stellen, ob wir handeln, ob wir helfen können. Die Antwort auf diese Frage ist zudem in den meisten Fällen positiv zu beantworten: Es gibt durch die internationalen Organisationen Vereinte Nationen (UN) und NATO eine Infrastruktur, die bei der gegenseitigen Hilfe im Konfliktfall eingesetzt werden kann und es gibt in vielen Ländern der Welt Menschen, die dazu ausgebildet werden in solchen Konflikten zu helfen. Dies, so Tronto sind die beiden Bedingungen für Verantwortung: Man müsse wissen und man müsse eine Antwort geben können – handeln können. Im Falle der Schutzverantwortung, die häufig mit der Erfahrung des Genozids in Ruanda als Beispiel für Verantwortungslosigkeit der westlichen Mächte in Verbindung gebracht wird, ist es eine Pflicht geworden, für die Menschen auf der Welt, über deren Schicksal Bescheid gewusst wird, Verantwortung zu übernehmen. Tronto spricht hier von den Kapazitäten zu sehen und den Kapazitäten einzugreifen.

In der Welt, wie sie vor dem Ende des Kalten Krieges war, wussten die Staaten und Völker schon vieles übereinander, aber vieles war auch nicht bekannt, wurde verschleiert oder man musste den Informationen, die man bekam, misstrauen. Daran hat sich einiges geändert – wenngleich Medien und Bilder immer noch manipulative Wirkungen und Intentionen haben können. Doch die Manipulationen sind unterwanderbar. Reale Bilder strömen mit dem Handy aufgenommen durch das Internet in die ganze Welt. Blogger_innen setzen staatlich kontrollierter Berichterstattung eine andere Sicht auf die Dinge entgegen. Wir sehen mehr von unserer Welt, denn je. Wir sehen und wir bekommen mit diesem Sehen auch eine neue Art der Beziehung zueinander. Mit dieser neuen Beziehung, so die These, geht auch eine neue Forn der Verantwortung einher. Denn wir müssten nun aktiv wegsehen, wenn wir das gefährdete Leben an anderen Orten auf dieser Erde nicht sehen wöllten.

Die vorliegende Arbeit wird sich dem Phänomen dieser neuen Verantwortung widmen, die als Schutzverantwortung, im englischen Responsibility to Protect Einzug in die internationale Politik und die Ausrichtung der Friedens- und Sicherheitspolitik der Vereinten Nationen gehalten hat. Der besondere Fokus der Arbeit wird dabei auf der Rolle der Geschlechter-Perspektive liegen. In Rückgriff auf sowohl Autor_innen, die einerseits Expert_innen für die Internationale Politik, und die R2P im Besonderen sind, ergänzt durch die Perspektive feministischer Wissenschaftlerinnen und Autorinnen, soll der Frage nachgegangen werden, in wie weit die Schutzverantwortung in ihrer bisherigen Konzeptualisierung und Operationalisierung die weithin bekannte und mittlerweile auch über die Gender Studies hinaus anerkannte Strukturkategorie Geschlecht berücksichtigt. Ausgehend von der Analyse dieser Frage sollen Konzepte diskutiert werden, die Vorschläge zum Ausbau und zur eventuellen Verbesserung der Berücksichtigung der Strukturkategorie Geschlecht in der R2P und in den internationalen Friedensmissionen machen. Auf diesen Aspekten wird ein größeres Augenmerk liegen, dennoch soll zu Beginn zunächst eine kurze Einführung in die Entstehungsgeschichte der Schutzverantwortung, und auch eine Diskussion möglicher Kritik oder Legitimationsprobleme vorgenommen werden. Diese ist deswegen für die vorliegende Arbeit zentral, weil gerade aus feministischer Sicht der legitime Einsatz der humanitären Militärischen Intervention als Mittel der internationalen Politik stark angezweifelt wird und der Vorwurf, die Schutzverantwortung sei nichts anderes als ein „Wolf im Schafspelz“ schnell bei der Hand ist. Die vorliegende Arbeit macht es sich nicht zur Aufgabe, diesen Vorwurf zu bestärken oder zu entkräften. Nach einer kurzen und werturteilsfreien Betrachtung dieser Bedenken wird im weiteren Verlauf der Arbeit aus Gründen der Konzeptionalisierbarkeit von der Nullhypothese der prinzipiellen Möglichkeit einer legitimen humanitären Intervention ausgegangen. Welche Faktoren aus einer feministischen Perspektive und unter der Berücksichtigung der Strukturkategorie Geschlecht zu einer größeren Legitimation beitragen können – das ist die eigentliche und zentrale Frage dieser Arbeit. „Geschlecht und die Responsibility to Protect: Analysen und Ansätze zur Berücksichtigung der Strukturkategie Gender in der internationalen Friedenssicherung.“ weiterlesen

