Wir machen den Job der Journalisten

Das Griechenland-Bild, das die Deutschen malen, hängt schief. Um es etwas gerade zu rücken geben sich viele hier lebende Griechen Mühe, ihre Freunde und Bekannten oder ihre Blogleser mit Hintergrundinformationen zu versorgen.

„Die Deutschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind immer sehr fair. Was mich aber wundert ist die Art und Weise, wie die Medien drüber berichten. Man merkt, dass gerade online versucht wird, den Stammtisch zu bedienen. Klar geht es da auch viel um Klicks und Werbeeinnahmen, aber ich finde, dass kann doch nicht sein: Eigentlich sollte doch die Qualität des Journalismus‘ im Vordergrund stehen.“

(c) privat

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Konstantinos Tzouvaras ist von Beruf Vertriebsmanager, er hat Journalismus nicht studiert und auch nicht vor, den Platz eines Redakteurs in einer großen Zeitung zu besetzen. Aber er fragt sich, wie die dort arbeiten. Wie es möglich ist, dass kurz nach einer neuen Agentur-Meldung schon feste Meinungen und fertige Urteile gebildet sein können. Etwa wenn Griechenlands Finanzminister Varoufakis wieder etwas gesagt hat. Wie kann es sein, fragt sich Konstantinos, dass es dann nur noch darum geht, wer als erstes kommentiert, dass es aber kaum mehr darum geht zu prüfen und zu recherchieren, was der Hintergrund der Aussage war. Niemals würde er deswegen das Wort „Lügenpresse“ benutzen, „es sind auch keine Lügen“, sagt er, „es wird nur nicht zu Ende erzählt“. Ihm fällt auf, dass ausländische Medien in der Vergangenheit deutlich dezenter, differenzierter und auch besser recherchiert über die Lage in Griechenland berichteten, als es die deutschen Berichterstatter taten.

Da wäre zum Beispiel die Sache mit der neuen Regierung: Hat sie in der Presse eine Chance bekommen? Für Konstantinos steht fest, dass es notwendig war, dass neue Leute in seiner Heimat das Ruder übernahmen. Er hadert zwar auch mit dieser Koalition aus Linken und Rechten, aber hier fordert er: „Das muss man auch erklären. Es war die einzige Chance, schnell eine Regierung zu bilden und schnell handeln zu können.“

Mehr erklären, das wünscht er sich. Und mehr faire Vergleiche: Was haben die USA in der Krise gemacht? – „Sie haben investiert“, stellt Konstantinos fest und das müsste in Griechenland eigentlich auch geschehen, stattdessen würde aber harte Sparpolitik verlangt. Und Griechenland bliebe mit seiner kaputten Wirtschaft ein Fass ohne Boden. „Ich möchte gar nicht sagen, dass Griechenland nichts falsch macht. Die haben richtig Bockmist gebaut die letzten Jahre“, aber: „das Thema ist so komplex und schwierig. Man schreibt aber nur: Griechenland dreht Privatisierung zurück. Und dann denkt man als normaler Bürger: Sag mal – wie doof sind eigentlich die Griechen?“ Konstantinos erklärt hingegen, dass es eine gute Begründung für diesen Schritt gibt: „Die wollen das Tafelsilber nicht verschenken. Die verkaufen eben nicht ihre Infrastruktur, wenn es ihnen richtig dreckig geht, denn die sagen sich: Das ist mehr wert, als wir jetzt dafür kriegen würden.“ Klingt logisch – aber wo kann man das lesen? Konstantinos klärt in seinem Umfeld auf. Wenn er mit einem Freund essen geht und bei dem auf dem Display eine Meldung aufploppt, dass Griechenland nun ein Abkommen mit Russland habe, dann weist er darauf hin, dass auch Deutschland ein solches Abkommen mit Russland habe. Und schon klingt die Sache ganz anders.

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„Das nicht funktionierende Programm ist verschärft und verschärft worden.“

Michalis Pantelouris, Halbgrieche, ist Blogger und Journalist. In einem ausführlichen Gespräch für meinen Podcast Erscheinungsraum Ost hat auch er einige Dinge zurecht gerückt. Dafür wurde er fünf Mal geflattert, ansonsten hat er keinen Lohn erhalten. Das Gespräch ging über eine Stunde. Es handelt von der Geschichte Griechenlands, angefangen bei der Diktatur von 1964 bis 1974. Es betrachtet Griechenland nicht isoliert, sondern schaut auch auf Irland, Portugal, Spanien und Zypern, die von der Finanzkrise ähnlich schlimm erwischt wurden. Von diesen Ländern heißt es aus Politikermündern gerne, sie seien „auf einem guten Weg“. Michalis findet aber „auf einem guten Weg heißt nicht, dass es den Menschen gut geht“. „Auf einem guten Weg“ ist vielleicht einfach der Zustand, in dem es dem Land wirtschaftlich gerade so gut geht, dass man es in Deutschland wieder bestens ignorieren kann und dass es uns eben keine Scherereien mehr macht. So wie die meisten osteuropäischen Länder ja auch. „Die Zahlen sprechen eine andere Sprache als „auf einem guten Weg“, sagt Michalis.

* * *

Anna Goudinoudis ist Halbgriechin wie Michalis. Ihre Großeltern sind in den Sechzigern als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen, leben aber seit etwa zehn Jahren wieder in Griechenland. 2010 hat sie ihr Erasmus-Semester in Politikwissenschaften in Athen verbracht. „Ich will eigentlich kein negatives Bild der griechischen Regierung zeichnen – aber in Griechenland ist schon das Problem, dass die Griechen sehr lange über ihre Verhältnisse gelebt haben“, sagt sie. „Es wurden viele Staatsgeschenke gegeben. Man zahlt keine Studiengebühren und man bekommt Bücher für das Studium kostenlos. Aber wenn das bei uns so üblich wäre, würde auch keiner fragen: Woher kommt denn das Geld.“

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Auch für sie ist der Regierungswechsel die einzig logische Konsequenz nach all den Problemen und der jahrelangen Korruption in der politischen Elite gewesen. „Wirtschaft und Politik sind extrem miteinander verwoben gewesen. Die Mechaniken der Demokratie konnten wegen der Korruption gar nicht wirklich wirken.“ Das habe den Staat geschwächt und im Volk auch eine Mentalität begünstigt, sich zu nehmen, was geht: Steuern hinterziehen, Renten für Tote, Schmiergelder allerorten.

Doch auch sie findet, dass die Koalition aus Rechten und Linken der einzige Weg war – eben weil die politischen Eliten einmal ausgetauscht werden mussten.

„In Deutschland meinen sehr viele Leute, ihren Senf dazu geben zu können – sehr oft sehr unreflektiert. Das ist sehr schwierig. Es wird schnell sehr aufgeheizt und populistisch.“

„Dieser negative Unterton, der in der Berichterstattung mitschwingt, der hat oft nicht mehr viel mit neutralem Journalismus zu tun.“ Und das betreffe durch die Bank fast alle großen Medien. Sicher lasse sich im Journalismus eine Meinung nie ganz ausblenden, Objektivität nie voll erreichen. Deshalb ist es ihr ein Anliegen, zumindest in persönlichen Gesprächen ihrem Umfeld auch ‚andere’ Argumente zu liefern. Oder die fragte: „Wer ist an den Fehlern beteiligt, wenn man fünf Jahre lang zuschaut und nichts macht? Wenn man nur eine Troika in das Land schickt, die vom Volk als Schmach empfunden wird und deren Arbeit keinerlei positive Effekte nach sich zieht?“ Anna denkt, dass man nach fünf Jahren eigentlich positive Effekte sehen können müsste. Das Land ist aber immer noch am Boden, das ganze Geld, das hineingepumpt wurde, ist offenbar nutzlos gewesen. Als wenig zuträglich empfindet Anna auch, dass die ganze Debatte ständig personalisiert wird: Varoufakis wird in Deutschland zur Projektionsfläche für allerlei gefühltes Halbwissen, Merkel wird in Griechenland zum Feindbild.

Dennoch bleibt Anna auch hier differenziert: Sie sieht gar nicht so sehr die Fehler bei den deutschen Politikern. Die versuchen ihrer Meinung nach eine legitime Strategie zu verfolgen. Aber genau das, so ergänzt sie, versuchen ja auch die Griechen: Sie sind am Ende und sie wollen ihren Arsch retten. Sie denkt: Keiner weiß eine echte Lösung. Nicht die Griechen. Aber eigentlich würden auch die EU und der IWF ein unrealistisches Ziel verfolgen: So schnell wie möglich das Geld zurück zu bekommen. Ob das realistisch sein kann – die Frage stehe nicht im Raum. Die Schuldenrückzahlung stehe im Vordergrund – eine politische Lösung des Problems sei nicht in Sicht.