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Russland schränkt Rechte indigener Völker ein

(Dies ist eine Pressemitteilung der Hannoveraner Organisation JANUN e.V., die seit vielen Jahren in ihrer Umweltschutzarbeit auch immer einen engen Austausch mit indigen Menschen aus der ganzen Welt pflegen. Während meines FÖJ in Verden lernte ich JANUN kennen und mögen.)

Die russische Regierung hat die Dachorganisation der indigenen Völker Nordrusslands Raipon verboten.

… mit der wir von JANUN e.V. selber im Rahmen unseres Sibirienprojektes in Kontakt stehen und die uns beim Aufbau unseres Projektes unterstützt hat.

Nun braucht Raipon unsere Solidarität. Greenpeace hat eine Protestaktion gestartet, an der sich jedeR schnell und einfach beteiligen kann.

Siehe der link unter dem Text.

Worum es geht:
Die russische Regierung begründet Ihre Entscheidung mit angeblichen Widersprüchen in der Satzung der Organisation – ungeachtet der Tatsache, dass RAIPON auf Basis dieser Satzung seit 22 Jahren ohne Beanstandungen arbeitet. Seit ihrer Gründung 1990 hat die Organisation die Rechte der 41 Gruppen indigener Völker des russischen Nordens vertreten. Sie vereinte rund 300.000 Menschen, die oft keine Stimme in der politischen Arena haben.

Im August dieses Jahres hat sich RAIPON, zusammen mit anderen Vertretern indigener Völker Russlands, auf einer von Greenpeace organisierten Konferenz klar gegen Ölbohrungen in der russischen Arktis ausgesprochen. Die jetzige Kaltstellung der Organisation scheint ein dürftig verschleierter Versuch der russischen Regierung zu sein, die kritischen Stimmen auszuschalten.

mehr Informationen bei Greenpeace.de

Mitmachen und weiter verbreiten!

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Versucht’s nochmal

Bildungskolumne Wie angekündigt widmete ich mich dem Buch von Lena Gorelik. Und gebe ihr recht: Die deutsche Integrationspolitik ist nicht existent.

„Man hat mich – und wahrscheinlich noch viele andere – unseres Landes beraubt.“ Lena Gorelik ist eigentlich ein Mensch, den man als „naive Optimistin“ bezeichnen könnte. Doch das hat sich geändert…


CC-BY-SA: Some rights reserved by Das blaue Sofa

In ihrem Buch „Sie können aber gut Deutsch!“ – Warum ich nicht mehr dankbar sein will, dass ich hier leben darf und Toleranz nicht weiterhilft wird eine Sicht auf Deutschland wiedergegeben, die vor allem das Potential sieht und die Möglichkeiten, wenn sie zu Beginn sagt: „Wir in Deutschland beherrschen von Haus aus einen Umgang mit Vielfalt, von dem viele lernen könnten. Vielfalt ist eine Stärke Deutschlands und gerade sie macht dieses Land schön.“ In diesem Buch gibt es aber ein ungeplantes Kapitel. Thilo Sarrazin hat, so Gorelik, in Deutschland eine Debatte ausgelöst, deren Tonfall sie ihrer Naivität beraubt habe – und damit ist sie sicherlich nicht alleine. Sie fühlte sich so wie sie war nicht mehr willkommen. Den Lena Gorelik ist ein Kind russischer Einwanderer und hat sich ihr Zuhause, Deutschland, mühsam zu ihrem Zuhause gemacht. Sie hatte die Menschen hier zu einem „Wir“ werden lassen. Und dabei eine „Entschämung“ geschafft, durch die sie ihr „russisches Ich“ akzeptieren und lieben gelernt hat. Denn als Kind hat sie sich dafür oft geschämt, hat ein „bemüht deutsches Ich“ entworfen und sich angepasst. Durch Sarrazin, so Gorelik, wurde eine Atmosphäre geschaffen, in der nur noch dieses „bemüht deutsche Ich“ willkommen war. Es ist ein schmerzhafter Bruch, der durch das ungeplante Kapitel in ihrem Buch geschieht. Denn er zeigt, wie zerstörerisch die Debatte um Sarrazin wirklich war.