„Ich sehe mich ein bisschen als Stimme von Griechenland, weil ich finde, dass die von den deutschen Medien sehr klein gehalten wird. So weit ich kann, versuche ich da Aufklärungsarbeit zu leisten.“

* * *

Alle drei, Konstantinos, Michalis und Anna haben ihre Freizeit dafür geopfert, sich mit dem Thema Griechenland zu befassen. Sie haben eine andere Perspektive als Halbbetroffene, sie kennen beide Seiten gut. Und sie kommen zu erstaunlich ähnlichen Ergebnissen. So stellen sie unisono infrage, ob die geforderten Reformen wirklich dazu taugen, Griechenland aus dem Tief zu ziehen. In den Medien wird meistens nur kolportiert, dass die Griechen „ihre Hausaufgaben nicht machen“. Anna findet: „Es ist aber keine nachhaltige Lösung, wenn Griechenland beispielsweise die Flughäfen veräußert und in privatwirtschaftliche Hände gibt – nicht in eigene Privatwirtschaft in Griechenland, sondern an ausländische Investoren. Ich bin wirklich keine Expertin für Wirtschaft“, fügt sie hinzu, „aber das kann doch keine nachhaltige Lösung sein.“

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Es ist nicht schön, so ohne Podcast

Am vergangenen Wochenende war ich in Hamburg und ich war auf dem ersten Hörerinnentreffen meines Lebens, das Holgi einberufen hatte und das wirklich schön war. Am Montag allerdings war ich schon beim Mittagessen ziemlich hinüber und kam dann ernsthaft krank zurück nach Berlin.

Anstatt also am Dienstag einen Lila Podcast aufzunehmen, lag ich den ganzen Tag im Bett. Die meiste Zeit schlief ich, zum Glück, denn mit Dienstag hatte ich den vermutlich schlimmsten Tag zum Kranksein und rumliegen erwischt, den es im ganzen Jahr geben wird. twitter war etwa eine halbe Stunde lang benutzbar. Die ersten Nachrichten vom Absturz der germanwings-Maschine schockierten natürlich und auch ich erfuhr dort zum ersten Mal davon.

Ab da lief im Fernsehen alles in einer bedauerlichen Dauerschleife. Ich nenne sie die Dauerschleife des unwissenden Aufbauschens. In schöner Regelmäßigkeit wurde erst nach Paris, dann nach Berlin, dann nach Düsseldorf und dann noch nach Madrid geschaltet. Eine Korrespondentin nach der anderen wurden Informationspopel aus der Nase gezogen, obwohl sie keine Informationen hatten. So ging das den ganzen Tag. Man zeigte die Anzeige auf dem Düsseldorfer Flughafen, die zufällig jemand gefilmt hatte und die nun als Nachricht herhalten musste „schauen Sie! da steht bei allen anderen Flügen die Landezeit oder ob sie zu spät kommen, beim Flug aus Barcelona steht einfach nichts!“ Ist ja irre! da stand wirklich nichts! wahnsinn.

In meinen Augen haben sich die Medien in dieser Woche nicht mit Ruhm bekleckert. Und ich wünschte, ich hätte einen Podcast aufgenommen am dienstag, anstatt im Bett zu liegen und zu schlafen. Denn in Wochen, in denen ich keinen Podcast aufnehme, werde ich unleidlich. Ich glaube, ich bin süchtig danach, Podcasts aufzunehmen. So viel gibt mir das mittlerweile. Aber ich war krank und die restlichen drei Tage der Woche habe ich meinem stinknormalen Job gefrönt. Das geht dann so, dass ich frühmorgens das Haus verlasse und abends erst so spät wiederkomme, dass ich nicht mehr so gut denken kann.

Nun bin ich also unterpodcastet und das war ich schon einmal, vor ein paar Wochen. Ich werde dann unleidlich und lese die twitterstreams von Feministinnen, die ich nicht leiden kann. Weil ich so unausgeglichen bin. Und immer wieder fällt mir dann ein, dass ich so unleidlich bin, weil ich zu wenig gepodcastet habe.

Ginge es mir gesundheitlich besser, hätte ich gesten wenigstens noch einen ER Ost geschnitten. Aber ich war einfach nur fertig und fiel auf mein Sofa und dann in mein Bett. Nächste Woche wird das hoffentlich besser. Eigentlich habe ich Urlaub, aber ich komme nicht mehr klar ohne das Podcasten. Hoffentlich wird nicht wieder jemand krank :(

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Schirrmachers „Ego“

Bild: CC-BY-NC-SA 2.0 „Velvet“ von Jan Behre via Flickr.com

Nein, ich habe das Buch nicht gelesen, aber ich vertraue jemandem, der es gelesen hat und der vielleicht ein paar Dinge verstanden hat, die in der Diskussion darum dank medialer Verkürzung nicht zur Sprache kommen. Deshalb empfehle ich euch die Gedanken von mh120480, die er in seinem Blog veröffentlicht hat, kleiner Appetizer:

Schon Hannah Arendt wusste, dass Mathematik die absolute Verkürzung der Kommunikation ist und dem Menschen daher nicht gerecht werden kann. Die Verkürzung ist das zentrale Thema. Es geschieht etwas mit uns, wenn wir nur noch auf verkürzte Informationen reagieren. Wie krass „Ego“ das wird, kann jeder auf Twitter beobachten. Es kann auch jeder an der Diskussion über dieses Buch sehen. Da werden Dinge diskutiert die zwar drinnen stehen. Aber es sind nur die verkürzten Formen der Darstellung die Aufregung erzeugen. Die dem Buch nicht gerecht werden. Der „rechts-links-Konflikt“ u. Ä. Unsinnigkeiten. Es geht um Reflexe und Gewohnheiten, die beginnen unser Handeln zu bestimmen. Die uns zum „Ego“ machen.

Das Politische, die Egos, die absolute Transparenz (wer wissen will, was einem daran Angst machen kann, lese bitte Nabokovs „Einladung zur Enthauptung“), der Finanzmarkt und die Unkontrollierbarkeit der Hypes… es scheint sehr viel drinzustecken in „Ego“ und wie gut, dass ich einen habe, der mir dieses Buch auf den nicht enden wollenden Bücherstapel legen kann :)

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#om12: Die Hype-Gesellschaft

Am vergangenen Sonntag besuchte ich die Open Mind um zusammen mit Marco Herack einen Vortrag über das Thema „Hypes“ zu halten. Die Folien zum Vortrag könnt ihr als PDF dowloaden.

Wir hatten einen fulminanten Einstieg geplant – natürlich mit einem Video, das alle mitreißt und die Herzen öffnet. Der Sound allerdings war nicht darauf ausgerichtet. Das Internet bietet uns nun jedoch die Chance, diesen fulminanten Einstieg nachzuholen und ich möchte euch bitten, eine möglichst gute Soundumgebung zu schaffen, euch von Ablenkungen aller Art zu befreien und das folgende Video zu genießen:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=SsV2O4fCgjk]

Und nun viel Spaß mit unserem Vortrag. Er dauert 52:43 min inkusive einer sehr guten und produktiven Diskussion.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=-F9AKkXJrZs]

Stichworte in der Reihenfolge ihrer Erwähnung:

– Zerrbild: Lemminge stürzen sich gar nicht in den Tod. Egal.
– Marco Heracks Blog: goowell.de
– Obama; Yes we Can
– Konrad Lorenz: Verhaltensbiologie der Aggression und der Begeisterung
– #sbsm: Was bezeichnet der Begriff „Echokammer“?
– Wikipedia: Konformitätsexperiment von Asch.
– Wikipedia: Theorie der Schweigespirale von Elisabeth Noelle-Neumann
– Wikipedia: Das Aktionspotential einer Nervenzelle
– der Aktienkurs von VW um die geplante Porsche-Übernahme herum hat eine ähnliche Kurve wie das Aktionspotential
– die Piraten und ihre Gates… von Hype zu Hype und inhaltlich im schneckentempo hinterher
– Twitter: Grace Dent – How to leave twitter.

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Kickt und inszeniert euch, Frauen!

Alle sind im Rausch – dem des Männerfußballs. Wer denkt da noch an die Frauen-WM 2011? Was der Frauenfußball braucht, um an seinen Glanz vom vergangenen Jahr anzuknüpfen.

Dieser Text erschien zuerst in meiner Kolumne auf freitag.de.

Wenn Deutschland gegen Italien spielt, werden viele Menschen vor dem Fernseher sitzen, von denen ich weiß, dass sie Fußball eigentlich uninteressant finden. Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass der Hype sehr sehr groß ist:  Während des Spiels wird es vermutlich wieder Feuerwerk über meiner Stadt geben. Vuvuzelas werden erklingen (und das Wort „Vuvuzela“ wird nicht einmal von meiner Rechtschreibkorrektur moniert – im Gegensatz zu „Hype“). Die Menschen über meiner Wohnung werden wieder laut aufspringen und brüllen. Menschen, die ich sonst nur durch Klavierspielen höre. Alle schauen Fußball. Männerfußball. Selbst ich habe mir drei Spiele angesehen, obwohl ich eigentlich keine bin, die Sport gerne im Fernsehen schaut.