Null Toleranz

In den ersten Kapiteln erzählt Gorelik ihre eigene Geschichte und koppelt sie zurück an allgemeine Phänomene. Sie kam mit elf Jahren nach Deutschland und lebte mit ihren Eltern zunächst in einem Asylbewerberheim in Schwaben. Sie kam in die Schule und sprach die Sprache nicht. Die Kinder und ihr erster Lehrer reagierten stereotyp, tolerierten sie aber. Diese Toleranz problematisiert Lena Gorelik scharfsinnig und greift die Forderung der Lesben- und Schwulenbewegung nach Akzeptanz auf. In ihr ist ein tiefer Wunsch nach dem Ende dieser Toleranz, die immer bedeutete, untergeordnet zu leben, die sich darin äußerte, dass ihr ihre eigenen Eltern und ihr Zuhause peinlich waren, dass sie sich schämte für die russische Küche, die russische Sprache und ihre mitgebrachte Kleidung oder Schulhefte. Sie setzte stattdessen alles daran, so zu werden, wie die Kinder in ihrer Klasse, daran, akzeptiert zu werden – was ihr als „die Gorelik aus Russland“ nicht gelang. „Bis ich nicht mehr wusste, wer oder was ich war, wo ich hingehörte, wer zu mir gehörte und überhaupt.“ Doch sie lernte.

Es ist ein Lernprozess, aus dem sie viel Kraft zieht und in dem sich sehr viele sehr klare Werte gebildet haben: Angst zerstört – Vertrauen schafft. So könnte eine Quintessenz lauten. Denn Angst hatte auch sie genügend, ihre Kindheitserfahrungen haben diese eingeprägt: Es ist eine Angst vor Toleranz, eine Angst, nicht akzeptiert zu werden. Dabei bemerkt sie, dass die Toleranz in ihrem Leben längst nicht mehr so präsent ist, wie in ihrer Kindheit – sie antizipiert sie oftmals nur.

Auch die Konsument_innen der deutschen Medien, so Gorelik, müssten einmal massiv an ihren Ängsten arbeiten. Denn die werden durch eine überzeichnete und dramatisierte Scheinrealität, welche in den Medien geschaffen wird, immer nur geschürt. 30 Prozent der Berichte über Migrant_innen, handeln von Kriminalität; weitere 25 Prozent handeln von Terrorismus. Das schürt Ängste. Vor „Überfremdung“; vor Gewalt; vor „Sozialschmarotzern“ – ja, gar vor einer „Einführung der Scharia in Deutschland“. Die Medien missachten ihre klare Verantwortung, kritisiert Lena Gorelik. Getreu dem Motto „Bad News is Good News“ würden Randphänomene zu Allgemeinheiten aufgebaut. Wie fänden Sie es denn, wenn die Medien immer berichteten, dass alle Deutschen Nazis wären, fragt sie.

Angst als Zustand

Kommt mal klar, liebe Medien und liebe Zuschauer_innen. Denn es wird ein komplett irres und gefährliches Bild der Realität gemacht, das keiner realen Gegebenheit entspricht. „Worst Case: Muslime“ stichelt sie lapidar, und legt den Finger noch ein bisschen tiefer in die Wunde. Scharfsinnig ermittelt sie die Mechanismen einer sich immer weiter ausbreitenden Islamophobie. Begriffe wie „islamisch“, „muslimisch“ und „islamistisch“ würden völlig unreflektiert in einen Topf geworfen. Da gilt eine Frau mit Kopftuch als Ausdruck für Unterdrückung. Es werde kaum mehr differenziert zwischen den fanatischen Anhängern und den friedlichen (für Medien wohl leider zu langweiligen) Anhänger_innen einer Religion. In Deutschland sind alle Christen und wie die drauf sind, sieht man ja an der Piusbruderschaft. Oder so? Angst – immer wieder Angst – die medial, politisch und publizistisch geschürt wird und die zu immer mehr Hass führt. „Diese Angst und dieser Hass sind nicht nur salonfähig geworden, sondern als Zustand akzeptiert worden.“