Was mich aber interessiert, ist die Gender-Frage hinter diesem Phänomen. Denn Feminismus, wie er in der Encyclopedia Britannica definiert wird, ist: „the belief in the social, economic, and political equality of the sexes“, also „der Glaube an die soziale, ökonomische und politische Gleichheit der Geschlechter“. Ungleicher als beim Fußball geht nur schwer.

Davo leben kann keine

Foto: CC BY-NC 2.0 via http://www.flickr.com/people/curoninja/ 黒忍者

Ökonomisch ist der Frauenfußball jenseits der WM kaum interessant, während die Kassen nicht nur zur „Männer-EM“ klingeln, klingeln, klingeln. Sportpolitisch wird in Sachen Frauenfußball kein dringender Handlungsbedarf formuliert – obwohl er besteht. Zudem gibt es einen eklatanten Geschlechter-Bias in der Frage der Inszenierung. Was ich dieser Tage beobachte ist ein stark männlich orientiertes Fan-Verhalten. Knallen, saufen, gröhlen. Ist nicht böse gemeint Jungs: Aber ich kenne nicht wenige Frauen, die beim Stadion-Besuch während der Frauen-WM 2011 irre überrascht waren – und zwar im positiven Sinn – wie angenehm und zivilisiert dort gefeiert wurde. Eben anders.

Nach der WM ist vor der WM – zumindest im Frauenfußball, wie der Film Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, den die Band Maiden Monsters für das Gunda-Werner-Institut gedreht hat, zeigt.
Dort berichten Frauen, wie schwierig es für „Bundesliga-Profis“ ist, Fußball und Leben zu vereinen. Denn davon leben kann eigentlich keine. Am besten vergleichen sich die Damen erst gar nicht mit ihren männlichen Kollegen – denn das würde wohl extrem verbittern. Kaum auszudenken, was für einen Fußball die spielen könnten, wenn sie nur das tun bräuchten!

Die Misere des Frauenfußballs verläuft auf drei verschiedenen Ebenen: Erstens fördern die Sportvereine, wie zum Beispiel der Dortmunder Bundesliga-Meister, den Frauenfußball so gut wie gar nicht. Das ist den deutschen Medien aber keinen Skandal wert. Womit wir bei Problem Nummer zwei wären: Es hapert deutlich an der Inszenierung. 2011 ist diese wunderbar geglückt. Alle haben mitgemacht und an einem Strang gezogen.

Denn man roch das winkende Geld – und die Investitionen haben sich auch tatsächlich gelohnt. Die Quoten waren ein Traum: 17,01 Millionen Zuschauer hingen beim Spiel gegen Japan vor der Glotze. Das Eröffnungsspiel gegen Kanada erreichte mit 60,1 Prozent den höchsten Marktwert – unglaublich! Von solch einer gelungenen Inszenierung hängt viel ab. Sie fortzusetzen wäre unabdingbar für einen Fortschritt im Frauenfußball.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=gOiJiCdBK1w]

Männliche Hegemonie

Doch wer inszeniert denn so einen Sport? Es ist ein Vielklang aus DFB, Medien, teilweise auch Politik und letztendlich auch der  Wirtschaft mit ihrem Marketing. Dass es beispielsweise während der WM 2011 ein Panini-Album gab war das erste Mal bei einer Frauen-Meisterschaft und darf in seiner Auswirkung und Kraft nicht unterschätzt werden. Ein gelungener Hype setzt nämlich im Gehirn der Menschen, höchstwahrscheinlich im Belohnungszentrum an: Je mehr kleine Belohnungsmomente rund um das Event geschaffen werden (und auch wenn es lächerlich klingt, aber Sammelerfolg ist ein großer Belohnungsmoment), desto größer wird der Hype.

Aber jetzt, ein Jahr später, sind wir leider im gleichen Schneckentempo angekommen, das wir schon zuvor hatten. Da stellt sich für mich eigentlich nur die Frage: Na und? Warum sollten wir Frauen, wir FeministInnen, wir GesellschaftskritikerInnen, Fußball wichtig nehmen? Wir könnten doch einfach ganz verächtlich schauen – Gründe werden uns dieser Tage doch genug geliefert: Man führt uns zum wiederholten Male die männliche Hegemonie vor. Die Politik nutzt das Event, um sich gesund zu stoßen. Immer wieder tauchen Skandale um Wetten auf. Unkritische Betrachtungen und Berichte sind die Regel – inklusive des Outing-Verbots für schwule Spieler. Muss man sich dieses „System Fußball“ wirklich antun? Kommerz, Heteronormativität, Krawall und Intrigen?

Ich finde: Ja – aber dabei muss man ja nicht unkritisch werden, wie verschiedene Einwürfe zur WM 2011 gezeigt haben. Professor Dr. Claudia Kugelmann ist Sportpädagogin und leidenschaftliche Befürworterin des Ernstnehmens des Frauenfußballs als Chance: Sichtbarkeit. Macht. Teilhabe. Das sind die drei zentralen Gewinne, die ihrer Ansicht nach hier zu holen sind. Für mich ein Déjà-Vu: Das sind ja die gleichen Gründe, aus denen ich dafür plädiere, dass Frauen sich diese Digitale Gesellschaft zur Heimat machen sollen!

Eingerostete Akteure

Oder Frauen in diese ekelhafte Politik – die gleichen Gründe! Was aber tun? Wie soll das gehen? – Vorbilder! Sagt Kugelmann und ja genau: Das sage ich ja auch immer. Denn letztendlich liegt der politische, der ökonomische und auch der soziale Hund beim Frauenfußball genau da begraben, wo er immer liegt: Bei  schrecklichen Stereotypen.  Das Ringen um Anerkennung gelingt durch Vorbilder. Wir haben Jahrzehnte lang eingeübt, als „richtigen, echten Fußball, wie er sich gehört“ den Männerfußball zu sehen. „Es rührt sich einiges in Deutschland,“ hört man. Und erste Vorbilder erscheinen am Horizont, zum Beispiel Steffi Jones. Doch ich bleibe bei meiner eher verhaltenen Diagnose von vor einem Jahr: Die  Akteure die wir brauchen sind noch zu starr und eingerostet, als dass sich wirklich, und nachhaltig, auf absehbare Zeit etwas ändern könnte. Ich lasse mich natürlich gerne vom Gegenteil überraschen.

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So, you didn’t know that Wikipedia has a porn problem?

Ich crossposte hier einen Input in eine Debatte, in die ich mich einmal kurz selbst eingeschaltet hatte (und schnell wieder raus geschaltet) und die ich für hoffnungslos hielt. Aber vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit, einzuwirken und an vermeintlich nichtdiskutierbaren Punkten zu diskutieren… From Larry Sanger’s blog:

—o0o—

I want to start a conversation.

I. Problem? What problem?

So, you didn’t know that Wikipedia has a porn problem?

Let me say what I do not mean by “Wikipedia’s porn problem.” I do not mean simply that Wikipedia has a lot of porn. That’s part of the problem, but it’s not even the main problem. I’m 100% OK with porn sites. I defend the right of people to host and view porn online. I don’t even especially mind that Wikipedia has porn. There could be legitimate reasons why an encyclopedia might want to have some “adult content.”

No, the real problem begins when Wikipedia features some of the most disgusting sorts of porn you can imagine, while being heavily used by children. But it’s even more complicated than that, as I’ll explain.

(Note, the following was co-written by me and several other people. I particularly needed their help finding the links.)

Here is the short version:

Wikipedia and other websites of the Wikimedia Foundation (WMF) host a great deal of pornographic content, as well as other content not appropriate for children. Yet, the Wikimedia Foundation encourages children to use these resources. Google, Facebook, YouTube, Flickr, and many other high-profile sites have installed optional filters to block adult content from view. I believe the WMF sites should at a minimum install an optional, opt-in filter, as the WMF Board agreed to do in 2011. I understand that the WMF has recently stopped work on the filter and, after a period of community reaction, some Board members have made it clear that they do not expect this filter to be finished and installed. Wikipedians, both managers and rank-and-file, apparently do not have enough internal motivation to do the responsible thing for their broad readership.

But even that is too brief. If you really want to appreciate Wikipedia’s porn problem, I’m afraid you’re going to have to read the following.

larrysanger.org/2012/05/what-should-we-do-about-wikipedias-porn-problem/

Feel free to repost!

—o0o—

Diesen Input bekam ich über die Gendergap-Mailingliste. Bitte lest den ganzen Text, er hat viele Beispiele aufgelistet, wo Probleme bestehen. Und es gibt viele viele Probleme. Zum Beispiel, wenn problematische Bilder in Artikeln auftauchen und nicht entfernt werden, obwohl es klar passieren müsste. Wie im „Upskirt“-Artikel der englischsprachigen Wikipedia (ich sprach es dort auch in der Diskussionsseite an).