Gefühlvoll, stark, gnadenlos, hoffnungsvoll, resigniert, optimistisch – Lena Goreliks Buch ist all das, von der ersten bis zur 240. Seite. Das alles und noch viel mehr. Hans Joas beschreibt Werte lapidar als „emotional besetzte Vorstellungen vom Guten“ – das Buch ist voll davon und das ist heute leider selten geworden. Sie verharrt nicht auf der entlarvenden Analyse – die sie treffsicher und wachrüttelnd zu liefern bravourös beherrscht. So stellt sie lakonisch fest: Die deutsche Integrationspolitik sei mitnichten gescheitert. Nein, denn etwas nicht-existentes könne schließlich nicht scheitern. Ein vernichtendes aber absolut berichtigtes Urteil. Sie nimmt die Verantwortlichen in die Pflicht: Wahlrecht, Bildungspolitik, Sozialpolitik, Innenpolitik und nicht zuletzt – die Integrationsbeauftragte. Es gebe einen Integrationspolitikplan, der beinhalte die geplante Erstellung eines Aktionsplanes, und in diesem Verfahren müssten auch Maßnahmen gefunden werden. Ja nee – is klar! Einen Integrationsindikatorenbericht habe man auch in Auftrag gegeben – Ergebnisse von über fünf Jahren „Integrationspolitik“. Ich muss an Loriot denken. „Nichts weiter als Staffage“ – Gorelik findet treffende Worte für diese Begriffsbildungen. Das beweise „dass die Politik und insbesondere die Regierung nicht genau wissen, wie sie mit dem Thema umgehen sollen.“

Sie werden es nicht lesen

Wenn man das Buch am Ende zuklappt und das Gelesene zu verdauen beginnt, bleibt das Gefühl, dass Lena Gorelik lieber das Deutschland hätte, dessen Potentiale sie sieht. Doch diese bleiben systematisch ungenutzt. Im Wege stehen, so mein Eindruck, tatsächlich die geschürten Ängste und weniger die „harte Realität“. Und es bleibt der Eindruck, dass Deutschland ziemlich doll auf dieser Toleranz-Idee hängen geblieben ist. Deswegen sprechen wir auch nach wie vor von Integration – statt von Inklusion. Wir haben nicht verstanden, dass Akzeptanz uns bereichert und wir haben auch nicht verstanden, wie sie zu leben ist. Gorelik weiß es und es ist mein einziger Kritikpunkt an ihrem wunderbaren Buch: Sie schreibt es auf 240 Seiten auf, von denen man nicht erwarten können wird, dass die Urheber_innen der Integrationspolitikstaffage sich die Mühe machen werden, diese Seiten von vorne bis hinten aufmerksam zu lesen. Dann wüssten sie, wie man das mit der Akzeptanz lebt: „Interesse nicht nur zeigen, sondern haben. Es geht so einfach, man muss nur die eine oder andere Frage stellen.“ Und zuhören.

Dieser Artikel erschien zuerst als Kolumne auf freitag.de.

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Ein Rückblick mit Anti-Flausch-Komponente

Noch schnell vor Ostern und vor dem Umzugsstress eine kleine Linkschleuder, damit das einfach mal erwähnt ist, was in meinem Instapaper geduldig wartend herumliegt:

Giving Women the Access Code
>> Sehr guter Artikel über die verschiedenen Probleme im Bereich Frauen und Informatik. Mit dem tollen Schlusssatz einer, die es durchgezogen hat:

“If you’re constantly pushing yourself, and putting yourself in new environments, you’ll feel it over and over again,” she said. “So the only really important thing is not to let it stop you.”

es östert sehr. Bild (CC BY-NC-SA 2.0) von 30003019 via Flickr: http://www.flickr.com/photos/30003019/425477231/

Changing our culture of consumption
>> Oh ja – spannend, spannend! Wie färben sich Klasse und Kultur eigentlich auf unsere Einstellung zur Umwelt ab? In Salon spricht die Autorin von „True Wealth“ darüber, wie sich Konsum und Umweltschutz gegenseitig bedingen. Wie man am Konsum ansetzen muss, wenn man die Umwelt schützen will. Lang aber lesenswert.