Es muss irgendwo zwischen dem Zensur-Vorwurf und dem hysterischen Sperren-Rufen einen Weg geben, der mit Verantwortung zusammenhängt. Wie er genau geht weiß ich selbst auch überhaupt nicht. Nur wird man ihn nicht finden, indem man Verantwortung einfach mit dem Zensur-Argument von sich weist. Niemand will Zensur. Aber Porno-Seiten gibt es im Netz zuhauf. Muss eine Enzyklopädie Pornografische Bilder republizieren? Wäre es vielleicht eine erste gangbare Lösung, im gesamten Pornografie-Projekt auf Bilder zu Verzichten und es bei den Texten und Links zu belassen? Ist das nicht auch im Sinne der Wikipedia-Idee selbst, bei der es um freies Wissen geht – nicht um freies Pornobildchen-Sharing. Wo war noch einmal die Idee des Anspruchs auf Qualität? Warum gibt es keine Relevanz-Diskussionen darüber?

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Von Schubladen und Schubladisierern

Dieser Beitrag erschien in abgeänderter Form als Kolumne auf freitag.de – diese hier ist aber die ursprüngliche (schnoddrigere) Version

Menschen in Schubladen

Es klang wie ein Witz:: Junge Unions-Fraktionäre wollten, dass Menschen ohne Kinder die Sozialsysteme und Bildung in diesem Land stärker finanzieren. Weil sie sonst ja quasi parasitär von jenen Menschen lebten, die sich in Familien und mit kleinen Kindern abrackerten. Dafür soll eine Kinderlosen-Steuer erhoben werden. Während Mitglieder der anti-Intelligentia aka FDP diese Idee als „sozialistisch“ anprangerten, hat inzwischen Kanzlerin Merkel ein Machtwort gesprochen und erklärt, dass es keinen Sinn mache, die Bevölkerung in Kinderlose und Menschen mit Kindern einzuteilen.

Dabei macht es aus Sicht einer politischen Klasse, die immer alle in verschiedene Schubladen sortiert, eigentlich sehr viel Sinn. Es entspricht sozusagen der Denke von Konservativen. Das geht mit dem Elterngeld los. Da unterscheiden wir doch jetzt auch zwischen Menschen mit Arbeit und Menschen, die von Hartz IV leben müssen. Diejenigen, die sowieso schon kaum Geld zum Leben haben, die bekommen nach dieser Logik jetzt noch weniger Geld. Weiter geht das Unterscheiden zwischen Haupt-, Real- und Gymnasial-SchülerInnen – die Guten ins Kröpfchen – oder wie war das? Wir unterscheiden zwischen Verheiratet und Unverheirateten; zwischen Menschen mit und Menschen ohne Staatsangehörigkeit; es gibt die Rechten – die wurden traditionell nicht groß problematisiert; es gibt die Linken – die stehen für Extremismus; – die Liste ist sehr lang. Fehlen darf bei allem natürlich nicht, dass wir sehr regide zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Das, liebe Konservative, das lassen wir uns niemals nehmen!

Angela Merkel allerdings war wohl einfach so weise zu erkennen, dass die konservative Praxis der Einteilung der Gesellschaft in verschiedene Klassen, Stände und Schichten schon sehr weit ausgeufert ist. Ihr war klar, dass man dieses Spielchen nicht auf die Spitze treiben darf, weil sonst die Klassifizierung, die Segregation, die Schubladisierung als Ganze am Ende in Frage stehen könnte. Man muss ja maßvoll bleiben, nicht wahr?

(CC BY 2.0; http://www.twitter.com/rvoegtli; http://www.flickr.com/photos/rvoegtli/)

 

Die finanzielle Realität des Sozialen und der Bildung Weiterlesen

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Lest was ich las

Vergangene Woche liefen mir folgende Texte über den Weg:

Zwischen Hoffnung und Lächeln
>> Alice Schwarzer schrieb in der FAZ einen Essay über ihre Burma-Reise. Sie fasste ihre persönliche Sicht auf die scheinbar recht komplexe und undurchschaubare Lage dort zusammen. Beim Lesen habe ich viel Neues gelernt, und viele Fragen wurden in meinem Kopf aufgeworfen.

Der „böse Gauck“ und das Netz
>> Ich mag Anatol Stefanowitsch. Er hat einen undogmatischen und dennoch kritischen Blick auf die Dinge. Er bleibt in alle Richtungen skeptisch – und nimmt hier eine erfreulich distanzierte Position in der Debatte um Gauck und diese ketzerische Netzcommunity ein.

Diebstahlsanzeige: männliches Gender gestohlen!
>> eine sehr interessante und kluge Parabel um die Frage: Was machen wir eigentlich, wenn wir unsere Gender-Stereotype losgeworden sind?

Bild von Clodagh McKenna; Photograph: Alberto Peroli - http://www.albertoperoli.it

Clodagh McKenna – Irische Köchin mit nomnom-Rezepten
>> ich mag ja sehr und koche sehr oft nach Jamie Olivers Rezepten. Jetzt habe ich eine neue tolle Ideengeberin entdeckt – und oben ist der Link zu ihrem Food-Diary. Außerdem ist sie Irin – allein damit hat’se mich

Über Begriffe und Begriffsbildung
>> Josef Honerkamp und die Frage: Ab wann muss ein Begriff eigentlich quasi-mathematisch determiniert und festgelegt sein? Wann gibt es umgekehrt die Freiheit zur Interpretation und Auslegung?

Generationengerechtigkeits-Preis 2011/2012
>> „Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) vergibt, angeregt und finanziert durch die Stiftung Apfelbaum, den Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 €. […] Die Ausschreibung richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen. Die Wettbewerbsbeiträge sollen 20 bis 40 Seiten umfassen.“ – Das Thema: „Die Schuldenbremse in Deutschland – Evaluation im nationalen und internationalen Kontext“ Euer Ding? Dann habt ihr Zeit bis 01.06.2012, etwas einzureichen. Viel Erfolg!

Ich hab ne Tante in Marokko…
>> Irgendwo in diesem Netz beschwerte sich jemand, die Kinderliedersammlung einer größeren Deutschen Zeitung (online, Name der Zeitung ist mir entfallen) enthielte das schöne Lied „Tante aus Marokko“. Jedoch seien dort bedenkliche Inhalte (ich hab den genauen Zusammenhang wirklich nicht mehr im Kopf … Ist das schon beginnende Demenz?) – na jedenfalls: Hier eine Version, die gut klingt und absolut PC ist ;)

[youtube=http://youtube.com/watch?v=ch5wicp_K0M&w=550&h=360]]

Die Kinderlieder von TamTam sind sowieso alle sehr schön und man kann in diesem Internet eine CD davon kaufen – aber genug der Werbung. Wer suchet, der findet.

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Stereotype, Sichtbarkeit und Wettkampf. Diversity in der digitalen Gesellschaft

Das wird der Titel meines Vortrags, den ich auf der kommenden re:publica halten werde.
Ich freue mich sehr, dass mein Angebot vom Orgateam der re:publica angenommen wurde – so wie auch alle anderen Angebote, die von der Mädchenmannschaft kamen.

Yay! It’s SHE:publica, Baby.


(Bild von Jason Bran-Cinaed via Flickr)

Auch die ersten vorsichtigen Schätzungen belegen einen deutlich höheren Frauenanteil, als noch vor zwei Jahren. Vermutlich wird der Frauenanteil größer, als beim großen Medien-Kongress von taz und der Freitag.

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The Leftist Elite

Oder: Warum ich das Blog umgenannt habe


(Linke Elite – Problem der Welt. Bild: Simone de Beauvoir, Sartre und Che Guevara 1960 in Kuba, via wikimedia commons)

Der Name „Wildwuchs“ (wie dieses Blog ursprünglich hieß), war nett, aber nur eine Art Verlegenheitslösung. Oder sagen wir: Ein „Arbeitstitel“. Irgend ein Name musste eben her. Und ein bisschen passen sollte er ja schon auch. Und er passte ja auch zu mir. Ich sehe mich schon als einen Wildwuchs.
Aber so richtig geil war er eigentlich nicht.

Als mir der Satz „Part of the Problem in this world are because of the LEFTIST ELITE!“, der wahrscheinlich von google ins Englische übersetzt worden war, über den Weg lief, sprang mir dieses „the LEFTIST ELITE“ förmlich in die Augen und auch ins Herz. Großartig.

Ich handelte schnell und reflexhaft, die Domain war sofort gesichert. Es ging einfach so mit mir durch. Ein schöner Header musste noch her. Jetzt habt ihr statt der schönen Wiese des elterlichen Gartens der Autorin die sehr adrett ausschauende Familie Marx plus Engels als ständige Begleiter für mein Blog. Denn wer, wenn nicht Marx, könnte sonst der Inbegriff von „the leftist elite“ sein? Wer Marx einmal gelesen hat, weiß, wie elitär der Kerl war und auch dachte. Er trug stets teure Kleidung und trank nur sehr guten Wein. Mit Proletariat war bei Marx nix. Ist ja auch nicht schlimm. Warum sollte einer der wichtigsten Denker der politischen und der soziologischen Theorie auch nicht ein lasterhaftes, ausschweifendes und elitäres Leben haben?

Lasst uns hier ebenso elitär, ausschweifend und lasterhaft dem Elitendasein frönen.
Prost!

(Edit: dieser Text stand in meinem alten Worpress-gehosteten Blog mit anderem Header)

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