Überlegungen zur repräsentativen Demokratie
>> Auch Antje Schrupp denkt über die repräsentative Demokratie nach und ist zuerst kurz überrascht, dass es doch auch ganz passabel damit läuft – auch wenn diese positive Überraschung nicht länger als einen Blogpost halten mag.

Presse und Freiheit
>> Julia Schramm ist Piratin. Und manchmal auch schnell auf 180. So wie viele PiratInnen. Impulskontrolle ist nicht immer deren beste Disziplin – aber das macht nichts. Das ist unterhaltsam. Nun schlägt Julia oftmals auch sehr nachdenkliche und politisch sinnierende Töne an. Besonders gut gefallen hat mir ihre Reflexion über die Presse, die bösen Schlagzeilen und wie damit umzugehen sei.

„Nur weil ich schwarz bin“
>> Kübra Gümüsay denkt in ihrem fremdwörterbuch ein wenig über die problematischen Implikationen nach, die eine häufige und manchmal unpassende Verwendung dieses Satzes haben kann. Sie denkt sich dabei zurück in ihre eigene Kindheit und holt die damals gemachten Erfahrungen hervor, um aktuelle Diskussionen zu reflektieren. Besonders schön fand ich die Aussage: „Doch wir sagten diesen Satz so oft, gebrauchten ihn so inflationär, dass er seine Wirkung verlor.“

Friedensnobelpreisträgerin verteidigt Homo-Verbot
>> die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf hat in einem Interview das Verbot von Homosexualität in ihrem Land verteidigt. 2011 hatte sie für ihren Einsatz gegen die Vergewaltigung von Frauen den Friedensnobelpreis erhalten. queer.de berichtet.

Der erfundene Horror der chinesischen iPad-Fabriken
>> lest es bitte als eine Gegendarstellung einer früheren Meldung einer meiner Linkschleudern – und dankt der FAZ für eine Klärung. Und ich denke mal über das nach, was man einfach so glaubt, glauben muss, schlucken muss und wieviel davon vermutlich einfach nicht stimmt.
(via mh120480)

Chaos der Kulturen
>> So heißt das neue Buch von Necla Kelek, auf das ich mich sehr freue. Ich mag Necla Kelek eigentlich ziemlich gerne, teile ihre Art, an die Dinge heranzugehen bislang beinahe eins zu eins. Der Freitag hat sich hier sehr viel Mühe gemacht und liefert flankierende Artikel und Videos.

„Es gibt eine Menge afrikanischer Blogger, wir hören ihnen nur nicht zu“
>> sagt Ethan Zuckerman und als derjenige, der bereits umsetzt, was ich neulich als „neue“ Idee hatte liefert er einen sehr interessanten Einblick und neuen Standpunkt zu Fragen wie: Was ist eigentlich „Qualitätsjournalismus“? Warum verpasse ich so viel in meiner Filterbubble – und ist das schlimm? Wie überbrücken wir in der Zukunft die Sprachbarrieren, damit das Internet sein Kommunikations- und Informationspotential besser entfaltet. Großes *hach* – und lesen – husch!

Weniger Arbeit für alle!
>> und mit dieser Forderung sprechen die fuckermothers wohl nicht nur mir aus der Seele.

Amerikas unmoralischer Dronen-Krieg in Pakistan
>> ist Thema dieses Salon-Artikels. Eine Debatte, die uns ab jetzt wohl häufiger über den Weg laufen wird. Dronen sind die logische Konsequenz einer „postheroischen Gesellschaft“, sagt Herfried Münkler. Was aber bedeutet das für die Kriege, in denen sie eingesetzt werden? Für die Menschen, die angegriffen werden? Für die Bilder, die um die Welt gehen… 1.000 Fragen.

Feminismus für Fortgeschrittene
>> titelt die Zeit und betrachtet unter diesem Titel die britische Autorin Caitlin Moran und ihr Buch „How to be a woman“. Es ist unter sehr vielen verschiedenen Aspekten gesehen ein sehr interessanter Mensch, der hier schreibt. Aber lest selbst.

Die Entzauberung des Kuschelhormons Oxytocin
>> Solche Artikel mag ich aus Prinzip: Etwas, das Jahrzehntelang als völlig klar galt und fast schon jedem Schulkind bekannt war wird einfach dekonstruiert, weil man quasi das Gegenteil herausgefunden hat. Ja: Oxytocin macht uns irgendwie „flauschiger“ – hach FLAUSCH – aber je flauschiger wir sind, so die Ergebnisse, desto ausgrenzender werden wir. Desto intoleranter gegen das den Flausch störende. Das ist auf so vielen Ebenen spannend! Danke, du Forschung du – du bist eben doch besser, als dein Ruf!

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„God gave us the right to own guns“

Warum heißt dein Blog so komisch und wie spricht man das eigentlich aus?

Diese Frage stellt irgendwie keineR. Und doch merke ich, wie sie in der Luft liegt. Mein erstes, bei WordPress gehostetes Blog hieß auch schon so. Dort erklärte ich auch bereits, wie es kam. Es war die Fehlaneignung einer Anrufung an Daniel Erk.

“Part of the Problem in this world are because of the LEFTIST ELITE!”

hieß es da.

Simone de Beauvoir, Sartre und Che Guevara - Linke Elite. Oder so...

Es lief mir seitdem immer mal wieder dieser Ausdruck über den Weg. Er beschreibt ganz gut, was – ich sag mal – konservative AmerikanerInnen so für Begriffe benutzen, wenn sie mal wieder die Welt bedroht sehen. Verschwörungstheorien sind ja in allen politischen Lagern en Vogue. Die schönsten Zitate:

When will the Leftist Elite learn that God gave us the right to own guns and take them where ever we want with unfettered freedom? Surely this treasonous act will anger God and Jesus and their wrath will smite the evil Leftist elite once and for all! It’s time that we had another boycott!

(Quelle: http://www.mombu.com/culture/afghanistan/t-leftist-elite-revokes-tom-delays-god-given-right-to-bear-arms-3067950.html)

Ja und was die so alles schlimmes getan haben…! Ganz furchtbar:

A classic example of Leftist elitism was pre-Thatcher Britain in the 60s. The British Labour party had nationalized practically all the hospitals leaving only a very small and expensive private sector.

(Quelle: http://jonjayray.tripod.com/elitism.html)

außerdem haben sie aufs Übelste die Denkweise in diesen westlichen Gesellschaften infiltriert! Überall so irre Ideen wie Offene Grenzen, Multikulturalismus und Säkularismus!1!!11!!

The Leftist Elite that captured the youth culture of the 1960’s set us on a course for national oblivion: radical multiculturalism, open borders, the welfare state, affirmative action, an obsession with “diversity,” the embrace of sexual depravity, abortion, the destruction of the family, and a radical secularist ideology that has declared war on Christianity, and the Christian values that underpin the Constitution.

(Quelle: http://www.centerforintelligencestudies.org/From_the_Chairman.html)

Nun ja. Und dann sind es eben diese komischen Querköpfe, die zu Sozialforen fahren und so Sprüche wie „Another World is Possible!“ auch tatsächlich glauben. :) Leute, die 2006 sogar eine eigene Studie wert waren.

Abschließend darf Charles Krauthammer (klick! – lustiger Typ, der) nicht unerwähnt bleiben, dem dieses Zitat zugeschrieben wird:

„The Well Educated, Eminently Qualified Leftist Elite Are Trying To Control Us By Confusing Us With Science And Other Things We Have No Hope Of Ever Understanding“

Es könnte aber auch von „Eminent Conservative Scholar“ Limbaugh
sein, der desweiteren so kluge Dinge sagte wie:

„Being educated is part of Obama’s Communist Gay Feminazi agenda.“

(Quelle: http://www.knowledge-database.org/post/2393248511_2363__%22The%20Well%20Educated,%0A%09Eminently.html)

Ja – und wie spricht man das nun aus? Man spricht diesen englischen Begriff etwas anders aus, als viele meinen. „Elite“ wird dabei eɪˈliːt gesprochen.

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